NEU! AKTIF – Professionalisierungsprogramm für Fachkräfte im Umgang mit Antisemitismus in Institutionen

AKTIF ist ein intersektorales Professionalisierungs- und Kooperationsprojekt, das Fachkräfte aus Gedenkstättenarbeit, politischer Bildung, Zivilgesellschaft sowie aus schulischen, außerschulischen und universitären Bildungskontexten adressiert. Das Projekt hat eine zweijährige Laufzeit (2026–2027) und wird in Kooperation mit dem Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Universität Tübingen sowie OFEK Baden-Württemberg in Stuttgart, Freiburg und Tübingen umgesetzt. Gefördert wird das Projekt durch die Baden-Württemberg Stiftung.

In (selbst-)reflexiv und institutionsbezogen konzipierten Qualifizierungs- und Dialogformaten entwickeln Teilnehmende aus verschiedenen Sektoren fachlich fundierte Handlungssicherheit im Umgang mit Antisemitismus. Im Fokus stehen (berufs-)biografische Annäherungen an (institutionellen) Antisemitismus, Fall- und Praxisreflexionen, Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung sowie die Entwicklung nachhaltiger Strukturen und Schutzkonzepte. 

Bei der Umsetzung des Projekts wird das KOAS auf langjährige Erfahrungen in der Konzeption, Durchführung und Implementierung vergleichbarer Programme sowie auf erprobte methodisch-didaktische Ansätze (u.a. den ACT-Ansatz) zurückgreifen. Das KOAS wird im Rahmen des Projekts die dreiteilige Qualifizierungsreihe sowie einen der drei geplanten Fachdialoge konzipieren und umsetzen. Gemeinsam mit OFEK e.V. und dem IRex werden zum Projektabschluss ein Fachtag durchgeführt sowie ein Qualitätspapier erarbeitet.

Die Ausschreibung der Maßnahmen wird in Kürze bekanntgegeben.

Bundesweite KOVA-Tagung »​Historische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz – Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus an Gedenkstätten und Erinnerungsorten«​​

Datum: ​09.09.2026, 09:30 – 17:00 Uhr

Ort: ​Essen, NRW

Anmeldung

Programm

Flyer

Gedenkstätten der nationalsozialistischen Massenverbrechen sind wichtige Orte historisch-politischer Bildung. Sie bewahren die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und vermitteln Wissen über die Shoa. Doch auch diesen Orten werden antisemitische Strukturen sichtbar. Nicht erst, aber insbesondere seit dem 7. Oktober 2023 ist auch eine deutliche Zunahme antisemitischer Angriffe zu verzeichnen. Wie können Gedenkstätten und Museen mit diesen Entwicklungen umgehen? Welche Handlungsspielräume gibt es für die Institutionen und die einzelnen Mitarbeiter*innen? Die bundesweite Fachtagung bringt Akteur*innen aus Gedenkstättenarbeit, Wissenschaft, Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu analysieren und Perspektiven für den Umgang mit Antisemitismus an Erinnerungsorten zur Geschichte des Nationalsozialismus zu diskutieren. 
Romina Wiegemann, Leitung Pädagogik und Bildungsprogramme, moderiert die Fachtagung. Auf dem ersten Panel diskutiert sie gemeinsam mit Kolleg*innen von der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz die Chancen und Hürden bei der Entwicklung antisemitismuskritischer Zugänge an Gedenkstätten. Das KOAS wird zudem einen Austauschraum zu Qualitätsmerkmalen antisemitismuskritischer Bildung in Gedenkstätten anbieten. In dem Workshop wird unter Einbezug aktueller Forschungsergebnisse durch einen selbst- und gesellschaftsreflektierenden Zugang die eigene Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im pädagogischen Umgang mit Antisemitismus an Gedenkstätten gestärkt. 

Die Fachtagung des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus (KOVA) wird vom Anne Frank Zentrum und dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) durchgeführt in Kooperation mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte in NRW e.V.. Die Tagung findet mit Unterstützung der Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur statt.​ 

Referent*innen: ​Romina Wiegemann, Lea Güse und Alexander Vasmer​ 

Stellenausschreibung: Werkstudent*in (m/w/d) Öffentlichkeitsarbeit &Digitale Infrastruktur

Ort: Berlin 

Umfang: 20 Stunden/Woche 

Wer sind wir? 

Das Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) ist ein bundesweit tätiges Institut mit Sitz in Berlin, das Projekte und Programme im Bereich antisemitismuskritischer Bildung und Forschung entwickelt und umsetzt. Hervorgegangen aus einer 2007 gegründeten Fachstelle in Thüringen, wurde das KOAS 2024 als Institut in Trägerschaft der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. in Berlin etabliert. 

Seit der Gründung koordiniert und konzipiert das KOAS Bildungsprojekte und Netzwerke, entwickelt innovative Bildungsprogramme, fördert fachlichen Austausch, qualifiziert und begleitet Prozesse der antisemitismuskritischen Organisationsentwicklung und berät fachpolitische Entscheidungsträger*innen. Seit 2017 forscht das KOAS zu Antisemitismus in institutionellen und gesellschaftlichen Kontexten.   

Seit 2025 ist das KOAS zudem Partner im Kooperationsverbund Antisemitismus (KOVA), der im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert wird.   

Wen suchen wir? 

Zur Unterstützung unseres Teams suchen wir eine*n engagierte*n Werkstudent*in, die*der Interesse hat, an Öffentlichkeitsarbeit, digitalen Arbeitsprozessen und technischen Fragestellungen mitbringt. Die Stelle verbindet Kommunikationsarbeit mit der Betreuung unserer digitalen Infrastruktur und bietet vielfältige Möglichkeiten, eigene Kompetenzen weiterzuentwickeln. 

Deine Aufgaben: 

In der Öffentlichkeitsarbeit: 

  • Erstellung und Aufbereitung von Inhalten für Social Media 
  • Pflege und redaktionelle Betreuung unserer WordPress-Website  
  • Gestaltung und Aktualisierung von Vorlagen (z. B. PowerPoint-Präsentationen, Briefpapier)  
  • Unterstützung beim Versand unseres Newsletters sowie Pflege der Mailchimp-Kontakte  

Digitale Infrastruktur & IT: 

  • Unterstützung bei der Administration unserer digitalen Arbeitsumgebung (Microsoft 365 und IONOS)  
  • Verwaltung von Nutzer*innenkonten, Berechtigungen und Lizenzen  
  • Einrichtung und Konfiguration von Arbeitsplätzen sowie Endgeräten für neue Kolleg*innen  
  • Betreuung unserer digitalen Dienste (z. B. Webhosting, Domains, Passwortmanager, TeamUp)  
  • Unterstützung der Kolleg*innen bei technischen Fragestellungen und kleineren Supportanfragen  
  • Mitarbeit an der Weiterentwicklung unserer digitalen Arbeitsprozesse  

Das bringst du mit: 

  • Eingeschriebene*r Student*in der Politikwissenschaft oder eines vergleichbaren Studiengangs mit Bezug zu Antisemitismus, Antisemitismuskritik, Sozialer Arbeit, sowie Kommunikationswissenschaft, Kommunikationsdesign, Medieninformatik, Informatik oder eines vergleichbaren Studiengangs mit Bezug zu Bildung, Kommunikation oder Digitalisierung  
  • Interesse an Themen antisemitismuskritischer Bildungs- und Forschungsarbeit  
  • Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift  
  • Freude am Schreiben, Redigieren und verständlichen Formulieren  
  • Sorgfältige, strukturierte und eigenverantwortliche Arbeitsweise  
  • Sicherer Umgang mit Microsoft 365  
  • Interesse an digitalen Anwendungen sowie die Bereitschaft, dich in neue Systeme und technische Fragestellungen einzuarbeiten  
  • Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Eigeninitiative  
  • Social-Media-Affinität sowie ein Gespür für zielgruppengerechte Kommunikation 

Wünschenswert: 

  • Erste Erfahrungen mit WordPress oder anderen Content-Management-Systemen  
  • Kenntnisse im Umgang mit Mailchimp  
  • Grundkenntnisse in Webhosting, Microsoft 365, Nutzer*innenverwaltung oder IT-Support  
  • Erfahrung mit Grafikprogrammen (z. B. Canva)  

Wir bieten: 

  • Eine abwechslungsreiche Tätigkeit an der Schnittstelle von Wissenschaft, Bildung, Kommunikation und Digitalisierung 
  • Ein engagiertes, offenes und freundliches Team  
  • Flexible Arbeitszeiten, die sich gut mit dem Studium vereinbaren lassen  
  • Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen  
  • Die Chance, sowohl kommunikative als auch technische Kompetenzen weiterzuentwickeln  
  • Eine sinnstiftende Tätigkeit in einem bundesweit tätigen Institut für antisemitismuskritische Bildung und Forschung 

Haben wir dein Interesse geweckt? Dann bewirb Dich jetzt! Sende deine Bewerbungsunterlagen (kurzes Anschreiben, Lebenslauf) bitte an harbi@koas-bildungundforschung.de.  

Bewerbungsfrist: 21.08.2026. 

Wir freuen uns auf deine Bewerbung! 

Ausschreibung Praktikum September bis Dezember 2026

Wer sind wir? 

Das Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) ist ein bundesweit tätiges Institut mit Sitz in Berlin, das Projekte und Programme im Bereich antisemitismuskritischer Bildung und Forschung entwickelt und umsetzt. Hervorgegangen aus einer 2007 gegründeten Fachstelle in Thüringen, wurde das KOAS 2024 als Institut in Trägerschaft der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. in Berlin etabliert. 

Seit der Gründung koordiniert und konzipiert das KOAS Bildungsprojekte und Netzwerke, entwickelt innovative Bildungsprogramme, fördert fachlichen Austausch, qualifiziert und begleitet Prozesse der antisemitismuskritischen Organisationsentwicklung und berät fachpolitische Entscheidungsträger*innen. Seit 2017 forscht das KOAS zu Antisemitismus in institutionellen und gesellschaftlichen Kontexten.   

Seit 2025 ist das KOAS zudem Partner im Kooperationsverbund Antisemitismus (KOVA), der im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert wird.   

Euch erwarten… 

  • spannende Einblicke in den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit als Schnittstelle zu allen Bereichen des KOAS;  
  • Mitarbeit am Ausbau und Pflege unserer Social-Media-Präsenz;  
  • Einblicke in die Organisation und Durchführung von (digitalen) Veranstaltungen;  
  • Hospitation in Workshops, Fortbildungen, Fachgesprächen
  • einen Einblick in die Arbeitsweisen des Forschungs – und des Bildungsbereiches,
  • ein offenes und freundliches Team; 
  • Ein Arbeitsplatz in zentraler Lage in Berlin 

Eure Aufgaben… 

  • die Betreuung und Pflege der Social-Media-Kanäle und des Webauftrittes;  
  • redaktionelle Tätigkeiten, wie das Verfassen von Texten für die digitalen Medien;  
  • Erstellen von Graphiken für die Öffentlichkeitsarbeit via Canva;  
  • Unterstützung bei der Organisation von Veranstaltungen. 

Was solltet ihr mitbringen? 

  • Angefangenes Studium der Politikwissenschaften, Sozialen Arbeit, o.ä.;  
  • Social Media-Affinität und Kreativität; 
  • Eine sehr gute schriftliche Ausdrucksfähigkeit, Teamfähigkeit, Organisationstalent und Flexibilität werden vorausgesetzt. 

Eure Studienordnung schreibt ein Praktikum vor, Ihr habt ggf. bereits Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit gesammelt und interessiert Euch für eine engagierte und motivierte Mitarbeit im Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS), dann bewerbt Euch jetzt! Sendet eure Bewerbungsunterlagen (kurzes Anschreiben, Lebenslauf und Nachweis über Pflichtpraktikum) bitte an harbi[at]koas-bildungundforschung.de

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen! 

Romina Wiegemann zu Gast in der Podcastfolge »Antisemitismuskritische Bildung in der KiTa« (Folge 17)

Romina Wiegemann zu Gast in der Podcastfolge »Antisemitismuskritische Bildung in der KiTa« (Folge 17) im Rahmen des Podcasts »Demokratie und Vielfalt – Alle inklusive? Der KiTa-Podcast«.

Romina Wiegemann, die pädagogische Leitung unseres Bildungsbereiches, spricht mit Katrin Rönicke über Antisemitismus in Kindertagesstätten. Gemeinsam mit Benjamin Rensch-Kruse erörtert sie konkrete Beispiele, Erfahrungen und Studienergebnisse. Dabei gehen sie auf Handlungsmöglichkeiten für pädagogisches Personal, Kita- und Trägerleitungen ein.

Der Podcast ist auf folgenden Plattformen zu finden: Spotify, Youtube, Deezer, AmazonApple Podcast und auf der Projektwebsite der DUVK zu finden. 

Gern verweisen wir hier auf unser Bildungsprogramm zum Thema »Antisemitismus in Kindertagesstätten« – zu finden in der neuen Broschüre der Bildungsprogramme.

Leseempfehlung – Marina Chernivsky (2025) Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung

Leseempfehlung – Marina Chernivsky (2025) Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung, in Profession. Journal für politische Bildung 1/2025, Hrsg. Bundesausschuss politische Bildung, Wochenschau Verlag. S. 50 – 54

Antisemitismuskritische Bildung braucht einen Perspektivwechsel – und Qualitätsmerkmale. Was macht antisemitismuskritische Bildung jedoch aus? Und woran lässt sie sich messen? Antisemitismus ist kein Randphänomen – er wirkt auch im Alltag von Bildungseinrichtungen. Doch allzu oft bleibt Antisemitismus unsichtbar oder wird auf Einzelfälle reduziert. Marina Chernivsky zeigt in ihrem aktuellen Beitrag: Antisemitismuskritische Bildungsarbeit braucht Qualitätsstandards, die genau hier ansetzen.
Die Erfahrungen jüdischer Schüler*innen machen sichtbar, was oft verdrängt wird: Schule ist selten ein sicherer Ort. Sie berichten von Beschimpfungen, Bedrohungen und institutioneller Ignoranz – bis hin zur Verleugnung jüdischer Präsenz durch Lehrkräfte. 
Antisemitismuskritische Bildung muss daran gemessen werden, ob sie diese Realitäten anerkennt und ihnen begegnet – strukturell, reflexiv und professionell. Dazu gehört: Räume für Selbstreflexion zu schaffen, antisemitische Reproduktionen zu stoppen, Emotionen zu adressieren und jüdische Perspektiven einzubeziehen. Antisemitismuskritische Bildung braucht Qualitätsmerkmale – und die Bereitschaft, das eigene pädagogische Handeln daran zu prüfen.

Neuer Internetauftritt des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus (KOVA)

Der Kooperationsverbund gegen Antisemitismus (KOVA) hat seine neue Internetseite veröffentlicht. Unter www.kooperationsverbund-gegen-antisemitismus.de sind aktuelle Angebote der sechs beteiligten jüdischen und nicht-jüdischen Organisationen gebündelt auffindbar: Die Angebote umfassen antisemitismuskritische Bildung, Unterstützung von Betroffenen und Fachkräften, Begegnungsformate sowie die Forschung und die Erfassung von antisemitischen Vorfällen. Ein inhaltlicher Fokus liegt auf den Bedarfen von Fachkräften im Bereich Gedenkstätten, Hochschule, Schule, Justiz und Verwaltung sowie von Personen, die von Antisemitismus betroffen sind.

Seit Beginn des Jahres 2025 ist das KOAS Partner im Kooperationsverbund gegen Antisemitismus. Der Kooperationsverbund ist ein Zusammenschluss aus sechs bundesweit tätigen Organisationen im Themenfeld der antisemitismuskritischen Bildung, Forschung und Erfassung von antisemitischen Vorfällen. Er besteht aus dem Anne Frank Zentrum e. V., der Bildungsstätte Anne Frank e. V., dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e. V. (RIAS Bund), dem Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS), der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus – KIgA e. V. und dem Zentralrat der Juden in Deutschland K.d.ö.R.

Der Kooperationsverbund wird im Bundesprogramm »Demokratie leben!« des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Fortbildungsreihe mit der PEP in Thüringen

Rückblick: Fortbildungsreihe mit der PEP in Thüringen

Termine: August 2025 – Februar 2026   

Ort: Thüringen 

Mit dem Abschluss von insgesamt zehn Fortbildungen in unterschiedlichen Landespolizeiinspektionen Thüringens endet die erste Veranstaltungsreihe zum Umgang mit Antisemitismus in der polizeilichen Praxis. Die Reihe wurde in enger Zusammenarbeit mit der Stabstelle Polizeiliche Extremismusprävention (PEP) umgesetzt und in verschiedenen Regionen des Freistaats durchgeführt. Die hohe Teilnahmebereitschaft, die konzentrierte Arbeitsatmosphäre sowie die differenzierten fachlichen Rückmeldungen der Teilnehmenden unterstreichen die Relevanz des Themas für die polizeiliche Praxis.  
Im Fokus der Fortbildungen standen die Auseinandersetzung mit aktuellen Dimensionen des Antisemitismus, der professionelle Umgang mit antisemitischen Vorfällen im Einsatz sowie die konsequente Einbeziehung der Betroffenenperspektive. Thematisiert wurden auch Fragen der Einordnung, Erfassung und Einordnung antisemitischer Straftaten. Anhand praxisnaher Fallbeispiele wurden Handlungssicherheit und Sensibilität im Umgang mit Betroffenen gestärkt. Gleichzeitig boten die Veranstaltungen Raum für die kritische Reflexion eigener Routinen, institutioneller Rahmenbedingungen und professioneller Selbstverständnisse.  
Der Umgang mit Antisemitismus berührt Fragen staatlicher und institutioneller Verantwortung und demokratischer Selbstverpflichtung gleichermaßen. Die Zusammenarbeit mit der PEP Thüringen verdeutlicht, wie antisemitismuskritische Expertise kontinuierlich in polizeiliche Bildungsprozesse eingebunden und strukturell gestärkt werden kann. Diesen Weg werden wir gemeinsam weitergehen. 

Diese Fortbildungsreihe fand in Kooperation mit dem Thüringer Ministerium für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung – Stabsstelle Polizeiliche Extremismusprävention statt. 

Referent*innen: Vera Katona, Judith Steinkühler (KOAS)