Seminar »Antisemitismus der Gegenwart«
6. - 7. November 2026
Ort: Freiburg
Datum: 06.11.2026, 9:00 Uhr – 07.11.2026, 12:00 Uhr
Ort: Freiburg
Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.
Antisemitische Ressentiments sind in der gesamten Gesellschaft tief verankert. Ideologische Versatzstücke ziehen sich – teils diffus, teils deutlich ausgeprägt – durch alle gesellschaftlichen Strukturen. Zugleich herrscht dominanzgesellschaftlich ein historisierender, tabuisierender und verrätselnder Blick auf Antisemitismus vor, er gilt als schwer greifbares oder in erster Linie erinnerungspolitisches Problem.
Dem gegenüber steht die Erfahrung von Jüdinnen_Juden. Für viele ist Antisemitismus alltagsprägend. Die Perspektive der Betroffenen offenbart eine Diskriminierungs- und Gewaltordnung von ungebrochener Aktualität. Steigende Fallzahlen antisemitischer Diskriminierung und Gewalt stellen Fachkräfte vor die Herausforderung, kompetent auf diese Entwicklungen zu reagieren.
Das Seminar unternimmt eine, die dominantgesellschaftlichen Perspektiven dekonstruierende, Annäherung an Kontinuitäten, Brüche und die Vielgestaltigkeit von Antisemitismus in der postnationalsozialistischen und postmigrantischen deutschen Gegenwartsgesellschaft. Eine reflexive Beschäftigung mit Antisemitismus fördert die Handlungsfähigkeit in kritischen Situationen. Die Teilnehmer*innen werden darin gestärkt, themenbezogene Ambivalenzen zu erkennen, Wissensbestände neu zu ordnen, Praxisansätze weiterzuentwickeln und jüdische Perspektiven auf Antisemitismus einzubeziehen. Das Seminar ist prozesshaft und dialogisch-reflexiv ausgerichtet. Theologische Zugänge und religiöse Fragen sind nicht explizit Gegenstand des Seminares.
Das Seminar ist eine Kooperation zwischen Evangelische Hochschule Freiburg und dem Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK e. V.
Referent*innen: Romina Wiegemann (KOAS) und eine Kollegin von OFEK e.V.
