Blockseminar »Diversitätsorientierung in Schule, Kita, Jugend- und Sozialarbeit« (Modul 5)

Zeiten: Freitag 12-19 Uhr, Samstag 10 – 18:00 Uhr (bei allen Modulen) 

1. Modul: 11./12.04.2025
2. Modul: 16./17.05.2025
3. Modul: 23.05./24.05.2025
4. Modul: 20./21.06.2025  
5. Modul: 11./12.07.2025

Anmeldung:  Das Angebot richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften, sowie Studierende mit Lehramtsoption. Die Anmeldung erfolgt über Friedolin, die Seminarverwaltung der FSU. 

Wir leben in einer Post-Migrationsgesellschaft mit einer großen Bandbreite an Religionen, Weltanschauungen, Sprachen, Identitäten und soziokulturellen Hintergründen. Diese Diversität geht mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und Spannungsfeldern einher, die sich bis hin zu offenen Diskriminierungen und sogar Gewalt gegen Minderheiten verschärfen können. Das haben u.a. der antisemitische Terroranschlag von Halle im Oktober 2019 und die rassistischen Morde von Hanau im Februar 2020 mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt.    

Diese Situation stellt auch Professionelle in pädagogischen Berufen sowie in der Jugend- und Sozialarbeit vor die Herausforderung, Diskriminierung vorzubeugen bzw. auf diskriminierende Vorkommnisse in ihrer Praxis kompetent zu reagieren. Zentrales Ziel ist dabei die Etablierung eines diskriminierungskritischen, differenzsensiblen und bestärkenden Lern- und Lebensumfeldes für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig von Religion, Herkunft, ökonomischen Ressourcen, psychischer und körperlicher Verfassung, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung. In dem Kontext spielen auch Themen wie Integration und Inklusion im Sinne einer Teilhabekultur eine zentrale Rolle.   

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich intensiv und umfassend mit den genannten Themenfeldern auseinanderzusetzen und zielt auf die Entwicklung und Einübung diskriminierungskritischer Haltungen sowie praxisrelevanter Kompetenzen im Umgang mit Diversität und politisch veränderten Realitäten in der Schule, anderen pädagogischen Einrichtungen sowie der Jugend- und Sozialarbeit. Die daraus resultierenden Fragen, Anliegen und Bedarfslagen der Teilnehmenden stehen dabei im Mittelpunkt.    

DIE SEMINARMODULE   

  • leiten individuelle Reflexionsprozesse an,   
  • bieten Raum für Austausch und Praxisanalyse,    
  • geben Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung und Praxis zu Diskriminierungskritik und diversitätsorientierter Bildung und Erziehung   
  • befähigen zum kritischen Umgang mit gesellschaftlichen Ungleichwertigkeitsstrukturen, insbesondere zum Erkennen aktueller Formen von Rassismus und Antisemitismus   
  • geben Orientierung bei aktuellen Diskursen,   
  • begleiten bei der Entwicklung von tragfähigen Handlungskonzepten und Antidiskriminierungsstrategien für die pädagogische und erzieherische Praxis.   

Die Veranstaltung versteht sich nicht als Empowerment-Angebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen.   

CURRICULUM   

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der einzelnen Module ist bedarfsorientiert und gruppenbezogen. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Seminarleitung hält sich und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen und Anliegen zu folgen und sie ins Curriculum zu integrieren.    

  1. Modul: Was ist Diversität? Dimensionen von Diversität   
  2. Modul: Was ist Diskriminierung? Mechanismen, Funktionen, Umgangsstrategien   
  3. Modul: Ungleichheitsverhältnisse sowie gruppenbezogene Abwertung, u.a. diskriminierende Sprache   
  4. Modul: Hass- und Strukturphänomene am Beispiel von aktuellem Antisemitismus   
  5. Modul: Leitfaden für Diversitätsorientierung im schulischen Kontext, Prävention und Intervention   

ANSATZ    

Das Seminar basiert auf zwei einschlägigen Ansätzen. Der projekteigene Dialogische Reflexionsansatz (Chernivsky, Perspektivwechsel 2014) sowie der Anti-Bias-Ansatz (Derman-Sparks 1980) stellen hierfür die inhaltliche und methodische Grundlage dar. Die dialogische Ausrichtung der Fortbildungsmodule macht diese zu einem innovativen und wirkungsvollen Analyse- und Handlungskonzept. Überlegungen zu spezifischer Prävention sowie reaktive Interventionsverfahren und Krisenmanagement nach Vorfällen sind ebenfalls Teil des Programms. Gruppendynamische Interaktionsformen im Seminarraum haben einen hohen Stellenwert und beinhalten zum Teil Elemente der Beratung und Supervision entlang der Fragen und Anliegen der Teilnehmenden. Im Seminar kommen u.a. folgende Methoden zum Einsatz: Gruppenarbeit, Aufstellungen, Thesendiskussionen, kollegiale Fallberatung, systemische Praxisanalyse(n).  

Die Seminarreihe ist eine Kooperation der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung & Forschung. 

Referent*innen: Judith Steinkühler und Henning Gutfleisch (Kompetenzzentrum)

Podiumsgespräch mit Romina Wiegemann im Rahmen der Vorstellung der neuen Handreichung des ANOHA

Anmeldung: veranstaltung@annefrank.de   bis 22.06.2025

Links zur Veranstaltung

Im Rahmen der Veranstaltung diskutieren unsere pädagogische Leitung Romina Wiegemann mit anderen Expert*innen wie u.a. Dr. Ane Kleine-Engel (Leiterin des ANOHA) über zentrale Inhalte der neuen Publikation »Gegen Antisemitismus – Impulse für Fairness und ein gutes Miteinander« des ANOHA – der Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum, aber auch über Herausforderungen, die mit Antisemitismus in Kindertagesstätten verbunden sind.   

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum und dem ANOHA – die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin als Teil der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.  

Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)  

Workshop »Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika«

Anmeldung: ist für Menschen im Netzwerk der LNBE möglich. 

Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und die Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf.  

Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen und aktuellen Verschränkungen lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Unser Workshop bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.  

Der Workshop wird vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit OFEK e.V., der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung und des Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin (LNBE) umgesetzt. Ermöglicht wird die Workshopsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.  

Referent*innen: Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (Kompetenzzentrum)

Workshop »Shoah und Nationalsozialismus – ein Thema in der Grundschule«

Anmeldung

Seit Jahrzehnten wird immer wieder darüber diskutiert, ob Shoah und Nationalsozialismus Themen für den Grundschulunterricht sind. Mittlerweile empfehlen unterschiedliche Fachdisziplinen eine Auseinandersetzung mit Shoah und Nationalsozialismus ab der 3. Klasse. Zugleich zeigen u.a.Erfahrungen aus der antisemitismuskritischen Bildungs- und Beratungspraxis, wie das kollektive Erbe auch in der Grundschule spezifisch weiterwirkt und die Einrichtungen vor pädagogische und institutionelle Herausforderungen stellt. Der Workshop sensibilisiert für die Notwendigkeit einer antisemitismuskritischen Shoah Education in der Grundschule und setzt Impulse für eine grundlegende pädagogische Kompetenzentwicklung seitens der Lehrkräfte. 

Das Workshop richtet sich vor allem an Lehrkräfte (1.- 6. Klasse), Schulsozialarbeiter*innen und pädagogisch Beschäftigte in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit. Es findet auf Einladung des DGB-Bildungswerks NRW e.V. in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Mülheim an der Ruhr statt. 

Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung. Eine Anmeldung ist nicht möglich. 

Antisemitismus tritt als gesamtgesellschaftliches Problem in diversen Sozialräumen auf. Dabei überlagern gewaltförmige Aggressionen gegen Juden_Jüdinnen zunehmend subtilere Formen. Gleichwohl folgen auf antisemitische Handlungen oftmals Bagatellisierungen von Seiten der nichtjüdischen Mehrheit und Interventionen bleiben häufig aus. Auch in Bezug auf die Relevanz des Themas besteht eine Perspektivendivergenz (Antisemitismusbericht 2017) zwischen den Wahrnehmungen jener, die von Antisemitismus betroffen sind, und denjenigen, die es nicht sind. Der Workshop thematisiert Antisemitismus als Erfahrung und Struktur vor dem Hintergrund der Wirkungsgeschichte des Nationalsozialismus und der Schoah, um seine aktuellen Formen in seiner tieferen Struktur begreifbar zu machen.  

Der Workshop findet im Rahmen einer Exkursion des zweisemestrigen Hochschullehrgangs »Nationalsozialismus, Antisemitismus und Holocaust – Geschichte und Aktualität« der Pädagogischen Hochschule Tirol statt. Er wurde in Kooperation mit dem OeAD-Programm ERINNERN:AT (Netzwerk Tirol) entwickelt und richtet sich an Lehrpersonen der Mittelschulen, der Berufsschulen und der Polytechnischen Schulen. Der Lehrgang liefert fachdidaktisches und inhaltliches Basiswissen zu den Themen jüdisches Leben in Tirol, Terror und Verfolgung, Widerstand und Erinnerungskultur. Er bietet eigene Lernerfahrungen durch den Besuch historischer Orte, wie der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Auf der dreitägigen Berlin-Exkursion wird unter anderem die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz besucht. Der Hochschullehrgang stellt unterschiedliche Lernmaterialien und Lernsituationen vor, um Möglichkeiten eines zeitgemäßen Unterrichts zu Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus aufzuzeigen. 

Der Workshop findet auf Einladung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz statt, in Kooperation mit erinnern.at und der Pädagogischen Hochschule Tirol

Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus in Kunst und Kultur«

Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Eine Anmeldung ist leider nicht möglich. 

Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen, so auch in Kunst und Kultur. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologie prägen daher auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus in Institutionen führt immer wieder zu problematischen Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive. Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einschließt. Das Bildungsprogramm »Antisemitismus in Kunst und Kultur« bietet Interessierten aus dem Tätigkeitsfeld die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit zu professionalisieren. 

Der Workshop findet in Kooperation mit dem Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamts Pankow von Berlin statt. 

Referent*innen: Alexander Vasmer und Lea Güse Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus professionell begegnen«

Anmeldung: Der Workshop richtet sich an pädagogische Fachkräfte aller Schultypen Berlins. Eine Anmeldung ist möglich über: https://www.gew-berlin.de/veranstaltungen/detailseite/antisemitismus-profssionell-begegnen  

»Erkennen Sie Antisemitismus?« »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?« »Welche Möglichkeiten haben Sie als pädagogische Fachkraft, mit antisemitischen Sprachhandlungen und Übergriffen in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«  

In Situationen, in denen der im Bildungswesen strukturell verankerte Antisemitismus sich manifestiert, fühlen sich Lehr- und Fachkräfte häufig überfordert. Es bestehen Unsicherheiten, Antisemitismus zu erkennen, ihn einzuordnen und zu benennen. Darüber hinaus tauchen Fragen nach einem angemessenen Umgang mit Antisemitismus auf, wie reagiere ich auf antisemitisch handelnde Personen, wie berücksichtige ich die Perspektiven Betroffener?  

Unser Workshop »Antisemitismus professionell begegnen« bietet den Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart antisemitischer Strukturen und schafft Raum für Selbst- und Praxisreflexion. Ziel der Fortbildung ist es, die Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungssicherheit im Umgang mit Antisemitismus im eigenen Berufsalltag zu stärken. Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsmöglichkeiten, die von Lehr- und Fachkräften, Schulleitungen oder ganzen Kollegien ergriffen werden können. Zudem werden Ansätze einer antisemitismuskritischen Organisationsentwicklung thematisiert.  

Der Workshop wird vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit der Beratungsstelle OFEK Berlin und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin durchgeführt. Ermöglicht wird der Workshop durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.  

Referent*innen: Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (Kompetenzzentrum)

Vortrag »Antisemitismus erkennen. Haltung zeigen. Räume schützen«

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis 04.06.2025 per E-Mail an gender-diversity@fh-erfurt.de mit Ihrer Hochschul-Mailadresse an, um den Zugangslink zu erhalten.  

Link zum Programm der Diversity-Tage 

Antisemitismus ist kein Randphänomen, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem – sichtbar auch im Hochschulkontext. Spätestens seit den Ereignissen vom 7. Oktober 2023 ist deutlich geworden, wie schnell sich Polarisierung, Hass und Unsicherheit in den Alltag einschreiben. Doch wie zeigt sich Antisemitismus an Hochschulen konkret? Welche Ausdrucksformen nimmt er an – subtil oder offen? Und vor allem: Wie können wir ihm aktiv entgegentreten? 

Der digitale Vortrag von Marina Chernivsky bietet eine fundierte Einführung in die Thematik. Er sensibilisiert für antisemitische Denk- und Handlungsmuster im Hochschulalltag und lädt dazu ein, gemeinsam Strategien des Widerspruchs, der Haltung und des solidarischen Handelns zu entwickeln. Im Anschluss ist Raum für kritische Reflexion und offene Diskussion. 

Diese Veranstaltung wird organisiert durch den Service Gender und Diversity der Fachhochschule Erfurt. 

Referent*in: Marina Chernivsky (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus im Kontext Schule«

Anmeldung: ist bis zum 04.06.2025 möglich.

Links zur Veranstaltung

Die Diskussion um Antisemitismus an Schulen steht meistens im Zusammenhang mit medial geführten Debatten um einzelne schulische Vorfälle. Dabei werden vornehmlich Schüler*innen in den Fokus gerückt. Allerdings sind auch Lehrer*innen an der Reproduktion von Antisemitismus maßgeblich beteiligt. Die Bandbreite der von Betroffenen wie auch von Lehrkräften geschilderten antisemitischen Dispositionen reichen von Andeutungen, Zuschreibungen, (verbalen) Übergriffen bis hin zu psychischer und physischer Gewalt, Benachteiligung, Diskriminierung und institutionellem Antisemitismus (vgl. Chernivsky / Lorenz-Sinai 2024). 

Lehrkräfte sind daher gefordert, auf die gewaltförmige Struktur des Antisemitismus zu reagieren und wirksam zu handeln. 

Der Workshop bietet Impulse

  • um Antisemitismus zu reflektieren und im Schulalltag zu erkennen, 
  • Möglichkeiten, darauf zu reagieren, 
  • und Antisemitismuskritik als Teil professioneller pädagogischer Haltung zu verankern. 

Der Workshop findet auf Einladung von WIENXTRA-Schulevents statt. 

Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus im Kontext Schule – Herausforderungen und Strategien zum Umgang«

Anmeldung: bis zum 20.05.2025 über Eveeno: https://eveeno.com/342956714

Die Diskussion um Antisemitismus an Schulen steht meistens im Zusammenhang mit medial geführten Debatten um einzelne schulische Vorfälle. Dabei werden vornehmlich Schüler*innen in den Fokus gerückt. Allerdings sind auch Lehrkräfte an der Reproduktion von Antisemitismus maßgeblich beteiligt. Die Bandbreite der von Betroffenen wie auch von Lehrkräften geschilderten antisemitischen Dispositionen reichen von Andeutungen, Zuschreibungen, (verbalen) Übergriffen bis hin zu psychischer und physischer Gewalt, Benachteiligung, Diskriminierung und institutionellem Antisemitismus (vgl. Chernivsky/Lorenz-Sinai 2024). Lehrkräfte sind daher gefordert, auf die gewaltförmige Struktur des Antisemitismus zu reagieren und wirksam zu handeln.
Dieser Workshop unterstützt Lehramtsstudierende und Lehrkräfte bei der Entwicklung und Umsetzung von wirksamen Ansätzen im Umgang mit Antisemitismus an Schulen. Die Teilnehmenden werden in die Grundprinzipien antisemitismuskritischer Bildung eingeführt und entwickeln in selbstreflexiven Phasen und anhand von Fallbeispielen ihre pädagogischen Strategien und Interventionen weiter.

Eine Veranstaltung von UMRdivers am ZfL und der Stabsstelle Antidiskriminierung und Diversität (ADiS), unterstützt aus QuiS Sondermitteln zur Antisemitismusprävention des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.
Die Veranstaltung wird über die Hessische Lehrkräfteakademie als Fortbildung akkreditiert. 

Referent*in: Jana Scheuring (Kompetenzzentrum)