​​Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (1/3)

Daten: 
​15.10.2026, 09:00 Uhr – 16:00 Uhr, 
05.11.2026, 09:00 Uhr – 16:00 Uhr, 
26.11.2026, 09:00 Uhr – 16:00 Uhr​ 

Ort: ​Berlin Bezirk Treptow-Köpenick. Der genaue Ort der Fortbildung wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben.​ 

Anmeldung​Eine Anmeldung ist über den Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirksamtes Treptow-Köpenick von Berlin, Herrn Arie Shulov, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungstagen ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Wenn Sie Interesse an der Fortbildungsreihe haben, aber noch offene Fragen bezüglich Ihrer Teilnahme, können Sie sich gerne an uns wenden. Sie können sich bis zum 01.10.2026 per Mail bei Arie Shulov anmelden: antisemitismuspraevention@ba-tk.berlin.de. 

Anerkennung und Freistellung: 
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebescheinigung. 

Zielgruppe: 
(Insbesondere) Fachkräfte aus der Verwaltung, der schulischen und außerschulischen Bildung, Mitarbeitende von NGOs sowie weitere Multiplikator*innen im Bezirk Treptow-Köpenick und alle Interessierten. 

​»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Berufs-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie in Ihrer professionellen Rolle, mit Antisemitismus umzugehen?« 
Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien der gesellschaftlichen Verhandlung von Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe unterstützt bei der Entwicklung eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus. 
Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz in Bezug auf Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die drei Module finden jeweils ganztägig statt und bauen aufeinander auf.  ​ 

Beschreibung der Fortbildungsmodule: 
 
Modul 1: Antisemitismus als Erfahrung und Struktur wahrnehmen (15.10.2026) 
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch besteht Antisemitismus weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster sowie sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Antisemitische Strukturen sind Teil der Gegenwart und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. An diesem ersten Fortbildungstag setzen wir uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus. 
 
Modul 2: Dimensionen des Antisemitismus – ideologische Verschränkungen & Spezifika (05.11.2026) 
In diesem Modul ergründen wir gemeinsam, wie Antisemitismus aktuell sichtbar wird. Der Tag lädt dazu ein, sich intensiv mit den unterschiedlichen Erscheinungsdimensionen von Antisemitismus auseinanderzusetzen. Antisemitismus begegnet uns in vielen Kontexten, im beruflichen Alltag aber zum Beispiel auch im öffentlichen Raum oder in Medien. Einige Manifestationen sind offensichtlicher, andere hingegen schwerer zu erfassen und als Antisemitismus einzuordnen. Die Auseinandersetzung mit der Entwicklungsgeschichte sowie der ideologischen Struktur des Antisemitismus stärkt uns darin, seine aktuellen Ausprägungen besser zu erkennen. 
Ein besonderes Augenmerk werden wir auf den israelbezogenen Antisemitismus legen, in welchen sich viele der unterschiedlichen Erscheinungsdimensionen eingewoben haben und sich mitunter verschränken. Um die Spezifika des Antisemitismus greifen zu können, setzen wir uns im weiteren Verlauf des Moduls mit der Frage auseinander, warum es nicht ausreichend ist Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die Antisemitismus und Rassismus bedingen und aufrechterhalten. 
 
Modul 3: Antisemitismuskritik und professionelle Handlungsfähigkeit (26.11.2026) 
In Kooperation mit OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung 
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider und wirft die Frage eines angemessenen und professionellen Umgangs damit auf. Um diesen zu erlangen, widmet sich dieser abschließende Fortbildungstag den Handlungsoptionen und Interventionsmöglichkeiten bei Antisemitismus im beruflichen Alltag. Der Tag umfasst zwei aufeinander abgestimmte Themenschwerpunkte: 
 
• Vormittag (OFEK Berlin): Die Wirkungen antisemitischer Gewalt und die Perspektiven Betroffener bilden für Interventionsstrategien die zentralen Anknüpfungspunkte. Wie sieht eine adäquate Unterstützung und Erstberatung aus, auf welche institutionellen Verweisstrukturen kann zurückgegriffen werden und in welchem rechtlichen Rahmen bewegt sich das Ganze? 
 
• Nachmittag (»ACT gegen Gewalt«): Am Nachmittag richten wir den Blick auf die konkreten Handlungsmöglichkeiten und -strategien auf individueller und institutioneller Ebene. Im Mittelpunkt stehen das Einüben von Reaktionssicherheit bei antisemitischen Manifestationen im beruflichen Alltag sowie die antisemitismuskritische Überprüfung von bestehenden Routinen und Abläufen im eigenen professionellen Umfeld. ​ 

Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirksamts Treptow-Köpenick umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt, Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS) und Berater*innen von OFEK Berlin​ 

​​Workshop »​Zum Spannungsverhältnis von Rassismus und Antisemitismus« im Rahmen des Fortbildungsreihe »Antisemitismus und Rassismus – Lernen, Verstehen, Handeln« 

Termine: 
​17.09.2026, 10:00 – 17:00 Uhr
18.09.2026, 10:00 – 17.00 Uhr​ 

Ort: ​Hannover​ 

Anmeldung​ 

Der Workshop ermöglicht eine selbstreflexive Annäherung an Antisemitismus und Rassismus auf eigenbiografischer und gesamtgesellschaftlicher Ebene. Dabei werden Erscheinungsdimensionen und Ausdrucksformen von Antisemitismus behandelt und Antisemitismus und Rassismus als miteinander verschränkte Gewalt- und Diskriminerungsverhältnisse betrachtet. Sowohl Gemeinsamkeiten als auch Spezifika werden herausgearbeitet.  
Zudem werden Spannungsfelder im Umgang mit Antisemitismus und Rassismus in den Blick genommen. Aktuelle Bezüge zur Bedeutung der Diskriminierungs- und Gewaltverhältnisse in den Feldern Soziale Arbeit, Bildung und Schule werden aufgegriffen. Darüber hinaus bietet der Workshop Raum für die Auseinandersetzung mit einer rassismus- und antisemitismuskritischen Haltung sowie mit ersten Handlungsmöglichkeiten für die eigene pädagogische Praxis.  

Dies ist eine Veranstaltung von vielgestaltig*2.0 – Fachstelle für diskriminierungskritische Bildungsarbeit beim Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. – VNB Landeseinrichtung der Erwachsenenbildung.  ​ 

Referent*innen: ​Judith Steinkühler und Dr. Gabriella Valaczkay​ 

Keynote von Marina Chernivsky auf dem Workshop »​Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln. Ein Methodenkoffer für die politische Erwachsenenbildung -Fortbildungsveranstaltung«

Anmeldung: ​bitte unter bildung@ariowitschhaus.de (die Teilnehmendenzahl ist auf 40 beschränkt). Die Fortbildung ist kostenfrei und kann mit einer Teilnahmebestätigung abgeschlossen werden.

Link zur Veranstaltung

Zwischen 2022 und 2025 entstanden am Leibniz‑Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow drei vom BMFTR geförderte Themenhefte zur jüdischen Alltagskultur. Gemeinsam mit dem Ariowitsch‑Haus wurden diese Materialien in methodenbasierte Module für die politische Erwachsenenbildung überführt.

Der Workshop am 28. August 2026 stellt den neuen Methodenkoffer vor und befähigt dazu, ihn im eigenen Rahmen einzusetzen. Zudem wird diskutiert, welche Potentiale sich mit der Vermittlung jüdischer Alltagskultur verbinden.

Als Gastrednerin spricht Marina Chernivsky (KOAS/OFEK Deutschland) über aktuelle Perspektiven der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit.

Dies ist eine Veranstaltung des Historischen Seminars der Universität Leipzig, der Professur für Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts und des Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e.V. in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow.

Referent*in: Marina Chernivsky (KOAS)​ 

Hochschulseminar »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«​ 

Termine: 
​15.09.2026, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
16.09.2026, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
17.09.2026, 09:00 Uhr – 14:00 Uhr​ 

Ort: ​Bamberg​ 

Anmeldung: ​Studierende der Universität Bamberg können sich für die Veranstaltung über FlexNow anmelden. Weitere Informationen hier.

Link zur Veranstaltung

​Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen und Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Die vom Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus 2018 festgestellte Perspektivendivergenz in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus ist von zentraler Bedeutung. So trägt die nichtjüdische Mehrheitsgesellschaft, zumeist ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Antisemitismuserfahrungen werden wiederholt bagatellisiert, entideologisiert und umgedeutet, was einem wirksamen antisemitismuskritischen Handeln entgegensteht. Die Veranstaltung thematisiert Kontinuitäten, Brüche, Leerstellen, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus. Sie sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. 
Leitend für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Veranstaltung sind dabei Grundsätze und Qualitätskriterien antisemitismuskritischer Bildung. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, das eigene Verhältnis zu Antisemitismus zu reflektieren und sich mit eigenen Wissensbeständen und Positionierungen auseinanderzusetzen. Zugleich bietet das Seminar die Gelegenheit, konkrete institutionelle Ausformungen des Antisemitismus in den Blick zu nehmen​ 

​Das Seminar wird innerhalb des Zusatzstudiums Antisemitismuskritische Bildung im Grundlagenmodul Antisemitismuskritische Bildung der Universität Bamberg umgesetzt.​ 

Referent*innen: ​Romina Wiegemann und Alexander Vasmer​ 

​​Fortbildung »​Kritische Pädagogik in herausfordernden Zeiten«

Termine:
​27.10.2026, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr, oder
17.11.2026, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr​ 

Ort: ​Erfurt​ 

Anmeldung

Seit Langem beobachten wir eine zunehmende politische und gesellschaftliche Polarisierung. Krisenhafte Entwicklungen verschärfen bestehende Ungleichheiten und führen vermehrt zu Gewalt gegen Einzelne und Gruppen.  
Diese Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte in der Einschätzung und Einordnung von Diskriminierung in ihren jeweiligen Berufsfeldern und bietet Raum zur Einübung von Grundsätzen sowie Methoden diskriminierungskritischer Praxis. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wo stehen wir als Fachkräfte selbst – und wo liegen unsere Fragen und Reflexionsbedarfe? Wie gehen wir mit Vorfällen und Konflikten um – im Alltag, in der Organisation, im Team? Wie kann ein diskriminierungskritisches und bestärkendes Lern- und Arbeitsumfeld für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestaltet werden? 
Die Fortbildung schafft Raum für kollegialen Austausch und setzt fachliche Impulse für eine zeitgemäße und emanzipatorische pädagogische Praxis.​ 

​Die Fortbildung findet im Rahmen der »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) statt.​ 

Referent*in: ​Judith Steinkühler (KOAS)​ 

​​Fortbildung »​Kritische Pädagogik in herausfordernden Zeiten«

Termine:
​27.10.2026, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr, oder
17.11.2026, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr​ 

Ort: ​Erfurt​ 

Anmeldung

Seit Langem beobachten wir eine zunehmende politische und gesellschaftliche Polarisierung. Krisenhafte Entwicklungen verschärfen bestehende Ungleichheiten und führen vermehrt zu Gewalt gegen Einzelne und Gruppen.  
Diese Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte in der Einschätzung und Einordnung von Diskriminierung in ihren jeweiligen Berufsfeldern und bietet Raum zur Einübung von Grundsätzen sowie Methoden diskriminierungskritischer Praxis. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wo stehen wir als Fachkräfte selbst – und wo liegen unsere Fragen und Reflexionsbedarfe? Wie gehen wir mit Vorfällen und Konflikten um – im Alltag, in der Organisation, im Team? Wie kann ein diskriminierungskritisches und bestärkendes Lern- und Arbeitsumfeld für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestaltet werden? 
Die Fortbildung schafft Raum für kollegialen Austausch und setzt fachliche Impulse für eine zeitgemäße und emanzipatorische pädagogische Praxis.​ 

​Die Fortbildung findet im Rahmen der »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) statt.​ 

Referent*in: ​Judith Steinkühler (KOAS)​ 

​​Fortbildung »​Antisemitismus als Teil sozialer Praxis«​

Anmeldung (Veranstaltungsnummer 272800902)​ 

Antisemitismus wird von vielen Fachkräften als schwer greifbar und komplex wahrgenommen. Häufig fehlt das Wissen zur Erkennung und die Sicherheit im Umgang mit Vorfällen. Dabei sind antisemitische Ressentiments und Routinen tief verankert – in Familien und Schulen ebenso wie in anderen gesellschaftlichen Institutionen. Ein reflektierter Umgang mit Antisemitismus setzt die Auseinandersetzung mit verschiedenen Verständnissen von historischem und aktuellem Antisemitismus voraus – und deren Relevanz für das eigene berufliche Handeln. Diese Fortbildung bietet einen ersten Einblick in gegenwärtige antisemitische Narrative, wie sie sich etwa in digitalen Räumen und institutionellen Strukturen manifestieren. Anhand praxisnaher Fallbeispiele und interaktiver Methoden wird die Wahrnehmung für subtile wie offene Formen von Antisemitismus im pädagogischen Alltag geschärft. Ein zentraler Bestandteil der Fortbildung ist die Förderung von Selbstreflexion und kollegialem Austausch. Die Teilnehmenden werden ermutigt, eigene Erfahrungen und Handlungsspielräume kritisch zu hinterfragen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.​ 

Die Fortbildung findet im Rahmen der Kooperation des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) statt.​ 

Referent*in: ​Judith Steinkühler​ 

​​Fortbildung »​Kritische Pädagogik in herausfordernden Zeiten«​

Datum: ​15.09.2026, 9:00 Uhr – 16:00 Uhr​ 

Ort: ​Erfurt​ 

Anmeldung (Veranstaltungsnummer 272800901​)

​Seit Langem beobachten wir eine zunehmende politische und gesellschaftliche Polarisierung. Krisenhafte Entwicklungen verschärfen bestehende Ungleichheiten und führen vermehrt zu Gewalt gegen Einzelne und Gruppen. Diese Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte in der Einschätzung und Einordnung von Diskriminierung in ihren jeweiligen Berufsfeldern und bietet Raum zur Einübung von Grundsätzen sowie Methoden diskriminierungskritischer Praxis. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wo stehen wir als Fachkräfte selbst – und wo liegen unsere Fragen und Reflexionsbedarfe? Wie gehen wir mit Vorfällen und Konflikten um – im Alltag, in der Organisation, im Team? Wie kann ein diskriminierungskritisches und bestärkendes Lern- und Arbeitsumfeld für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestaltet werden? Die Fortbildung schafft Raum für kollegialen Austausch und setzt fachliche Impulse für eine zeitgemäße und emanzipatorische pädagogische Praxis.​ 

​Die Fortbildung findet im Rahmen der Kooperation des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) statt.​ 

Referent*in: ​Judith Steinkühler​ (KOAS)

Fortbildung »Antisemitismus professionell begegnen« (5/5)

Daten: 
07.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr, 
14.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
11.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
18.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
25.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr

Ort: Rathaus Tempelhof-Schöneberg

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei. Die Teilnahme an der Veranstaltung wird als reguläre Arbeitszeit angerechnet. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig.

Kosten:
Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenfrei. Nach Abschluss der Reihe wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail bei der Stabsstelle für personelle Vielfalt an: vielfalt_leben@ba-ts.berlin.de. 

Beschreibung der Fortbildungsmodule:    

1. Was ist Antisemitismus? (7.10.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (14.10.2026):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.11.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.11.2026)  – Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.11.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.

Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).

Referent*innen: ​Referent*innen von OFEK Berlin und Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS)

Fortbildung »Antisemitismus professionell begegnen« (4/5)

Daten: 
07.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr, 
14.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
11.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
18.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
25.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr

Ort: Rathaus Tempelhof-Schöneberg

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei. Die Teilnahme an der Veranstaltung wird als reguläre Arbeitszeit angerechnet. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig.

Kosten:
Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenfrei. Nach Abschluss der Reihe wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail bei der Stabsstelle für personelle Vielfalt an: vielfalt_leben@ba-ts.berlin.de. 

Beschreibung der Fortbildungsmodule:    

1. Was ist Antisemitismus? (7.10.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (14.10.2026):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.11.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.11.2026)  – Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.11.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.

Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).

Referent*innen: ​Referent*innen von OFEK Berlin und Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS)