Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.
Ob Shoah und Nationalsozialismus Themen für den Grundschulunterricht sind, wird seit Jahrzehnten immer wieder diskutiert. Der Workshop greift diese Frage aus antisemitismuskritischer Perspektive auf und ergänzt sie um Erfahrungen und Perspektiven von Grundschüler*innen mit jüdischen Familienbiografien. Zugleich werden Herausforderungen und Potenziale einer antisemitismuskritischen Shoah Education in der Grundschule eruiert und Ansätze für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern reflektiert.
Der Workshop findet in Kooperation mit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Arbeitsstelle für Ev. Religionsunterricht West statt.
Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)
Daten:
10.11.2024, 09:00 – 17:00 Uhr
11.01.2025, 9:00 – 13.00 Uhr
Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich.
Zielgruppe: Das Seminar ist ein Angebot für Studierende der Sozial- und Religionspädagogik an der Evangelischen Hochschule Freiburg.
Antisemitische Ressentiments sind in der gesamten Gesellschaft tief verankert. Ideologische Versatzstücke ziehen sich – teils diffus, teils deutlich ausgeprägt – durch alle gesellschaftlichen Strukturen. Zugleich herrscht dominanzgesellschaftlich ein historisierender, tabuisierender und verrätselnder Blick auf Antisemitismus vor, er gilt als schwer greifbares oder in erster Linie erinnerungspolitisches Problem.
Dem gegenüber steht die Erfahrung von Jüdinnen_Juden. Für viele ist Antisemitismus alltagsprägend. Die Perspektive der Betroffenen offenbart eine Diskriminierungs- und Gewaltordnung von ungebrochener Aktualität. Steigende Fallzahlen antisemitischer Diskriminierung und Gewalt stellen Fachkräfte vor die Herausforderung, kompetent auf diese Entwicklungen zu reagieren.
Das Seminar unternimmt eine, die dominanzgesellschaftlichen Perspektiven dekonstruierende, Annäherung an Kontinuitäten, Brüche und die Vielgestaltigkeit von Antisemitismus in der postnationalsozialistischen und postmigrantischen deutschen Gegenwartsgesellschaft. Eine reflexive Beschäftigung mit Antisemitismus fördert die Handlungsfähigkeit in kritischen Situationen. Die Teilnehmer*innen werden darin gestärkt, themenbezogene Ambivalenzen zu erkennen, Wissensbestände neu zu ordnen, Praxisansätze weiterzuentwickeln und jüdische Perspektiven auf Antisemitismus einzubeziehen. Das Seminar ist prozesshaft und dialogisch-reflexiv ausgerichtet.
Das Seminar findet in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Freiburg und OFEK e.V. statt.
Referent*innen: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum) und eine Kollegin von OFEK e.V.