Fortbildungsreihe mit der Stabstelle PEP

Rückblick: Fortbildungsreihe mit der Stabstelle Polizeiliche Extremismusprävention (PEP) im Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung

Termine: August 2025 – Februar 2026   

Ort: Thüringen 

Mit dem Abschluss von insgesamt zehn Fortbildungen in unterschiedlichen Landespolizeiinspektionen Thüringens endet die erste Veranstaltungsreihe zum Umgang mit Antisemitismus in der polizeilichen Praxis. Die Reihe wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stabstelle Polizeiliche Extremismusprävention (PEP) im Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung umgesetzt und in verschiedenen Regionen des Freistaats durchgeführt. Die hohe Teilnahmebereitschaft, die konzentrierte Arbeitsatmosphäre sowie die differenzierten fachlichen Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstreichen die Relevanz des Themas für die polizeiliche Praxis.  
Im Fokus der Fortbildungen standen die Auseinandersetzung mit aktuellen Dimensionen des Antisemitismus, der professionelle Umgang mit antisemitischen Vorfällen im Einsatz sowie die konsequente Einbeziehung der Betroffenenperspektive. Thematisiert wurden auch Fragen der Einordnung, Erfassung und Einordnung antisemitischer Straftaten. Anhand praxisnaher Fallbeispiele wurden Handlungssicherheit und Sensibilität im Umgang mit Betroffenen gestärkt. Gleichzeitig boten die Veranstaltungen Raum für die kritische Reflexion eigener Routinen, institutioneller Rahmenbedingungen und professioneller Selbstverständnisse.  
Der Umgang mit Antisemitismus berührt Fragen staatlicher und institutioneller Verantwortung und demokratischer Selbstverpflichtung gleichermaßen. Die Zusammenarbeit mit der PEP Thüringen verdeutlicht, wie antisemitismuskritische Expertise kontinuierlich in polizeiliche Bildungsprozesse eingebunden und strukturell gestärkt werden kann. Diesen Weg werden wir gemeinsam weitergehen. 

Diese Fortbildungsreihe fand in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung – Stabsstelle Polizeiliche Extremismusprävention statt. 

Referent*innen: Vera Katona, Judith Steinkühler (KOAS)