Workshop »Antisemitismus in Kunst und Kultur«

Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Eine Anmeldung ist leider nicht möglich. 

Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen, so auch in Kunst und Kultur. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologie prägen daher auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus in Institutionen führt immer wieder zu problematischen Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive. Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einschließt. Das Bildungsprogramm »Antisemitismus in Kunst und Kultur« bietet Interessierten aus dem Tätigkeitsfeld die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit zu professionalisieren. 

Der Workshop findet in Kooperation mit dem Fachbereich Kunst und Kultur des Bezirksamts Pankow von Berlin statt. 

Referent*innen: Alexander Vasmer und Lea Güse Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus professionell begegnen«

Anmeldung: Der Workshop richtet sich an pädagogische Fachkräfte aller Schultypen Berlins. Eine Anmeldung ist möglich über: https://www.gew-berlin.de/veranstaltungen/detailseite/antisemitismus-profssionell-begegnen  

»Erkennen Sie Antisemitismus?« »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?« »Welche Möglichkeiten haben Sie als pädagogische Fachkraft, mit antisemitischen Sprachhandlungen und Übergriffen in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«  

In Situationen, in denen der im Bildungswesen strukturell verankerte Antisemitismus sich manifestiert, fühlen sich Lehr- und Fachkräfte häufig überfordert. Es bestehen Unsicherheiten, Antisemitismus zu erkennen, ihn einzuordnen und zu benennen. Darüber hinaus tauchen Fragen nach einem angemessenen Umgang mit Antisemitismus auf, wie reagiere ich auf antisemitisch handelnde Personen, wie berücksichtige ich die Perspektiven Betroffener?  

Unser Workshop »Antisemitismus professionell begegnen« bietet den Teilnehmenden eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Gegenwart antisemitischer Strukturen und schafft Raum für Selbst- und Praxisreflexion. Ziel der Fortbildung ist es, die Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungssicherheit im Umgang mit Antisemitismus im eigenen Berufsalltag zu stärken. Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsmöglichkeiten, die von Lehr- und Fachkräften, Schulleitungen oder ganzen Kollegien ergriffen werden können. Zudem werden Ansätze einer antisemitismuskritischen Organisationsentwicklung thematisiert.  

Der Workshop wird vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit der Beratungsstelle OFEK Berlin und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin durchgeführt. Ermöglicht wird der Workshop durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.  

Referent*innen: Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (Kompetenzzentrum)

Vortrag »Antisemitismus erkennen. Haltung zeigen. Räume schützen«

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis 04.06.2025 per E-Mail an gender-diversity@fh-erfurt.de mit Ihrer Hochschul-Mailadresse an, um den Zugangslink zu erhalten.  

Link zum Programm der Diversity-Tage 

Antisemitismus ist kein Randphänomen, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem – sichtbar auch im Hochschulkontext. Spätestens seit den Ereignissen vom 7. Oktober 2023 ist deutlich geworden, wie schnell sich Polarisierung, Hass und Unsicherheit in den Alltag einschreiben. Doch wie zeigt sich Antisemitismus an Hochschulen konkret? Welche Ausdrucksformen nimmt er an – subtil oder offen? Und vor allem: Wie können wir ihm aktiv entgegentreten? 

Der digitale Vortrag von Marina Chernivsky bietet eine fundierte Einführung in die Thematik. Er sensibilisiert für antisemitische Denk- und Handlungsmuster im Hochschulalltag und lädt dazu ein, gemeinsam Strategien des Widerspruchs, der Haltung und des solidarischen Handelns zu entwickeln. Im Anschluss ist Raum für kritische Reflexion und offene Diskussion. 

Diese Veranstaltung wird organisiert durch den Service Gender und Diversity der Fachhochschule Erfurt. 

Referent*in: Marina Chernivsky (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus im Kontext Schule«

Anmeldung: ist bis zum 04.06.2025 möglich.

Links zur Veranstaltung

Die Diskussion um Antisemitismus an Schulen steht meistens im Zusammenhang mit medial geführten Debatten um einzelne schulische Vorfälle. Dabei werden vornehmlich Schüler*innen in den Fokus gerückt. Allerdings sind auch Lehrer*innen an der Reproduktion von Antisemitismus maßgeblich beteiligt. Die Bandbreite der von Betroffenen wie auch von Lehrkräften geschilderten antisemitischen Dispositionen reichen von Andeutungen, Zuschreibungen, (verbalen) Übergriffen bis hin zu psychischer und physischer Gewalt, Benachteiligung, Diskriminierung und institutionellem Antisemitismus (vgl. Chernivsky / Lorenz-Sinai 2024). 

Lehrkräfte sind daher gefordert, auf die gewaltförmige Struktur des Antisemitismus zu reagieren und wirksam zu handeln. 

Der Workshop bietet Impulse

  • um Antisemitismus zu reflektieren und im Schulalltag zu erkennen, 
  • Möglichkeiten, darauf zu reagieren, 
  • und Antisemitismuskritik als Teil professioneller pädagogischer Haltung zu verankern. 

Der Workshop findet auf Einladung von WIENXTRA-Schulevents statt. 

Referent*in: Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus im Kontext Schule – Herausforderungen und Strategien zum Umgang«

Anmeldung: bis zum 20.05.2025 über Eveeno: https://eveeno.com/342956714

Die Diskussion um Antisemitismus an Schulen steht meistens im Zusammenhang mit medial geführten Debatten um einzelne schulische Vorfälle. Dabei werden vornehmlich Schüler*innen in den Fokus gerückt. Allerdings sind auch Lehrkräfte an der Reproduktion von Antisemitismus maßgeblich beteiligt. Die Bandbreite der von Betroffenen wie auch von Lehrkräften geschilderten antisemitischen Dispositionen reichen von Andeutungen, Zuschreibungen, (verbalen) Übergriffen bis hin zu psychischer und physischer Gewalt, Benachteiligung, Diskriminierung und institutionellem Antisemitismus (vgl. Chernivsky/Lorenz-Sinai 2024). Lehrkräfte sind daher gefordert, auf die gewaltförmige Struktur des Antisemitismus zu reagieren und wirksam zu handeln.
Dieser Workshop unterstützt Lehramtsstudierende und Lehrkräfte bei der Entwicklung und Umsetzung von wirksamen Ansätzen im Umgang mit Antisemitismus an Schulen. Die Teilnehmenden werden in die Grundprinzipien antisemitismuskritischer Bildung eingeführt und entwickeln in selbstreflexiven Phasen und anhand von Fallbeispielen ihre pädagogischen Strategien und Interventionen weiter.

Eine Veranstaltung von UMRdivers am ZfL und der Stabsstelle Antidiskriminierung und Diversität (ADiS), unterstützt aus QuiS Sondermitteln zur Antisemitismusprävention des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur.
Die Veranstaltung wird über die Hessische Lehrkräfteakademie als Fortbildung akkreditiert. 

Referent*in: Jana Scheuring (Kompetenzzentrum) 

Fachveranstaltung »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita? Fachveranstaltung für Kitaleitungen« inkl. Workshop »Antisemitismus in Kindertagesstätten«

Anmeldung: Aufgrund der großen Nachfrage findet diese Veranstaltung für Kita-Leitungen mit unserem Workshop »Antisemitismus in Kindertagesstätten« im Mai zum zweiten Mal statt. Für eventuelle Restplätze für diesen Termin kontaktieren Sie bitte: veranstaltungen@annefrank.de
Eine dritte Veranstaltung in der zweiten Jahreshälfte ist in Planung.

Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich speziell an Kitaleitungen. Sie bietet Raum für Impulse zur antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Praxis, die Entwicklung neuer Perspektiven und den Austausch über pädagogische und institutionelle Handlungsspielräume. 

Zur Fachveranstaltung: Die frühe Bildung folgt in ihrer Ausrichtung unter anderem den Kinderechten und dem Anspruch des diskriminierungsfreien Aufwachsens aller Kinder. So ist es wichtig, dass Fachkräfte auch den Umgang mit Antisemitismus in ihr Professionsverständnis integrieren, damit Kitas auch für jüdische Kinder und ihre Familie sicherer werden.  

Allerdings erschließt sich die Notwendigkeit Antisemitismus als Herausforderung für die Arbeit in Kindertagesstätten zu betrachten, oftmals nicht auf den ersten Blick. Antisemitismus wird gesellschaftlich oft übersehen, als unbedeutend abgetan oder von einer nicht-jüdischen Mehrheit ausschließlich mit dem Nationalsozialismus und der Shoah in Verbindung gebracht. Diese Perspektive blendet jedoch aus, dass Antisemitismus – bewusst oder unbewusst – auch in der Gegenwart wirkt und alle an und in Kita Beteiligte darin involviert sind.   

Zum Workshop

Der Workshop des Kompetenzzentrums orientiert sich am Bildungsprogramm  „Antisemitismus in Kindertagesstätten“ des Kompetenzzentrums, dem folgende Überlegungen zugrunde liegen:
Antisemitismus in Kindertagesstätten ist eine vielschichtige Herausforderung, der noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Erfahrungen aus der Bildungsarbeit und der Beratung von betroffenen Familien weisen darauf hin, dass ein antisemitismus- und diskriminierungskritischer Blickwinkel auf die Einrichtungen frühkindlicher Bildung, der alle daran Beteiligten (Kita- und Trägerleitungen, Erzieher*innen, Eltern und Kinder) miteinschließt, dringend erforderlich ist.  

Antisemitismus zeigt sich in der Kita nicht nur in Form institutioneller Ein- und Ausschlusspraktiken, sondern tritt auch als bewusst und unbewusst wirkendes Gewaltverhältnis zu Tage. In der Identitätsentwicklung jüdischer Kinder spielen diese frühen Lebensjahre, in denen sie sich erstmalig Fragen nach Repräsentation, Differenz, Zugehörigkeit und Sicherheit stellen, eine entscheidende Rolle. 

Das Angebot bietet die Gelegenheit einer antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Arbeitsformen, mit dem Ziel, die pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und Perspektiven der von Antisemitismus betroffenen Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen.

Zu der Fachveranstaltung »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita?« lädt das Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum, dem ANOHA – die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin, dem Institut Kinderwelten, dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) und der Beratungsstelle OFEK e. V. alle interessierten Kitaleitungen ein. 

Referent*innen: Romina Wiegemann und Lea Güse (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung. Eine Anmeldung ist nicht möglich.

Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen_Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Die fortwährende ›Perspektivendivergenz‹ (vgl. Antisemitismusbericht 2017) in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft trägt, zuweilen ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Antisemitismuserfahrungen werden wiederholt bagatellisiert, entideologisiert und umgedeutet, was einem wirksamen antisemitismuskritischen Handeln entgegensteht. 

Das Bildungsprogramm »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur« thematisiert Kontinuitäten, Brüche, Leerstellen, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus. Es sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und die Traditionslinien des gesellschaftlichen und pädagogischen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Das Programm fördert die (Weiter-)Entwicklung einer antisemitismuskritischen Haltung und Praxis. 

Der Workshop findet auf Einladung der Akademie am Tönsberg e.V. statt. 

Referent*in: Lea Güse (Kompetenzzentrum)  

Workshop »Antisemitismus in Kunst und Kultur«

Anmeldung: Eine Anmeldung ist leider nicht möglich.

Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen, so auch in Kunst und Kultur. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologie prägen daher auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus in Institutionen führt immer wieder zu problematischen Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive. 

Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einschließt. Das Bildungsprogramm »Antisemitismus in Kunst und Kultur« bietet Interessierten aus dem Tätigkeitsfeld die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit zu professionalisieren. 

Der Workshop findet auf Einladung der Anette von Droste zu Hülshoff-Stiftung statt. 

Referent*in: Lea Güse (Kompetenzzentrum) 

Beitrag »Möglichkeiten der Extremismusprävention durch örtliche Vorstandsmitglieder und Fachvortrag ,Neue Rechte‘«

Anmeldung: Zielgruppe sind Vorstandsmitglieder der THW-Landes(helfer)vereinigungen. Die Anmeldefrist ist am 24.03.2025 abgelaufen.

Am 26. April ist das Kompetenzzentrum Teil des Präsenzseminars »Prävention im Bereich Extremismus und Rechtspopulismus für THW-Helfervereinigungen« mit einem Beitrag zur Rolle antisemitischer Ideologie und Praxis in der Neuen Rechten sowie Möglichkeiten des Umgangs der THW-Landesvereinigungen mit Rechtspopulismus und Antisemitismus.

Das Präsenzseminar ist Teil des Bildungsangebots der THW-Bundesvereinigung.

Referent: Alexander Vasmer (Kompetenzzentrum)

Blockseminar »Diversitätsorientierung in Schule, Kita, Jugend- und Sozialarbeit«

Zeiten: Freitag 12 – 19 Uhr, Samstag 10 – 18 Uhr (bei allen Modulen) 

1. Modul: 11./12.04.2025
2. Modul: 16./17.05.2025
3. Modul: 23.05./24.05.2025
4. Modul: 20./21.06.2025  
5. Modul: 11./12.07.2025

Anmeldung:  Das Angebot richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften, sowie Studierende mit Lehramtsoption. Die Anmeldung erfolgt über Friedolin, die Seminarverwaltung der FSU. 

Wir leben in einer Post-Migrationsgesellschaft mit einer großen Bandbreite an Religionen, Weltanschauungen, Sprachen, Identitäten und soziokulturellen Hintergründen. Diese Diversität geht mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und Spannungsfeldern einher, die sich bis hin zu offenen Diskriminierungen und sogar Gewalt gegen Minderheiten verschärfen können. Das haben u.a. der antisemitische Terroranschlag von Halle im Oktober 2019 und die rassistischen Morde von Hanau im Februar 2020 mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt.    

Diese Situation stellt auch Professionelle in pädagogischen Berufen sowie in der Jugend- und Sozialarbeit vor die Herausforderung, Diskriminierung vorzubeugen bzw. auf diskriminierende Vorkommnisse in ihrer Praxis kompetent zu reagieren. Zentrales Ziel ist dabei die Etablierung eines diskriminierungskritischen, differenzsensiblen und bestärkenden Lern- und Lebensumfeldes für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig von Religion, Herkunft, ökonomischen Ressourcen, psychischer und körperlicher Verfassung, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung. In dem Kontext spielen auch Themen wie Integration und Inklusion im Sinne einer Teilhabekultur eine zentrale Rolle.   

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich intensiv und umfassend mit den genannten Themenfeldern auseinanderzusetzen und zielt auf die Entwicklung und Einübung diskriminierungskritischer Haltungen sowie praxisrelevanter Kompetenzen im Umgang mit Diversität und politisch veränderten Realitäten in der Schule, anderen pädagogischen Einrichtungen sowie der Jugend- und Sozialarbeit. Die daraus resultierenden Fragen, Anliegen und Bedarfslagen der Teilnehmenden stehen dabei im Mittelpunkt.    

DIE SEMINARMODULE   

  • leiten individuelle Reflexionsprozesse an,   
  • bieten Raum für Austausch und Praxisanalyse,    
  • geben Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung und Praxis zu Diskriminierungskritik und diversitätsorientierter Bildung und Erziehung   
  • befähigen zum kritischen Umgang mit gesellschaftlichen Ungleichwertigkeitsstrukturen, insbesondere zum Erkennen aktueller Formen von Rassismus und Antisemitismus   
  • geben Orientierung bei aktuellen Diskursen,   
  • begleiten bei der Entwicklung von tragfähigen Handlungskonzepten und Antidiskriminierungsstrategien für die pädagogische und erzieherische Praxis.   

Die Veranstaltung versteht sich nicht als Empowerment-Angebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen.   

CURRICULUM   

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der einzelnen Module ist bedarfsorientiert und gruppenbezogen. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Seminarleitung hält sich und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen und Anliegen zu folgen und sie ins Curriculum zu integrieren.    

  1. Modul: Was ist Diversität? Dimensionen von Diversität   
  2. Modul: Was ist Diskriminierung? Mechanismen, Funktionen, Umgangsstrategien   
  3. Modul: Ungleichheitsverhältnisse sowie gruppenbezogene Abwertung, u.a. diskriminierende Sprache   
  4. Modul: Hass- und Strukturphänomene am Beispiel von aktuellem Antisemitismus   
  5. Modul: Leitfaden für Diversitätsorientierung im schulischen Kontext, Prävention und Intervention   

ANSATZ    

Das Seminar basiert auf zwei einschlägigen Ansätzen. Der projekteigene Dialogische Reflexionsansatz (Chernivsky, Perspektivwechsel 2014) sowie der Anti-Bias-Ansatz (Derman-Sparks 1980) stellen hierfür die inhaltliche und methodische Grundlage dar. Die dialogische Ausrichtung der Fortbildungsmodule macht diese zu einem innovativen und wirkungsvollen Analyse- und Handlungskonzept. Überlegungen zu spezifischer Prävention sowie reaktive Interventionsverfahren und Krisenmanagement nach Vorfällen sind ebenfalls Teil des Programms. Gruppendynamische Interaktionsformen im Seminarraum haben einen hohen Stellenwert und beinhalten zum Teil Elemente der Beratung und Supervision entlang der Fragen und Anliegen der Teilnehmenden. Im Seminar kommen u.a. folgende Methoden zum Einsatz: Gruppenarbeit, Aufstellungen, Thesendiskussionen, kollegiale Fallberatung, systemische Praxisanalyse(n).  

Die Seminarreihe ist eine Kooperation der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung & Forschung. 

Referent*innen: Judith Steinkühler und Henning Gutfleisch (Kompetenzzentrum)