Fortbildung »Antisemitismus und Intersektionalität«
2. Juli 2026
Ort: Berlin
Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.
Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologien prägen daher auch sich als diskriminierungskritisch verstehende Organisationen, die den Anspruch haben, unterschiedliche Diskriminierungsformen intersektional zusammenzudenken. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus führt immer wieder zu diskriminierenden Praktiken sowie zur Ausblendung jüdischer Erfahrungen. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive und von gleichberechtigter Teilhabe ausgeschlossen.
Ein kritischer Umgang mit Antisemitismus setzt – wie bei allen Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen – eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einbezieht. Der Workshop bietet Raum, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und als strukturellem Phänomen auseinanderzusetzen und den professionellen Umgang damit zu stärken.
Die Fortbildung wird im Rahmen der Kooperation von OFEK e.V. und Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit KOAS durchgeführt.
Referent*in: Alexander Vasmer (KOAS)
