Workshop »Antisemitismus in Kunst und Kultur«
13. Mai 2026 , 15:00 - 18:00 Uhr
Ort: Potsdam
Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.
Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen und ist auch im universitären Kontext präsent. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologie prägen zudem auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume wie der Kunst- und Kulturbereich. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus in Institutionen führt immer wieder zu problematischen Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive. Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einschließt. Der Workshop bietet interessierten Studierenden der Kulturarbeit die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit zu professionalisieren.
Der Workshop findet in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Punkt.Punkt.Punkt der Fachhochschule Potsdam statt.
Referent*innen: Alexander Vasmer und Lea Güse
