Workshop »Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung und Beratung«
21. April 2026 , 13:30 - 15:45 Uhr
Ort: Görlitz
Workshop »Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung und Beratung« im Rahmen des Fachtag »14. Tagung des Fachnetzwerks gegen Antisemitismus in Sachsen« von Fachnetzwerk gegen Antisemitismus
Mit der Formulierung antisemitismuskritischer Perspektiven hat sich der Diskurs um Antisemitismus und Bildung weitgehend aktualisiert. Der Begriff der Antisemitismuskritik ergibt sich aus dem Grundgedanken der Kritischen Theorie und erkennt die Notwendigkeit selbstkritischer Reflexivität im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit an. Zentral ist die Erkenntnis, dass Antisemitismus als Macht- und Strukturverhältnis das Denken und Handeln der gesamten Gesellschaft durchdringt und das Individuum antisemitisches Wissen als Teil seiner Sozialisierung erlernt. Die Bezeichnung »antisemitismuskritische Bildung« umfasst eine Vielzahl von Bildungsansätzen, die auf einer gemeinsamen Basis beruhen. Der Kritikbegriff problematisiert die Konstanz, aber auch die Abwehr des Antisemitismus, problematisiert seine Externalisierung und geht explizit auf die Bagatellisierung jüdischer Perspektiven ein.
Der Workshop bietet die Möglichkeit, sich mit den Qualitätsmerkmalen antisemitismuskritischer Bildung und Beratung auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden werden dazu eingeladen, eigene Haltungen, Wissensbestände, Positionierungen sowie Praktiken zu reflektieren und Grundsätze der Antisemitismuskritik in ihren jeweiligen Handlungsfeldern zu beziehen.
Der Workshop wird in Kooperation mit OFEK Sachsen durchgeführt und findet im Rahmen der 14. Tagung des Fachnetzwerks gegen Antisemitismus in Görlitz statt.
Referent*innen: Alexander Vasmer (KOAS) und Referent*in von OFEK Sachsen
