Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen«

Termine 

Auftaktveranstaltung: Dienstag, 11. November, 15.00 – 17.00 Uhr    
1. Fortbildungsmodul: Dienstag, 02. Dezember, 15.00 – 18.00 Uhr      
2. Fortbildungsmodul: Dienstag, 20. Januar, 15.00 – 18.00 Uhr       
3. Fortbildungsmodul: Dienstag, 17. Februar, 15.00 – 18.00 Uhr       
4. Fortbildungsmodul: Dienstag, 14. April, 15.00 – 18.00 Uhr  
5. Fortbildungsmodul: Dienstag, 19. Mai, 15.00 – 18.00 Uhr 

Ort: Rathaus Lichtenberg. Der genaue Ort der Workshops wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben.   

Anmeldung: Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufeinander aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Anmeldung per E-Mail an Lior Ahlvers (KOAS: „ACT gegen Gewalt“): ahlvers@koas-bildungundforschung.de

Zielgruppe: (Insbesondere) Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Lichtenberg. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, öffnen wir die Anmeldung auch gerne für alle Interessierten außerhalb der Verwaltung – vor allem pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen.

Anerkennung und Freistellung: Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.  
Kosten: Die Teilnahme an der Fortbildungsreihe ist kostenfrei. 

„Erkennen Sie Antisemitismus?“, „Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?“ „Welche Möglichkeiten haben Sie als Verwaltungskraft oder Multiplikator*in, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?”   

Die Fortbildungsreihe „Antisemitismus professionell begegnen“ thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe bietet Unterstützung beim Einüben eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus.  

Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 15.00 – 18.00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.   

Beschreibung der Fortbildungsmodule:     

Auftaktveranstaltung: (11.11.2025 15:00-17:00h):  

Gemeinsam wollen wir uns über Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus austauschen. Es wird auch Raum geben, eigene Erfahrungen und Fragen an das Thema einzubringen, persönliche Bezüge zu Antisemitismus zu reflektieren und individuelle Bedarfe zu eruieren. Ferner stellen wir den Aufbau und die Inhalte der Fortbildungsreihe ausführlich vor und besprechen dies gemeinsam.   

1. Was ist Antisemitismus? (02.12.2025):      

Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.   

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (20.01.2026):      

Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.       

3. Israelbezogener Antisemitismus (17.02.2026)   

Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unser dritter Workshop lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.     

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (14.04.2026)   
Durchgeführt von OFEK Berlin     

Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.  

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (19.05.2026)      

Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen_Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.    

Die Fortbildungsreihe wird vom Bildungsprojekt „ACT gegen Gewalt“ des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) in Kooperation mit OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung sowie dem Antisemitismusbeauftragten des Bezirks Lichtenberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.   

Referent*innen: Berater*innen von OFEK BERLIN und Beate Klammt, Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (KOAS)  

Fortbildung »​Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit« 

Termine:

23.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr,
28.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr

Ort: Digital

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.

Im Rahmen der fortlaufenden Zusammenarbeit mit der Polizeischule Meiningen werden regelmäßig Fortbildungen für Polizeianwärter*innen umgesetzt, die zentrale Fragen demokratischer Professionalität in den Fokus rücken. Die Polizei hat den Auftrag, die Menschenrechte zu garantieren und die freiheitliche demokratische Grundordnung zu schützen. Sie ist dabei sowohl Ansprechpartnerin als auch soziale und politische Akteurin. Vor diesem Hintergrund gehört die Auseinandersetzung mit demokratischen Grundverständnissen ebenso zu ihrem professionellen Selbstverständnis wie die Reflexion von Gewaltverhältnissen, etwa in Bezug auf Antisemitismus. Zentrales Anliegen der Fortbildung ist es, ein fundiertes Wissen über aktuelle Ausdrucksformen antisemitischer Strukturen und Vorfälle für die polizeiliche Praxis bereitzustellen. Die Einschätzung und Erfassung antisemitischer Straftaten sowie ein angemessener Umgang mit Betroffenen bilden dabei weitere Schwerpunkte. Das Format bietet die Möglichkeit, dieses Wissen zu erwerben und zu vertiefen sowie konkrete Bezüge zur polizeilichen Praxis herzustellen und anhand von Fallbeispielen zu erproben.

Das Bildungsangebot ist eine Kooperation des Bildungszentrums der Polizei Thüringen in Meiningen mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS).

Referent*innen: 
1. Termin: Alexander Vasmer und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS);
2. Termin: Dr. Gabriella Valaczkay und Lior Ahlvers (KOAS)

Fortbildung »​Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit« 

Termine:

23.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr,
28.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.

Im Rahmen der fortlaufenden Zusammenarbeit mit der Polizeischule Meiningen werden regelmäßig Fortbildungen für Polizeianwärter*innen umgesetzt, die zentrale Fragen demokratischer Professionalität in den Fokus rücken. Die Polizei hat den Auftrag, die Menschenrechte zu garantieren und die freiheitliche demokratische Grundordnung zu schützen. Sie ist dabei sowohl Ansprechpartnerin als auch soziale und politische Akteurin. Vor diesem Hintergrund gehört die Auseinandersetzung mit demokratischen Grundverständnissen ebenso zu ihrem professionellen Selbstverständnis wie die Reflexion von Gewaltverhältnissen, etwa in Bezug auf Antisemitismus. Zentrales Anliegen der Fortbildung ist es, ein fundiertes Wissen über aktuelle Ausdrucksformen antisemitischer Strukturen und Vorfälle für die polizeiliche Praxis bereitzustellen. Die Einschätzung und Erfassung antisemitischer Straftaten sowie ein angemessener Umgang mit Betroffenen bilden dabei weitere Schwerpunkte. Das Format bietet die Möglichkeit, dieses Wissen zu erwerben und zu vertiefen sowie konkrete Bezüge zur polizeilichen Praxis herzustellen und anhand von Fallbeispielen zu erproben.

Das Bildungsangebot ist eine Kooperation des Bildungszentrums der Polizei Thüringen in Meiningen mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS).

Referent*innen: 
1. Termin: Alexander Vasmer und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS);
2. Termin: Dr. Gabriella Valaczkay und Lior Ahlvers (KOAS)

Fortbildung »​Die Diskriminierungsform Antisemitismus in der Gegenwart« 

Anmeldung: unter info@unityed.de

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Im Zentrum der Fortbildung steht die Sensibilisierung für Antisemitismus in historischen und institutionellen Kontinuitäten. Die Fortbildung eröffnet einen Reflexionsraum, in dem die Aufarbeitung des Nationalsozialismus und der Shoah in der Justiz sowie aktuelle rechtliche Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus diskutiert werden. Ziel ist es, Sensibilität für die langfristigen Wirkmechanismen von Antisemitismus zu schärfen und zugleich die eigene institutionelle Praxis kritisch und zukunftsorientiert zu reflektieren.  

Die Fortbildung wird vom Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) durch das Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« in Kooperation mit OFEK e.V. durchgeführt. Sie findet im Kontext des Ausstellungsprojekts »Lasst mich ich selbst sein.« statt, das durch den Landespräventionsrat Thüringen gefördert und vom Anne Frank Zentrum Berlin, dem Anne Frank Haus Amsterdam sowie UNITYED umgesetzt wird.Referent*innen: Judith Steinkühler und Vera Katona (KOAS)

Fortbildung »​Kritische Pädagogik in herausfordernde Zeiten«

Anmeldung: Veranstaltungsnummer: 272800901

Seit Langem beobachten wir eine zunehmende politische und gesellschaftliche Polarisierung. Krisenhafte Entwicklungen verschärfen bestehende Ungleichheiten und führen vermehrt zu Gewalt gegen Einzelne und Gruppen.

Diese Fortbildung unterstützt pädagogische Fachkräfte in der Einschätzung und Einordnung von Diskriminierung in ihren jeweiligen Berufsfeldern und bietet Raum zur Einübung von Grundsätzen sowie Methoden diskriminierungskritischer Praxis. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Wo stehen wir als Fachkräfte selbst – und wo liegen unsere Fragen und Reflexionsbedarfe? Wie gehen wir mit Vorfällen und Konflikten um – im Alltag, in der Organisation, im Team? Wie kann ein diskriminierungskritisches und bestärkendes Lern- und Arbeitsumfeld für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestaltet werden? Die Fortbildung schafft Raum für kollegialen Austausch und setzt fachliche Impulse für eine zeitgemäße und emanzipatorische pädagogische Praxis. 

Die Fortbildung findet im Rahmen der Kooperation des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) statt.

Referent*in: Judith Steinkühler (KOAS)

Vortrag und Diskussion mit Marina Chernivsky »Leerstellen und Aktualisierungen der Antisemitismuskritik« 

(Tagung 28./29.05.2026) 

Anmeldung: bis 8. Mai 2026 per Mail an: veranstaltungen-z@hannover-stadt.de

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Flyer

Diese Tagung arbeitet zum Thema »Auftrag und Herausforderung für eine zeitgemäße historisch-politische Bildung«

Vortrag und Diskussion mit Marina Chernivsky »Leerstellen und Aktualisierungen der Antisemitismuskritik« im Rahmen des Panels »Antisemitismuskritik und Demokratiebildung« auf der Tagung »Demokratie. Bildung. Erinnerung« 

Demokratiebildung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem zentralen Begriff in pädagogischen wie politischen Debatten entwickelt. Dabei bleibt er vage und scheint konzeptuell kaum konturiert. Zugleich rückt angesichts zunehmender Demokratie- und Menschenfeindlichkeit in Deutschland sowie weltweit die Bedeutung von Bildung für Demokratie zunehmend ins öffentliche Bewusstsein. Und so werden Orte historisch-politischer Bildung wie auch Gedenkstätten verstärkt dazu aufgefordert, mit ihren Angeboten explizit Demokratiebildung umzusetzen. Doch was ist Demokratiebildung? Handelt es sich um einen Trend-Begriff oder kann mit ihm aktuellen und neuen Herausforderungen zielführender pädagogisch begegnet werden? Welche Ziele, Konzepte und Aufgaben, aber auch welche Herausforderungen und Kontroversen sind mit Demokratiebildung verbunden? Wer sind die Akteur*innen der Demokratiebildung? Und wie stehen der Anspruch von Demokratiebildung und historisch-politischer Bildung zueinander?

Diese Fragen sollen im Rahmen der Tagung diskutiert werden. Dabei werden verschiedenen Dimensionen von Ungleichheit wie Rassismus, Antisemitismus, Anti-Feminismus und Queerfeindlichkeit sowie Ableismus ebenso wie aktuelle Herausforderungen von Rechtsradikalismus und Möglichkeiten der Digitalisierung im Zentrum stehen und sowohl bezogen auf die aktuellen wissenschaftlichen Debatten wie auch anhand von praktischen Projekten aus der Bildungsarbeit diskutiert. Dies ist eine Tagung zum 5-jährigen Bestehen vom ZeitZentrum Zivilcourage in Kooperation mit dem Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover und dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt Erinnerungskulturen und Bildung, Universität Hildesheim.

Referent*in: Marina Chernivsky (KOAS) 

Podiumsdiskussion mit Marina Chernivsky »Nach dem Erinnern? – Über die Zukunft der Erinnerungskultur«

Anmeldung   

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Podiumsdiskussion mit Marina Chernivsky »Nach dem Erinnern? – Über die Zukunft der Erinnerungskultur« im Rahmen des Begleitprogramms der Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945«

Die Diskussion richtet den Blick auf Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur: Wie verändert sich das Erinnern in einer vielfältigen, digitalen und politisch polarisierten Gesellschaft? Welche Rolle spielen politische Bildung, mediale Öffentlichkeit und postmigrantische Perspektiven? Und was bedeutet Verantwortung für Geschichte in einer Zeit, in der traditionelle Formen des Gedenkens zunehmend unter Druck geraten? Mit Marina Chernivsky (Antisemitismusforscherin), Hadija Haruna-Oelker (Diversitäts- und Rassismusforscherin) und Prof. Dr. Karim Fereidooni (Professor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung). In Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. 

Die im Rahmen des Begleitprogramms der Ausstellung »Die Nazis waren ja nicht einfach weg: Vom Umgang mit dem Nationalsozialismus in Deutschland seit 1945« des Museums für Kommunikation stattfindende Podiumsdiskussion findet in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung statt. 

Referent*in: Marina Chernivsky (KOAS) 

Vortrag und Gespräch mit Marina Chernivsky »Herausforderungen und Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung und Beratung in der Schule«

Anmeldung 

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Vortrag und Gespräch mit Marina Chernivsky »Herausforderungen und Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung und Beratung in der Schule« im Rahmen der Tagung  »Antisemitismuskritische Bildung in der (Grund-)Schule: Strukturen, Forschung, Praxis«

Antisemitismus zeigt sich auch in der (Grund-)Schule. Die Tagung zielt darauf ab, verschiedene Perspektiven auf Antisemitismus zu beleuchten. Dabei werden empirische und konzeptionelle Zugänge aus Forschung und Lehrer*innenbildung einbezogen. Akteure der (Grund-)Schule sollen vernetzt werden, um Ansätze zur Prävention und Intervention zu entwickeln. Im Fokus steht dabei die antisemitismuskritische Bildung als integraler Bestandteil der Demokratiebildung in der (Grund-)Schule. 

Konferenzthemen und Fokusfragen: 

  • Wie können Lehrkräfte sensibilisiert und motiviert werden, sich mit Antisemitismus auseinanderzusetzen? 
  • Welche strukturellen und fachlichen Unterstützungen sind notwendig, um Schulen zu befähigen, nachhaltig gegen Antisemitismus zu agieren? 
  • Wie können Netzwerke geschaffen werden, um eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren zu gewährleisten? 
  • Wie kann antisemitismuskritische Bildung als Querschnittsthema in der Demokratiebildung verankert werden? 

Wissenschaftliche und Fachliche Impulse, praxisnahe Austauschformate und Workshops bilden den Rahmen dieser Tagung. Eingeladen sind Dozierende, Forschende, Lehrkräfte, Lehramtsstudierende, Bildungsverantwortliche, die gemeinsam darüber diskutieren wollen, wie eine antisemitismuskritische Bildung in der (Grund-)Schule gelingen kann. Die Tagung soll die Gelegenheit bieten, Ideen zu teilen, unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen und tragfähige Konzepte zu erarbeiten. 

Dies ist eine Veranstaltung der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität – Campus Landau.

Referent*in: Marina Chernivsky (KOAS) 

Fortbildung »Beteiligungsorientierte Teamarbeit als Grundlage diskriminierungssensibler Praxis in der frühen Bildung« 

Wie kann die Zusammenarbeit im Kita-Alltag so gestaltet werden, dass Verantwortung geteilt, Beteiligung ermöglicht und kollegiale Unterstützung verlässlich gelebt werden? Diese Fragen standen im Zentrum der Fortbildung für pädagogische Fachkräfte in der jüdischen Kindertagesstätte  in Köln. Im Rahmen der Veranstaltung wurde daran gearbeitet, die Zusammenarbeit im Kita-Alltag bewusst als gemeinsamen Aushandlungs- und Beteiligungsprozess zu gestalten. Im Mittelpunkt standen Fragen geteilter Verantwortung, transparenter Kommunikation und kollegialer Unterstützung. Die angeleitete Reflexion der eigenen Teamprozesse eröffnete Raum, bestehende Ressourcen sichtbar zu machen und professionelle Abstimmung weiterzuentwickeln. 
Die Veranstaltung leistete damit einen Beitrag zur Stärkung demokratischer Teamkultur und professioneller Handlungssicherheit. Durch die systematische Auseinandersetzung mit Kommunikationsmustern, Rollenverständnissen und Formen gegenseitiger Unterstützung wurden Impulse für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung im Team gesetzt. Die Fortbildung knüpfte an konkrete Praxiserfahrungen an und unterstützte zugleich die strukturelle Verankerung einer diskriminierungssensiblen Haltung im pädagogischen Alltag.

Auch im laufenden Jahr steht »ATID 2.0 – Kinder stärken. Zukunft gestalten« Kitas bundesweit als Fortbildungs- und Beratungsangebot zur Verfügung. Ziel ist es, pädagogische Teams in ihrer professionellen Haltung zu stärken, demokratische und diversitätsorientierte Praxis weiterzuentwickeln sowie Handlungssicherheit im Umgang mit Diskriminierung und Antisemitismus nachhaltig zu fördern. 

Dieser Workshop fand in der Jüdischen Kita Köln statt.

Referent*in: Vera Katona 

Vortrag von Marina Chernivsky »Antisemitismus im Kontext Schule. Studienbefunde und Handlungsempfehlungen«

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Vortrag von Marina Chernivsky »Antisemitismus im Kontext Schule. Studienbefunde und Handlungsempfehlungen« im Rahmen der Fachkonferenz für Lehrkräfte »Antisemitismus – Fakten, Mythen, Israel-Bashing. Herausforderungen in der Bildungsarbeit (in Brandenburg)« (09.-10.03.2026) 

Die Fachkonferenz führte in Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus ein – und zeigte zugleich, wo und wie jüdisches Leben auch 80 Jahre nach der Shoah bedroht wird. Die Teilnehmer*innen erhielten Einblicke in klassische antijüdische Feindbilder, Stereotypen und Verschwörungsmythen sowie Erscheinungsformen von Israel-bezogenem Antisemitismus. Sie bekamen Anregungen zum Nachdenken über Handlungsbedingungen im schulischen Bereich bzw. in Bildungskontexten
und Gelegenheit, eigene Erfahrungen mit antisemitischen Zwischenfällen zu reflektieren. Die Fachkonferenz verstand sich als Grundlagenseminar mit Beteiligung verschiedener Expert*innen aus Praxis und Forschung zu Antisemitismus. Die Fortbildungsreihe bot neben der grundlegenden Fachkonferenz auch vertiefende Methoden-Seminare an.

Die Veranstaltung wurde durch die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. 

Referent*in: Marina Chernivsky (KOAS)