Marina Chernivsky und Lea Güse beim Fachgespräch »Antisemitismus an Schulen – Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen«

26. Februar 2026 , 11:00 - 16:00 Uhr

Ort: Magdeburg

Datum: 26.02.2026, 11:00 – 16:00 Uhr

Ort: Magdeburg 

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Aktuelle Studien sowie Lageberichte zu Antisemitismus in schulischen Kontexten zeigen, dass Antisemitismus nicht nur als Vorurteil, sondern als gesellschaftlich verankerte soziale Praxis in schulischen Routinen wirksam ist. Antisemitische Vorfälle sind damit Teil schulischer Wirklichkeit und nicht auf außergewöhnliche Einzelfälle beschränkt. Zugleich verweisen empirische Befunde auf eine verbreitete professionelle Verunsicherung – nicht nur im Hinblick auf pädagogische Handlungsanforderungen, sondern ebenso in Bezug auf Intervention, pädagogische wie auch institutionelle Verantwortung und den Schutz von Betroffenen. Antisemitismuskritische Pädagogik steht damit vor der Herausforderung, historisches Wissen, gesellschaftliche Analyse und (antisemitismuskritische) pädagogische Grundsätze miteinander zu verbinden und institutionell zu verankern.  
Das Fachgespräch diskutierte – ausgehend von der Studie »Antisemitismus im Kontext Schule in Sachsen-Anhalt«, den Jahresberichten der Meldestelle RIAS Sachsen-Anhalt sowie den Beratungsanalysen von OFEK Sachsen-Anhalt – zentrale Herausforderungen schulischen Kontext im Sachsen-Anhalt. Im Fokus standen die Bedarfe eines wirksamen Schutzes von Betroffenen sowie die Implementierung von Qualitätsmerkmalen antisemitismuskritischer Bildung und Beratung als Weiterentwicklung professioneller Handlungsperspektiven.  

Das Fachgespräch wurde u.a. von Marina Chernivsky eröffnet. Sie gab in einem weiteren Vortrag Einblicke in »Antisemitismus im Bildungswesen: Befunde, Reflexionsempfehlungen und Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung« und schloß den Tag mit einer Reflexion ab. Bei einem Plenumsgespräch diskutierte Lea Güse mit Susanne Riemer-Ranscht (Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA)), Dominic Borchert (Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt) und Maria Schubert (Synagogengemeinde zu Magdeburg) unter der Moderation von Marie-Kristin Batz (RIAS Sachsen-Anhalt).  

Das Fachgespräch ist eine Kooperationsveranstaltung der Beratungsstelle OFEK Sachsen-Anhalt, Meldestelle RIAS Sachsen-Anhalt, des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) mit der Unterstützung des Ansprechpartners für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus.  

Referent*innen: Marina Chernivsky und Lea Güse (KOAS)