Fortbildung »Antisemitismus als Teil sozialer Praxis«
30. September 2026 , 9:00 - 16:00 Uhr
Ort: Erfurt
Anmeldung (Veranstaltungsnummer 272800902)
Antisemitismus wird von vielen Fachkräften als schwer greifbar und komplex wahrgenommen. Häufig fehlt das Wissen zur Erkennung und die Sicherheit im Umgang mit Vorfällen. Dabei sind antisemitische Ressentiments und Routinen tief verankert – in Familien und Schulen ebenso wie in anderen gesellschaftlichen Institutionen. Ein reflektierter Umgang mit Antisemitismus setzt die Auseinandersetzung mit verschiedenen Verständnissen von historischem und aktuellem Antisemitismus voraus – und deren Relevanz für das eigene berufliche Handeln. Diese Fortbildung bietet einen ersten Einblick in gegenwärtige antisemitische Narrative, wie sie sich etwa in digitalen Räumen und institutionellen Strukturen manifestieren. Anhand praxisnaher Fallbeispiele und interaktiver Methoden wird die Wahrnehmung für subtile wie offene Formen von Antisemitismus im pädagogischen Alltag geschärft. Ein zentraler Bestandteil der Fortbildung ist die Förderung von Selbstreflexion und kollegialem Austausch. Die Teilnehmenden werden ermutigt, eigene Erfahrungen und Handlungsspielräume kritisch zu hinterfragen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.
Die Fortbildung findet im Rahmen der Kooperation des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) statt.
Referent*in: Judith Steinkühler
