Fünfteilige offene Workshopreihe »Antisemitismus professionell begegnen« (2. Workshop)

Termine:   Auftaktveranstaltung: Freitag, den 11. Juli, 09.00 – 11.00 Uhr   
1. Workshop: Dienstag, den 09. September, 09.00 – 12.00 Uhr     
2. Workshop: Dienstag, den 30. September, 09.00 – 12.00 Uhr     
3. Workshop: Dienstag, den 04. November, 09.00 – 12.00 Uhr     
4. Workshop: Dienstag, den 09. Dezember, 09.00 – 12.00 Uhr  
5. Workshop: Dienstag, den 13. Januar, 09.00 – 12.00 Uhr.     

Zielgruppe: (Vor allem) Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Treptow-Köpenick. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, öffnen wir die Anmeldung auch gerne für alle Interessierten außerhalb der Verwaltung. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. 

Anmeldung: ist über den Beauftragten für Antisemitismusprävention im Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Herrn Arie Shulov, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldung per E-Mail an: Arie.Shulov@ba-tk.berlin.de.

Anerkennung und Freistellung: Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie als Verwaltungskraft, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«

Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe bietet Unterstützung beim Einüben eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus.

Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 9.00 – 12.00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.

Auftaktveranstaltung: (11.07.2025):

Gemeinsam wollen wir uns über Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus austauschen. Es wird auch Raum geben, eigene Erfahrungen und Fragen an das Thema einzubringen, persönliche Bezüge zu Antisemitismus zu reflektieren und individuelle Bedarfe zu eruieren. Ferner stellen wir den Aufbau und die Inhalte der Fortbildungsreihe ausführlich vor und besprechen dies gemeinsam.

1. Was ist Antisemitismus? (09.09.2025): 

Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus. 

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (30.09.2025): 

Was spricht dagegen, Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.       

3. Israelbezogener Antisemitismus (04.11.2025)  

Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unser dritter Workshop lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.   

4. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (09.12.2025):     

Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider und wirft die Frage eines Umgangs damit auf.  

Die Auseinandersetzung mit Handlungsoptionen seitens der Mitarbeitenden ist in dieser Hinsicht von Bedeutung. Zugleich braucht es in Institutionen aber mehr als die individuelle Ebene um antisemitischen Strukturen zu begegnen. Die antisemitismuskritische Überprüfung von Routinen und Verfahrensweisen sowie die Entwicklung angemessener Beschwerdestrukturen bilden zentrale Bausteine für einen wirksamen Umgang mit Antisemitismus in Institutionen. Welche grundlegenden Voraussetzungen müssen auf institutioneller Ebene geschaffen werden? Und gibt es in der eigenen Institution ggf. bereits Verfahren und Instrumente, die um eine antisemitismuskritische Perspektive erweitert werden müssen? 

5. Wie reagiere ich bei antisemitischen Manifestationen? (13.01.2026)     

Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten und Betroffenen. Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich auch in diesem abschließenden Workshop der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller Ebene widmen.   

Die Workshops werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit der Beratungsstelle OFEK Berlin sowie dem Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirks Treptow-Köpenick umgesetzt. Ermöglicht wird die Workshopreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).   

Referentinnen: Beate Klammt, Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (Kompetenzzentrum)

Fünfteilige offene Workshopreihe »Antisemitismus professionell begegnen« (1. Workshop)

Termine:   Auftaktveranstaltung: Freitag, den 11. Juli, 09.00 – 11.00 Uhr 
1. Workshop: Dienstag, den 09. September, 09.00 – 12.00 Uhr     
2. Workshop: Dienstag, den 30. September, 09.00 – 12.00 Uhr     
3. Workshop: Dienstag, den 04. November, 09.00 – 12.00 Uhr     
4. Workshop: Dienstag, den 09. Dezember, 09.00 – 12.00 Uhr  
5. Workshop: Dienstag, den 13. Januar, 09.00 – 12.00 Uhr.     

Zielgruppe: (Vor allem) Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Treptow-Köpenick. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, öffnen wir die Anmeldung auch gerne für alle Interessierten außerhalb der Verwaltung. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. 

Anmeldung: ist über den Beauftragten für Antisemitismusprävention im Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Herrn Arie Shulov, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldung per E-Mail an: Arie.Shulov@ba-tk.berlin.de.

Anerkennung und Freistellung: Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie als Verwaltungskraft, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«

Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe bietet Unterstützung beim Einüben eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus.

Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 9.00 – 12.00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.

Auftaktveranstaltung: (11.07.2025):

Gemeinsam wollen wir uns über Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus austauschen. Es wird auch Raum geben, eigene Erfahrungen und Fragen an das Thema einzubringen, persönliche Bezüge zu Antisemitismus zu reflektieren und individuelle Bedarfe zu eruieren. Ferner stellen wir den Aufbau und die Inhalte der Fortbildungsreihe ausführlich vor und besprechen dies gemeinsam.

1. Was ist Antisemitismus? (09.09.2025): 

Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus. 

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (30.09.2025): 

Was spricht dagegen, Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.       

3. Israelbezogener Antisemitismus (04.11.2025)  

Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unser dritter Workshop lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.   

4. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (09.12.2025):     

Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider und wirft die Frage eines Umgangs damit auf.  

Die Auseinandersetzung mit Handlungsoptionen seitens der Mitarbeitenden ist in dieser Hinsicht von Bedeutung. Zugleich braucht es in Institutionen aber mehr als die individuelle Ebene um antisemitischen Strukturen zu begegnen. Die antisemitismuskritische Überprüfung von Routinen und Verfahrensweisen sowie die Entwicklung angemessener Beschwerdestrukturen bilden zentrale Bausteine für einen wirksamen Umgang mit Antisemitismus in Institutionen. Welche grundlegenden Voraussetzungen müssen auf institutioneller Ebene geschaffen werden? Und gibt es in der eigenen Institution ggf. bereits Verfahren und Instrumente, die um eine antisemitismuskritische Perspektive erweitert werden müssen? 

5. Wie reagiere ich bei antisemitischen Manifestationen? (13.01.2026)     

Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten und Betroffenen. Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich auch in diesem abschließenden Workshop der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller Ebene widmen.   

Die Workshops werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit der Beratungsstelle OFEK Berlin sowie dem Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirks Treptow-Köpenick umgesetzt. Ermöglicht wird die Workshopreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).   

Referentinnen: Beate Klammt, Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (Kompetenzzentrum)

Auftaktveranstaltung: Fünfteilige offene Workshopreihe »Antisemitismus professionell begegnen«

Termine:   Auftaktveranstaltung: Freitag, den 11. Juli, 09.00 – 11.00 Uhr   
1. Workshop: Dienstag, den 09. September, 09.00 – 12.00 Uhr     
2. Workshop: Dienstag, den 30. September, 09.00 – 12.00 Uhr     
3. Workshop: Dienstag, den 04. November, 09.00 – 12.00 Uhr     
4. Workshop: Dienstag, den 09. Dezember, 09.00 – 12.00 Uhr  
5. Workshop: Dienstag, den 13. Januar, 09.00 – 12.00 Uhr.     

Zielgruppe: (Vor allem) Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Treptow-Köpenick. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, öffnen wir die Anmeldung auch gerne für alle Interessierten außerhalb der Verwaltung. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. 

Anmeldung: ist über den Beauftragten für Antisemitismusprävention im Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Herrn Arie Shulov, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Anmeldung per E-Mail an: Arie.Shulov@ba-tk.berlin.de.

Anerkennung und Freistellung: Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie als Verwaltungskraft, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«

Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe bietet Unterstützung beim Einüben eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus.

Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 9.00 – 12.00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.

Auftaktveranstaltung: (11.07.2025):

Gemeinsam wollen wir uns über Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus austauschen. Es wird auch Raum geben, eigene Erfahrungen und Fragen an das Thema einzubringen, persönliche Bezüge zu Antisemitismus zu reflektieren und individuelle Bedarfe zu eruieren. Ferner stellen wir den Aufbau und die Inhalte der Fortbildungsreihe ausführlich vor und besprechen dies gemeinsam.

1. Was ist Antisemitismus? (09.09.2025): 

Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus. 

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (30.09.2025): 

Was spricht dagegen, Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.       

3. Israelbezogener Antisemitismus (04.11.2025)  

Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unser dritter Workshop lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.   

4. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (09.12.2025):     

Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider und wirft die Frage eines Umgangs damit auf.  

Die Auseinandersetzung mit Handlungsoptionen seitens der Mitarbeitenden ist in dieser Hinsicht von Bedeutung. Zugleich braucht es in Institutionen aber mehr als die individuelle Ebene um antisemitischen Strukturen zu begegnen. Die antisemitismuskritische Überprüfung von Routinen und Verfahrensweisen sowie die Entwicklung angemessener Beschwerdestrukturen bilden zentrale Bausteine für einen wirksamen Umgang mit Antisemitismus in Institutionen. Welche grundlegenden Voraussetzungen müssen auf institutioneller Ebene geschaffen werden? Und gibt es in der eigenen Institution ggf. bereits Verfahren und Instrumente, die um eine antisemitismuskritische Perspektive erweitert werden müssen? 

5. Wie reagiere ich bei antisemitischen Manifestationen? (13.01.2026)     

Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten und Betroffenen. Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich auch in diesem abschließenden Workshop der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller Ebene widmen.   

Die Workshops werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit der Beratungsstelle OFEK Berlin sowie dem Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirks Treptow-Köpenick umgesetzt. Ermöglicht wird die Workshopreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).   

Referentinnen: Beate Klammt, Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (Kompetenzzentrum)

Fachveranstaltung »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita? Fachveranstaltung für Kitaleitungen« inkl. Workshop »Antisemitismus in Kindertagesstätten«

Anmeldung: Eine Anmeldung ist unter veranstaltung@annefrank.de  möglich. 

Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich speziell an Kitaleitungen. Sie bietet Raum für Impulse zur antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Praxis, die Entwicklung neuer Perspektiven und den Austausch über pädagogische und institutionelle Handlungsspielräume.  

 Zur Fachveranstaltung: Die frühe Bildung folgt in ihrer Ausrichtung unter anderem den Kinderechten und dem Anspruch des diskriminierungsfreien Aufwachsens aller Kinder. So ist es wichtig, dass Fachkräfte auch den Umgang mit Antisemitismus in ihr Professionsverständnis integrieren, damit Kitas auch für jüdische Kinder und ihre Familie sicherer werden.   

Allerdings erschließt sich die Notwendigkeit Antisemitismus als Herausforderung für die Arbeit in Kindertagesstätten zu betrachten, oftmals nicht auf den ersten Blick. Antisemitismus wird gesellschaftlich oft übersehen, als unbedeutend abgetan oder von einer nicht-jüdischen Mehrheit ausschließlich mit dem Nationalsozialismus und der Shoah in Verbindung gebracht. Diese Perspektive blendet jedoch aus, dass Antisemitismus – bewusst oder unbewusst – auch in der Gegenwart wirkt und alle an und in Kita Beteiligte darin involviert sind.    

Im Workshop, beschäftigen wir uns mit den Fragen:   

  • Was ist Antisemitismus?   
  • Wie zeigt sich Antisemitismus in der Kita?   
  • Wie wird mit Antisemitismus in der Kita umgegangen?   
  • Inwiefern werden die diversen Lebenswelten jüdischer Kinder berücksichtigt?    

Antisemitismus in Kindertagesstätten ist eine vielschichtige Herausforderung, der noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Erfahrungen aus der Bildungsarbeit und der Beratung von betroffenen Familien weisen darauf hin, dass ein antisemitismus- und diskriminierungskritischer Blickwinkel auf die Einrichtungen frühkindlicher Bildung, der alle daran Beteiligten (Kita- und Trägerleitungen, Erzieher*innen, Eltern und Kinder) miteinschließt, dringend erforderlich ist.   

Antisemitismus zeigt sich in der Kita nicht nur in Form institutioneller Ein- und Ausschlusspraktiken, sondern tritt auch als bewusst und unbewusst wirkendes Gewaltverhältnis zu Tage. In der Identitätsentwicklung jüdischer Kinder spielen diese frühen Lebensjahre, in denen sie sich erstmalig Fragen nach Repräsentation, Differenz, Zugehörigkeit und Sicherheit stellen, eine entscheidende Rolle.  

Das Angebot bietet Fach- und Führungskräften aus Kindertageseinrichtungen die Gelegenheit einer antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Arbeitsformen, mit dem Ziel, die pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und Perspektiven der von Antisemitismus betroffenen Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen.   

Zu der Fachveranstaltung »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita?« lädt das Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum, dem ANOHA – die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin, dem Institut Kinderwelten, dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) und der Beratungsstelle OFEK e. V. alle interessierten Kitaleitungen ein.  

Referent*innen: Romina Wiegemann und Lea Güse (Kompetenzzentrum)

Workshop »Zum Umgang mit Antisemitismus im Museum«

Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. 

Antisemitismus ist allen gesellschaftlichen Bereichen präsent, auch wenn es zuweilen gar nicht im Bewusstsein ist – so auch im Museumsbereich. Der Workshop will eine Reflexion darüber in Gang setzen, wie Antisemitismus wahrgenommen und eingeordnet wird und welche kollektiv gelagerten Hürden einer produktiven Auseinandersetzung möglicherweise im Wege stehen können. Er bietet Impulse für die Erweiterung des eigenen Antisemitismusverständnisses und fördert einen professionellen Umgang mit Antisemitismus – sowohl als gesellschaftliche Struktur als auch als konkrete Erfahrung von Jüdinnen_Juden. 

Der Workshop findet auf Einladung des Länderverbands Museumspädagogik Ost e.V. (LVMPO) und dem Bundesverband Museumspädagogik e.V. statt.

Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus in Kindertagesstätten«

Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. 

Antisemitismus in Kindertagesstätten ist eine vielschichtige Herausforderung, der noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Erfahrungen aus der Bildungsarbeit und der Beratung von betroffenen Familien weisen darauf hin, dass ein antisemitismus- und diskriminierungskritischer Blickwinkel auf die Einrichtungen frühkindlicher Bildung, der alle daran Beteiligten (Kita- und Trägerleitungen, Erzieher*innen, Eltern und Kinder) miteinschließt, dringend erforderlich ist. Antisemitismus zeigt sich in der Kita nicht nur in Form institutioneller Ein- und Ausschlusspraktiken, sondern tritt auch als bewusst und unbewusst wirkendes Gewaltverhältnis zu Tage. In der Identitätsentwicklung jüdischer Kinder spielen diese frühen Lebensjahre, in denen sie sich erstmalig Fragen nach Repräsentation, Differenz, Zugehörigkeit und Sicherheit stellen, eine entscheidende Rolle. Das Angebot bietet Fach- und Führungskräften aus Kindertageseinrichtungen die Gelegenheit einer antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Arbeitsformen, mit dem Ziel, die pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und Perspektiven der von Antisemitismus betroffenen Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen. 

Der Workshop findet auf Einladung der Fachschule für Sozialpädagogik im Rahmen des Fachtags »Diversität und Empowerment« statt. 

Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)

Vertiefungsveranstaltung »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita? Vertiefungsveranstaltung für Kitaleitungen«

Anmeldung: abgeschlossen. 

Nach zwei intensiven Fachveranstaltungen am 26. März und 14. Mai zum Thema »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita?« im ANOHA setzen wir den begonnenen Dialog mit einer Vertiefungsveranstaltung fort:  

Gemeinsam weiterdenken – kollegiale Fallberatung und Austausch

Die Veranstaltung bietet Raum für Reflexion, kollegiale Beratung und den möglichen Aufbau eines Netzwerks für eine antisemitismuskritische Bildungspraxis in Kitas. Im Mittelpunkt stehen konkrete Fallbeispiele aus der Kita-Praxis, die gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum in einem geschützten Rahmen besprochen werden. Somit besteht die Möglichkeit den Austausch unter Kitaleitungen weiterzuführen, einen Raum gegenseitiger Beratung und Netzwerk zu etablieren und beim Umgang mit antisemitismuskritischen Herausforderungen im Kita-Alltag zu unterstützen. 

Zu der Vertiefungsveranstaltung lädt das Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum, dem Institut Kinderwelten, dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) und der Beratungsstelle OFEK e. V. alle Kitaleitungen ein, die bereits an der vorherigen Fachveranstaltung teilnahmen.

Referent*innen: Romina Wiegemann und Lea Güse (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus in Medien und Kultur«

Anmeldung: ist möglich unter: ibpa-home@tutamail.com 

Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen, so auch in Medien und Kultur. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologie prägen daher auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus in Institutionen führt immer wieder zu problematischen Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive. 

Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einschließt. Der Workshop bietet Interessierten aus dem Tätigkeitsfeld die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit 

Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit zu professionalisieren. 

Der Workshop findet auf Einladung der Hochschule Merseburg in Kooperation mit der Jüdischen Allianz Mitteldeutschland statt. 

Referent*innen: Alexander Vasmer und Lea Güse (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus in der Sozialen Arbeit«

Anmeldung: ist möglich unter: ibpa-home@tutamail.com 

Antisemitismus wirkt als ›gewaltförmige Struktur‹ (Chernivsky/Lorenz-Sinai 2020: 27) und Ungleichheitsverhältnis in allen Sozialräumen und Institutionen. Auch wenn eine entsprechende Thematisierung kürzlich Eingang in die fachwissenschaftliche Debatte gefunden hat, gibt es einen großen Bedarf an weiterer Diskussion und an der Weiterentwicklung des professionellen Umgangs mit Antisemitismus in den Handlungsfeldern Sozialer Arbeit. Diese Notwendigkeit ergibt sich sowohl aus dem Berufsethos als auch aus dem Selbstverständnis der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession. Das Bildungsprogramm stärkt Akteur*innen der Sozialen Arbeit darin, ihre eigenen Positionen zu hinterfragen, ihre Wissensbestände neu zu ordnen, Mechanismen und Funktionen von Antisemitismus zu erkennen und seine Wirkung auf Betroffene in den Mittelpunkt zu rücken. 

Der Workshop findet auf Einladung der Hochschule Merseburg in Kooperation mit der Jüdischen Allianz Mitteldeutschland statt.  

Referent*innen: Alexander Vasmer und Lea Güse (Kompetenzzentrum)

Offene Workshopreihe »Antisemitismus professionell begegnen«

Daten:  

Auftaktveranstaltung: Mittwoch, den 22. Januar, 15.00 – 17.00 Uhr   

  1. Workshop: Mittwoch, den 12. Februar, 15.00 – 18.00 Uhr  
  2. Workshop: Mittwoch, den 19. März, 15.00 – 18.00 Uhr       
  3. Workshop: Mittwoch, den 21. Mai, 15.00 – 18.00 Uhr
  4. Workshop: Mittwoch, den 18. Juni, 15.00 – 18.00 Uhr 
  5. Workshop: Mittwoch, den 16. Juli, 15:00 – 18:00 Uhr

Ort: Lichtenberg (Der genaue Ort der Tagung wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben.)

Anmeldung: Eine Anmeldung ist per Mail an Lior Ahlvers: ahlvers@zwst-kompetenzzentrum.de möglich. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei. Nach der Fortbildung wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Zielgruppe: (vor allem) Verwaltungsangestellte und pädagogische Fachkräfte aus dem Bezirk Lichtenberg. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, öffnen wir die Anmeldung auch gerne für alle Interessierten außerhalb der Verwaltung und Bildung.    

»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Fallen Ihnen antisemitische Situationen in Ihrem (Arbeits-)Alltag auf?« »Welche Möglichkeiten haben Sie als Verwaltungs- oder pädagogische Fachkraft auf antisemitische Sprachhandlungen und Übergriffe professionell zu reagieren?« und »Wie können Sie Betroffene von Antisemitismus unterstützen?«. Nach dem Massaker vom 7. Oktober wird Antisemitismus offener ausgetragen – der Anstieg antisemitischer Situationen und Straftaten zeigt sich in allen Lebensbereichen und sozialen Institutionen. Die 5-teilige Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« ermöglicht den Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart antisemitischer Strukturen und bietet Raum für Selbst- und Praxisreflexion. Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungssicherheit im Umgang mit Antisemitismus im eigenen Berufsalltag. Die fünf Module finden monatlich immer mittwochs von 15.00 – 18.00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.   

Beschreibung der Fortbildungsmodule: 

Auftaktveranstaltung (22.01.2025): 

Zu unserer Auftaktveranstaltung am 22.01. von 15.00 – 17.00 Uhr möchten wir interessierte Verwaltungs- und pädagogische Fachkräfte (insbesondere aus dem Bezirk Lichtenberg) einladen, die sich Unterstützung beim Erwerb eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus wünschen. Gemeinsam wollen wir uns über Leerstellen und Bedarfe im Umgang mit Antisemitismus austauschen. Es wird Raum sein, eigene Erfahrungen einzubringen, die persönliche Beziehung zum Phänomen Antisemitismus zu reflektieren und Themenschwerpunkte für kommende Veranstaltungen zu formulieren, in denen wir vertiefend und bedarfsorientiert zu Antisemitismus arbeiten wollen. 

1. Was ist Antisemitismus? (12.02.2025): 

Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und somit vergangenes Phänomen betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen. Das Massaker vom 7. Oktober und die seitdem zunehmende antisemitische Bedrohung haben das Leben von Jüdinnen und Juden nachhaltig verändert. Durch die mediale Berichterstattung und soziale Netzwerke wirkt der Krieg in Israel und Gaza auf soziale Beziehungen auch hierzulande. Antisemitische Begründungen rahmen die Rezeption des Antisemitismus und Nahostkonflikts. Es kommt verstärkt zu antisemitischen Situationen, im Privaten, im öffentlichen Raum, in der Arbeitswelt, an Schulen und Hochschulen. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit dem Thema Antisemitismus. 

2. Antisemitismus und Rassismus: Zwei unterschiedliche Phänomene? (19.03.2025): 

Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Struktur der beiden Phänomene haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Oft werden diese Phänomene verglichen und teilweise sogar gleichgesetzt. In dem zweiten Teil der Fortbildungsreihe wollen wir uns diesen Fragen widmen. Denn Antisemitismus und Rassismus sind eng miteinander verknüpfte gewaltförmige Strukturen, die sich tagtäglich als Gewalt und Diskriminierung zeigen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Antisemitismus und Rassismus auseinander. 

3. Israelbezogener Antisemitismus (09.04.2025):

Infolge des Massakers auf die israelische Zivilbevölkerung am 7. Oktober kommt es auch in Deutschland verstärkt zu Übergriffen, die antisemitisch und antizionistisch begründet sind. Die Geschichte israelbezogenen Antisemitismus beginnt jedoch viel früher. Angeheizt durch aktuelle Entwicklungen im Zuge des Krieges in Israel und Gaza formieren sich nun antisemitische Gruppen und Bewegungen. Vorfälle und Straftaten werden durch den Nahostkonflikt erklärt und legitimiert. Im Rahmen dieses dritten Moduls widmen wir uns ausgehend von den ersten beiden Modulen der Fortbildungsreihe offenen Fragen rund um diese Antisemitismusdimension. Gemeinsam werden wir versuchen Einordnungen vorzunehmen und den Raum für Diskussion zu öffnen. 

4. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (21.05.2025): 

Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem vierten Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus auf institutioneller Ebene. Im Fokus stehen Handlungsmöglichkeiten, die von einer Institution(-sleitung) oder einem gesamten Arbeitsplatzkollektiv ergriffen werden können. Dabei spielen auch Möglichkeiten einer antisemitismuskritischen Organisationsentwicklung eine Rolle. 

5. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.06.2025):

Wenn es zu antisemitischen Situationen kommt, ist dies für die Beteiligten häufig überfordernd. Die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung. Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich auch in diesem abschließenden Workshop der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus beschäftigt. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller Ebene widmen.   

Die Workshops werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit OFEK e.V., der Berliner Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung sowie dem Antisemitismusbeauftragten des Bezirks Lichtenberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Workshopsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.  

Referentinnen: Beate Klammt, Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (ACT gegen Gewalt)t)