Fortbildung »Gemeinsam wirksam durch Beteiligung«

 Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.  

Diese Fortbildung lädt dazu ein, Partizipation als grundlegende Haltung zu begreifen, die über einzelne Methoden hinausgeht. Im Fokus steht die kritische Reflexion der eigenen Teamkultur: Wie können wir Strukturen schaffen, die von gegenseitiger Anerkennung und geteilter Verantwortung geprägt sind? Wir erarbeiten praxisnahe Wege für gelingende Aushandlungsprozesse und gemeinsame Entscheidungen, die alle Stimmen hörbar machen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt darauf, Kinder als kompetente Akteurinnen und Akteure ihrer Lebenswelt ernst zu nehmen und ihre Beteiligung im Alltag konsequent zu stärken. Ziel der Fortbildung ist es, konkrete Impulse zu geben, um die Kita als einen Ort gelebter Demokratie für alle zu gestalten und einen partizipativen Alltag nachhaltig im Team zu verankern. 

Dies ist eine Veranstaltung des Kindergarten der Jüdischen Gemeinde Duisburg.

Referent*in: Vera Katona (KOAS) 

Blockseminar »Diversitätsorientierung in Schule, Kita, Jugend- und Sozialarbeit«

Termine:
I. Block: 24.10.2025/25.10.2025
II. Block: 21.11.2025/22.11.2025 
III. Block: 12.12.2025/13.12.2025 
IV. Block: 16.01.2026/17.01.2026 
V. Block: 13.02.2026/14.02.2026 

Ort: Friedrich-Schiller-Universität Jena 

Anmeldung: Das Angebot richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften, sowie Studierende mit Lehramtsoption. Die Anmeldung erfolgt über Friedolin, die Seminarverwaltung der FSU.   

Diskriminierungsverhältnisse (wie Antisemitismus, Rassismus, Sexismus, …) sind strukturell und institutionell tief in der Gesellschaft verankerte Gewaltmechanismen. Um ihnen entgegenwirken zu können ist es von zentraler Bedeutung diese Realität anzuerkennen. Nicht selten steht die Wahrnehmung und Deutung diskriminierender Handlungen und Ereignisse seitens Betroffener in starkem Kontrast zu derjenigen von Angehörigen der Mehrheitsgesellschaft, wobei den Betroffenen ihre Erfahrung und Einordnung abgesprochen wird. Dies führt zu sekundärer Diskriminierung Betroffener und zur Aufrechterhaltung ebenjener Diskriminierungsverhältnisse.

Deshalb ist es unabdingbar, dass Pädagog*innen sowie Jugend- und Sozialarbeiter*innen lernen in der Praxis mit Diskriminierung umzugehen und dabei eine diversitätssensible Haltung einzunehmen. In diesem Kontext spielen auch Themen wie Integration und Inklusion im Sinne einer Teilhabekultur eine zentrale Rolle.  

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich intensiv und umfassend mit den genannten Themenfeldern auseinanderzusetzen und zielt auf die Entwicklung und Einübung diskriminierungskritischer Haltungen sowie praxisrelevanter Kompetenzen im Umgang mit Diversität in der Schule, anderen pädagogischen Einrichtungen sowie der Jugend- und Sozialarbeit. Die daraus resultierenden Fragen, Anliegen und Bedarfslagen der Teilnehmenden stehen dabei im Mittelpunkt.   

DIE SEMINARMODULE   

  • leiten individuelle Reflexionsprozesse an,   
  • bieten Raum für Austausch und Praxisanalyse,    
  • geben Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung und Praxis zu Diskriminierungskritik und diversitätsorientierter Bildung und Erziehung   
  • befähigen zum kritischen Umgang mit gesellschaftlichen Ungleichwertigkeitsstrukturen, insbesondere zum Erkennen aktueller Formen von Rassismus und Antisemitismus   
  • geben Orientierung bei aktuellen Diskursen,   
  • begleiten bei der Entwicklung von tragfähigen Handlungskonzepten und Antidiskriminierungsstrategien für die pädagogische und erzieherische Praxis.   

Die Veranstaltung versteht sich nicht als Empowerment-Angebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen.   

CURRICULUM   

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der einzelnen Module ist bedarfsorientiert und gruppenbezogen. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Seminarleitung hält sich und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen und Anliegen zu folgen und sie ins Curriculum zu integrieren.    

  1. Modul: Was ist Diversität? Dimensionen von Diversität   
  2. Modul: Was ist Diskriminierung? Mechanismen, Funktionen, Umgangsstrategien   
  3. Modul: Ungleichheitsverhältnisse sowie gruppenbezogene Abwertung, u.a. diskriminierende Sprache   
  4. Modul: Hass- und Strukturphänomene am Beispiel von aktuellem Antisemitismus   
  5. Modul: Leitfaden für Diversitätsorientierung im schulischen Kontext, Prävention und Intervention   

ANSATZ    

Das Seminar basiert auf zwei einschlägigen Ansätzen. Der projekteigene Dialogische Reflexionsansatz (Chernivsky, Perspektivwechsel 2014) sowie der Anti-Bias-Ansatz (Derman-Sparks 1980) stellen hierfür die inhaltliche und methodische Grundlage dar. Die dialogische Ausrichtung der Fortbildungsmodule macht diese zu einem innovativen und wirkungsvollen Analyse- und Handlungskonzept. Überlegungen zu spezifischer Prävention sowie reaktive Interventionsverfahren und Krisenmanagement nach Vorfällen sind ebenfalls Teil des Programms. Gruppendynamische Interaktionsformen im Seminarraum haben einen hohen Stellenwert und beinhalten zum Teil Elemente der Beratung und Supervision entlang der Fragen und Anliegen der Teilnehmenden. Im Seminar kommen u.a. folgende Methoden zum Einsatz: Gruppenarbeit, Aufstellungen, Thesendiskussionen, kollegiale Fallberatung, systemische Praxisanalyse(n).   

Folgende Module sind Gegenstand des Blockseminars: 

1. Modul: 18.10.2024 und 19.10.2024 
– Was ist Diversität? Dimensionen von Diversität 
 
2. Modul: 29.11.2024 und 30.11.2024 
– Was ist Diskriminierung? Mechanismen, Funktionen, Umgangsstrategien 
 
3. Modul: 13.12.2024 und 14.12.2024 
– Ungleichheitsverhältnisse sowie gruppenbezogene Abwertung, u.a. diskriminierende Sprache 
 
4. Modul: 10.01.2025 und 11.01.2025 
– Hass- und Strukturphänomene am Beispiel von aktuellem Antisemitismus 
 
5. Modul: 14.02.2025 und 15.02.2025 
– Leitfaden für Diversitätsorientierung im schulischen Kontext, Prävention und Intervention  

Die Seminarreihe ist eine Kooperation der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS). 

Referent*innen: Beate Klammt und Judith Steinkühler (Kompetenzzentrum) 

Fortbildung »Zum Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.  

Die Fortbildung zielt darauf ab, Polizeikräften fundiertes Wissen über die heutigen Erscheinungsformen antisemitischer Vorfälle und Denkmuster zu vermitteln und sie für einen sensiblen Umgang mit den Betroffenen zu schulen. In diesem Rahmen wird das erlernte Wissen gefestigt, in den Kontext polizeilicher Arbeit gestellt und anhand praxisnaher Fallbeispiele angewendet. Die Annahme, Antisemitismus sei ein Relikt der Vergangenheit, eine Fehleinschätzung, wurde lange dadurch begünstigt, dass die Perspektiven der Betroffenen kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhielten. Dennoch blieben antisemitische Haltungen in der deutschen Gesellschaft tief verwurzelt. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich der Antisemitismus sichtbarer und gewalttätiger manifestiert, was sich in einem signifikanten Anstieg von Vorfällen und Straftaten zeigt. Für die Polizei ist es angesichts dieser Entwicklung unerlässlich, ihre Kompetenzen im Umgang mit diesem Phänomen zu schärfen. 

Die Fortbildung des Projekts »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) findet in Kooperation  mit der Landespolizeiinspektion Saalfeld statt. 

Fortbildung »Zum Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.  

Die Fortbildung zielt darauf ab, Polizeikräften fundiertes Wissen über die heutigen Erscheinungsformen antisemitischer Vorfälle und Denkmuster zu vermitteln und sie für einen sensiblen Umgang mit den Betroffenen zu schulen. In diesem Rahmen wird das erlernte Wissen gefestigt, in den Kontext polizeilicher Arbeit gestellt und anhand praxisnaher Fallbeispiele angewendet. Die Annahme, Antisemitismus sei ein Relikt der Vergangenheit, eine Fehleinschätzung, wurde lange dadurch begünstigt, dass die Perspektiven der Betroffenen kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhielten. Dennoch blieben antisemitische Haltungen in der deutschen Gesellschaft tief verwurzelt. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich der Antisemitismus sichtbarer und gewalttätiger manifestiert, was sich in einem signifikanten Anstieg von Vorfällen und Straftaten zeigt. Für die Polizei ist es angesichts dieser Entwicklung unerlässlich, ihre Kompetenzen im Umgang mit diesem Phänomen zu schärfen. 

Die Fortbildung des Projekts »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) findet in Kooperation  mit der Landespolizeiinspektion Gera statt.

Referent*in: Vera Katona (KOAS) 

Fortbildung »Zum Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.  

Die Fortbildung zielt darauf ab, Polizeikräften fundiertes Wissen über die heutigen Erscheinungsformen antisemitischer Vorfälle und Denkmuster zu vermitteln und sie für einen sensiblen Umgang mit den Betroffenen zu schulen. In diesem Rahmen wird das erlernte Wissen gefestigt, in den Kontext polizeilicher Arbeit gestellt und anhand praxisnaher Fallbeispiele angewendet. Die Annahme, Antisemitismus sei ein Relikt der Vergangenheit, eine Fehleinschätzung, wurde lange dadurch begünstigt, dass die Perspektiven der Betroffenen kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhielten. Dennoch blieben antisemitische Haltungen in der deutschen Gesellschaft tief verwurzelt. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich der Antisemitismus sichtbarer und gewalttätiger manifestiert, was sich in einem signifikanten Anstieg von Vorfällen und Straftaten zeigt. Für die Polizei ist es angesichts dieser Entwicklung unerlässlich, ihre Kompetenzen im Umgang mit diesem Phänomen zu schärfen. 

Die Fortbildung des Projekts »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) findet in Kooperation  mit der  Landespolizeiinspektion Erfurt statt. 

Referent*innen: Judith Steinkühler und Henning Gutfleisch (KOAS) 

Fortbildung »Zum Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit«

Datum: 05.11.2025, 09:00 – 15:00 Uhr   

Ort: Jena (Präsenz) 

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.  

Die Fortbildung zielt darauf ab, Polizeikräften fundiertes Wissen über die heutigen Erscheinungsformen antisemitischer Vorfälle und Denkmuster zu vermitteln und sie für einen sensiblen Umgang mit den Betroffenen zu schulen. In diesem Rahmen wird das erlernte Wissen gefestigt, in den Kontext polizeilicher Arbeit gestellt und anhand praxisnaher Fallbeispiele angewendet. Die Annahme, Antisemitismus sei ein Relikt der Vergangenheit, eine Fehleinschätzung, wurde lange dadurch begünstigt, dass die Perspektiven der Betroffenen kaum öffentliche Aufmerksamkeit erhielten. Dennoch blieben antisemitische Haltungen in der deutschen Gesellschaft tief verwurzelt. Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat sich der Antisemitismus sichtbarer und gewalttätiger manifestiert, was sich in einem signifikanten Anstieg von Vorfällen und Straftaten zeigt. Für die Polizei ist es angesichts dieser Entwicklung unerlässlich, ihre Kompetenzen im Umgang mit diesem Phänomen zu schärfen. 

Die Fortbildung des Projekts »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) findet in Kooperation  mit der Landespolizeiinspektion Jena statt.

Referent*innen: Judith Steinkühler und Henning Gutfleisch (KOAS) 

Fortbildung »Antisemitismuskritik im Kunst- und Kulturbereich«

Termine: 17.12.2025, 15.00–18.00 Uhr und 14.01.2026 15-18:00 Uhr  

Ort: Berlin 

Anmeldung

Der Umgang mit Antisemitismus stellt viele Mitarbeitende und Führungskräfte im Kunst- und Kulturbereich vor vielfältige Herausforderungen. Die Frage, wie bei Veranstaltungen oder Ausstellungen, in der Zusammenarbeit mit Kolleg*innen oder externen Künstler*innen professionell gehandelt werden kann, bleibt oft unbeantwortet. Antisemitismus wird selten klar benannt und ist mit Unsicherheit, Abwehr oder Vereinzelung verbunden. 

Die zweiteilige Workshopreihe bietet einen Raum, um sich mit Antisemitismus im beruflichen Kontext auseinanderzusetzen: Was ist Antisemitismus und welche Dimensionen und Ausdrucksformen lassen sich unterscheiden? Wie gehe ich mit eigenen Unsicherheiten um? Wie kann ein angemessener Umgang aussehen – und was braucht es dafür auf individueller wie institutioneller Ebene? 

Die Teilnehmenden setzen sich mit Antisemitismus als gesellschaftlichem Machtverhältnis und als konkreter Erfahrung auseinander, reflektieren eigene Handlungsmöglichkeiten und erhalten Impulse für einen professionellen Umgang in der Praxis. Im Zentrum stehen sowohl (selbst-)reflexive Prozesse als auch konkrete Umgangsstrategien,  

Neben fachlichem Input bietet die Reihe somit Raum für Reflexion, Austausch und kollegiale Fallberatung. Ziel ist es, Antisemitismus als Erfahrung und Struktur betrachten zu lernen, die individuelle Handlungssicherheit zu stärken und so zu einer antisemitismussensiblen Kulturarbeit beizutragen. 

Die Fortbildung wird in Kooperation mit OFEK e.V. (im Rahmen des Projekts Open Arts Hub Berlin) umgesetzt.  

Referent*innen: Romina Wiegemann und Lea Güse (KOAS) und Alexa Altmann (OFEK e.V.) 

Workshop »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«, Fokus: Gefühlserbschaften

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.

Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen_Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Die fortwährende ›Perspektivendivergenz‹ (vgl. Antisemitismusbericht 2018: 93) in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft trägt, zuweilen ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Antisemitismuserfahrungen werden wiederholt bagatellisiert, entideologisiert und umgedeutet, was einem wirksamen antisemitismuskritischen Handeln entgegensteht. Das Bildungsprogramm »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur« thematisiert Kontinuitäten, Brüche, Leerstellen, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus. Es sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und die Traditionslinien des gesellschaftlichen und pädagogischen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Dabei stehen besonders transgenerative Weitergaben im Fokus. Das Programm fördert die (Weiter-)Entwicklung einer antisemitismuskritischen Haltung und Praxis. 

Der Workshop findet in Kooperation mit dem Projekt AKADAS (Akademie für Antisemitismusprävention) von Bildung in Widerspruch e.V.. AKADAS wird von der Alfred Landecker Foundation gefördert.  

Referent*in: Jana Scheuring (KOAS) 

Workshop »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.  

Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt auch in der medizinischen oder therapeutischen Praxis eine Konstante dar. Die fortwährende ›Perspektivendivergenz‹ (vgl. Antisemitismusbericht 2018: 93) in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft trägt, zuweilen ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Nach dem 7. Oktober zeigen sich diese Herausforderungen, Leerstellen und Bedarfe besonders deutlich und unterstreichen die Dringlichkeit einer antisemitismussensiblen Patient*innenversorgung. Der Workshop »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur« thematisiert Kontinuitäten, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus in Praxis und Gesellschaft. Die Veranstaltung sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis und zeigt anhand von konkreten Beispielen Handlungsoptionen auf.   

Der Workshop ist eine Kooperation mit dem Projekts SUPPORT in Trägerschaft von mit OFEK e.V. und der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Referent*innen: Romina Wiegemann und Jana Scheuring (KOAS) 

Workshop »Antisemitismus in Kindertagesstätten«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.  

Antisemitismus in Kindertagesstätten ist eine vielschichtige Herausforderung, der noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Erfahrungen aus der Bildungsarbeit und der Beratung von betroffenen Familien weisen darauf hin, dass ein antisemitismus- und diskriminierungskritischer Blickwinkel auf die Einrichtungen frühkindlicher Bildung, der alle daran Beteiligten (Kita- und Trägerleitungen, Erzieher*innen, Eltern und Kinder) miteinschließt, dringend erforderlich ist. Antisemitismus zeigt sich in der Kita nicht nur in Form institutioneller Ein- und Ausschlusspraktiken, sondern tritt auch als bewusst und unbewusst wirkendes Gewaltverhältnis zu Tage. In der Identitätsentwicklung jüdischer Kinder spielen diese frühen Lebensjahre, in denen sie sich erstmalig Fragen nach Repräsentation, Differenz, Zugehörigkeit und Sicherheit stellen, eine entscheidende Rolle. Das Angebot bietet Fach- und Führungskräften aus Kindertageseinrichtungen die Gelegenheit einer antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Arbeitsformen, mit dem Ziel, die pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und Perspektiven der von Antisemitismus betroffenen Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen. 

Der Workshop findet in Kooperation mit dem Drei-Religionen-Kita-Haus und der BEST-Sabel Berufsakademie statt. 

Referent*in: Lea Güse (KOAS)