Lesung und Gespräch mit Marina Chernivsky und Prof. Dr. Friederike Lorenz im Rahmen der »Aktionswoche – Wissenschaft gegen Faschismus – Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten der faschistischen Gefahr«
2. Juni 2026 , 18:15 Uhr
Ort: Tübingen
Datum: 02.06.2026, 18:15 Uhr (Aktionswoche 01. – 07. 06.2026)
Ort: Tübingen
Marina Chernivsky liest aus ihrem Buch »Leben nach dem 7. Oktober«. Anschließend spricht sie mit Prof. Dr. Markus-Rieger-Ladich (IfE). Es moderiert Prof. Dr. Friederike Lorenz-Sinai (Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex), Universität Tübingen).
Zur Aktionswoche: ‚Angesichts der gegenwärtigen politischen Entwicklungen wird in unterschiedlichen disziplinären Kontexten diskutiert, ob und inwiefern der Faschismusbegriff den aktuellen Ist-Zustand akkurat beschreibt. Auch stellt sich bei seiner Verwendung immer wieder eine strategische und definitorische Frage: wenn wir die zutiefst autoritären Züge der aktuellen Verhältnisse bereits als faschistisch beschreiben, welche Begrifflichkeiten und Bezüge bleiben uns, wenn sich die Situation weiter zuspitzt? Der Begriff der Faschisierung, der die Prozesshaftigkeit eines Systems- und Kulturwandels hervorhebt, stößt in Anbetracht dieser Debatten auf große Resonanz.
»Wissenschaft gegen Faschismus«möchte Räume für diese Debatten schaffen und Lehrende, Mitarbeitende und Studierende dazu einladen, universitäre Institutionen zu öffnen, um mit einer breiteren Zivilgesellschaft über genau diese Fragen zu diskutieren. Ziel ist es, eine Betrachtung der Gegenwart vorzunehmen und die Bedingungen, Reichweiten und Grenzen unterschiedlicher Analyseperspektiven und deren Ableitungen für unser gemeinsames Handeln kritisch zu prüfen und zugänglich zu machen.
Die Aktionswoche steht daher unter dem Leitmotiv: Verantwortung in Zeiten faschistischer Gefahr. Damit rücken wir die spezifische Verantwortung von Wissenschaftler*innen in den Mittelpunkt. Wissenschaft ist nicht nur Beobachterin gesellschaftlicher Prozesse, sondern auch in diese eingebunden. In Situationen, in denen sich autoritäre Tendenzen verdichten, gewinnt ihre Rolle in der Analyse, Kontextualisierung und öffentlichen Einordnung an besonderem Gewicht.‘ Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Aktionswoche
