Marina Chernivsky auf dem Podium »​Tacheles reden – Antisemitismus unter uns« 

Anmeldung: bereits ausgebucht..

Link zur Veranstaltung

Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war auch ein Einschnitt für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland. Antisemitische Übergriffe auf Jüdinnen und Juden nahmen sprunghaft zu. Doch Antisemitismus in der Bundesrepublik ist kein neues Phänomen, sondern auch nach dem Holocaust seit Jahrzehnten im gesamten Spektrum der Gesellschaft präsent, teils offen, teils verschleiert.

Wie erleben Jüdinnen und Juden antisemitische Beleidigungen und Übergriffe? Und wie kann man ihnen wirkungsvoll begegnen? Über diese Fragen diskutieren auf dem Podium Personen, die mit Antisemitismus konfrontiert sind und an Gegenstrategien arbeiten.

Volker Beck war Bundestagsabgeordneter (1994-2017), ist Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und Geschäftsführer des Tikvah Instituts.

Marina Chernivsky ist Psychologin und Antisemitismusforscherin. Sie leitet das KOAS und die Beratungsstelle für antisemitische Gewalt und Diskriminierung OFEK e.V..

Mark Rubinstein ist Vizepräsident der Jüdischen Studierendenunion Württemberg.

Isabel Fezer (Moderation) ist Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und Sprecherin des Vorstands der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart.

​Der Podiumsdiskussion ist eine Veranstaltung des Theodor-Heuss-Hauses in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Stuttgart.

Referent*in: Marina Chernivsky (KOAS)

Workshop »​Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«​

Anmeldung: ​Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.​ 

​Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen_Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Zugleich wird Antisemitismus in der nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft oft verkannt, wodurch es, zuweilen ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen kommt. 
Der Workshop fördert ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit Traditionslinien des gesellschaftlichen und pädagogischen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Sie erhalten Impulse, um Antisemitismus stärker wahrzunehmen, zu deuten und im Alltag darauf zu reagieren. Der Workshop sensibilisiert für die Notwendigkeit, Antisemitismuskritik in die professionelle und pädagogische Haltung zu integrieren.​ 

​Der Workshop findet in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Freiburg statt.​ 

Referent*in: ​Romina Wiegemann​ 

Seminar »​Antisemitismus der Gegenwart«​

Datum:  ​06.11.2026, 9:00 Uhr – 07.11.2026, 12:00 Uhr​  

Ort: ​Freiburg​  

Anmeldung: ​Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.​   

Antisemitische Ressentiments sind in der gesamten Gesellschaft tief verankert. Ideologische Versatzstücke ziehen sich – teils diffus, teils deutlich ausgeprägt – durch alle gesellschaftlichen Strukturen. Zugleich herrscht dominanzgesellschaftlich ein historisierender, tabuisierender und verrätselnder Blick auf Antisemitismus vor, er gilt als schwer greifbares oder in erster Linie erinnerungspolitisches Problem.  
Dem gegenüber steht die Erfahrung von Jüdinnen_Juden. Für viele ist Antisemitismus alltagsprägend. Die Perspektive der Betroffenen offenbart eine Diskriminierungs- und Gewaltordnung von ungebrochener Aktualität. Steigende Fallzahlen antisemitischer Diskriminierung und Gewalt stellen Fachkräfte vor die Herausforderung, kompetent auf diese Entwicklungen zu reagieren.  
 Das Seminar unternimmt eine, die dominantgesellschaftlichen Perspektiven dekonstruierende, Annäherung an Kontinuitäten, Brüche und die Vielgestaltigkeit von Antisemitismus in der postnationalsozialistischen und postmigrantischen deutschen Gegenwartsgesellschaft. Eine reflexive Beschäftigung mit Antisemitismus fördert die Handlungsfähigkeit in kritischen Situationen. Die Teilnehmer*innen werden darin gestärkt, themenbezogene Ambivalenzen zu erkennen, Wissensbestände neu zu ordnen, Praxisansätze weiterzuentwickeln und jüdische Perspektiven auf Antisemitismus einzubeziehen. Das Seminar ist prozesshaft und dialogisch-reflexiv ausgerichtet. Theologische Zugänge und religiöse Fragen sind nicht explizit Gegenstand des Seminares.​ 

Das Seminar ist eine Kooperation zwischen Evangelische Hochschule Freiburg und dem Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK e. V. ​  

Referent*innen: ​Romina Wiegemann (KOAS) und eine Kollegin von OFEK e.V.​  

Podiumsdiskussion mit Marina Chernivsky auf der Veranstaltung »Der 7. Oktober 2023 und die Folgen. Jüdisches Leben nach einer Zäsur.«

Anmeldung: ab 09.09.2026, 

Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 markierte für viele Jüdinnen und Juden in Deutschland einen tiefen Einschnitt. Infolge des antisemitischen Massakers kam es bundesweit zu einer regelrechten Welle des Antisemitismus. Berlin stellte einen Schwerpunkt der langanhaltenden israelfeindlichen Mobilisierung dar, die sich in deutlich steigenden antisemitischen Vorfallszahlen und Straftaten niederschlug. Die Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl, die gesellschaftliche Teilhabe und den Alltag von Jüdinnen und Juden sind bis heute spürbar.

Die Veranstaltung lädt dazu ein, über diese Entwicklungen ins Gespräch zu kommen, den Erfahrungen der Betroffenen Raum zu geben und Gegenstrategien zu diskutieren. Nach einer Vorstellung des Projekts KOLOT – קולות – STIMMEN, das die Folgen des 7. Oktober für Jüdinnen und Juden in Form von Videointerviews dokumentiert, diskutieren auf dem Podium: Marina Chernivsky (Leitung KOAS, Geschäftsführerin von OFEK – Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung / Gründerin des Projekts KOLOT – קולות –STIMMEN), Lala Süsskind (Geschäftsführende Gesellschafterin von Jehi `Or – Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemitismus), Sigmount Königsberg (Beauftragter gegen Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Jörn Oltmann (Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg), Michael Sulies (Beauftragter gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg). Es moderiert Christine Fidancan (Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement und gegen Einsamkeit des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg)

Eine gemeinsame Veranstaltung der Beauftragten für Bürgerschaftliches Engagement und gegen Einsamkeit, des Ehrenamtsbüros und des Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg von Berlin.

Referent*in: Marina Chernivsky (KOAS)​ 

​​Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (5/5)

Daten: 
​19.01.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.02.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.03.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
13.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
11.05.2027, 09:00 – 12:00 Uhr​ 

Ort: ​Alle Fortbildungen finden im Rathaus Pankow statt. Der genaue Raum wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben. ​ 

Zielgruppe: Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Pankow.

Anmeldung: ​Eine Anmeldung ist über die Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragte des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Frau Monika Flores, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Sie können sich bis zum 09.01.2027 per Mail anmelden:  monika.flores@ba-pankow.berlin.de. ​ 

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.

​»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«.  
 
Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe unterstützt bei der Entwicklung eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus. 
 
Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 09:00 – 12:00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.  
 
Beschreibung der Fortbildungsmodule:    
1. Was ist Antisemitismus? (19.01.2027):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  
 
2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (16.02.2027):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      
 
3. Israelbezogener Antisemitismus (16.03.2027)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  
 
4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (13.04.2027)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   
 
5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (11.05.2027)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.  
​
​Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums  antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit der Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragten des Bezirksamts Pankow umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS) sowie Berater*innen von OFEK Berlin.​ 

​ 

​​Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (4/5)

Daten: 
​19.01.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.02.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.03.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
13.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
11.05.2027, 09:00 – 12:00 Uhr​ 

Ort: ​Alle Fortbildungen finden im Rathaus Pankow statt. Der genaue Raum wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben. ​ 

Zielgruppe: Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Pankow.

Anmeldung: ​Eine Anmeldung ist über die Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragte des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Frau Monika Flores, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Sie können sich bis zum 09.01.2027 per Mail anmelden:  monika.flores@ba-pankow.berlin.de. ​ 

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.

​»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«.  
 
Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe unterstützt bei der Entwicklung eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus. 
 
Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 09:00 – 12:00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.  
 
Beschreibung der Fortbildungsmodule:    
1. Was ist Antisemitismus? (19.01.2027):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  
 
2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (16.02.2027):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      
 
3. Israelbezogener Antisemitismus (16.03.2027)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  
 
4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (13.04.2027)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   
 
5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (11.05.2027)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.  
​
​Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums  antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit der Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragten des Bezirksamts Pankow umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS) sowie Berater*innen von OFEK Berlin.​ 

​ 

​​Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (3/5)

Daten: 
​19.01.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.02.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.03.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
13.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
11.05.2027, 09:00 – 12:00 Uhr​ 

Ort: ​Alle Fortbildungen finden im Rathaus Pankow statt. Der genaue Raum wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben. ​ 

Zielgruppe: Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Pankow.

Anmeldung: ​Eine Anmeldung ist über die Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragte des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Frau Monika Flores, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Sie können sich bis zum 09.01.2027 per Mail anmelden:  monika.flores@ba-pankow.berlin.de. ​ 

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.

​»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«.  
 
Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe unterstützt bei der Entwicklung eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus. 
 
Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 09:00 – 12:00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.  
 
Beschreibung der Fortbildungsmodule:    
1. Was ist Antisemitismus? (19.01.2027):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  
 
2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (16.02.2027):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      
 
3. Israelbezogener Antisemitismus (16.03.2027)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  
 
4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (13.04.2027)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   
 
5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (11.05.2027)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.  
​
​Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums  antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit der Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragten des Bezirksamts Pankow umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS) sowie Berater*innen von OFEK Berlin.​ 

​ 

​​Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (2/5)

Daten: 
​19.01.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.02.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.03.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
13.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
11.05.2027, 09:00 – 12:00 Uhr​ 

Ort: ​Alle Fortbildungen finden im Rathaus Pankow statt. Der genaue Raum wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben. ​

Zielgruppe: Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Pankow. 

Anmeldung: ​Eine Anmeldung ist über die Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragte des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Frau Monika Flores, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Sie können sich bis zum 09.01.2027 per Mail anmelden:  monika.flores@ba-pankow.berlin.de. ​ 

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.

​»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«.  
 
Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe unterstützt bei der Entwicklung eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus. 
 
Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 09:00 – 12:00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.  
 
Beschreibung der Fortbildungsmodule:    
1. Was ist Antisemitismus? (19.01.2027):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  
 
2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (16.02.2027):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      
 
3. Israelbezogener Antisemitismus (16.03.2027)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  
 
4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (13.04.2027)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   
 
5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (11.05.2027)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.  
​
​Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums  antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit der Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragten des Bezirksamts Pankow umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS) sowie Berater*innen von OFEK Berlin.​ 

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​​Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (1/5)

Daten: 
​19.01.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.02.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
16.03.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
13.04.2027, 09:00 – 12:00 Uhr, 
11.05.2027, 09:00 – 12:00 Uhr​ 

Ort: ​Alle Fortbildungen finden im Rathaus Pankow statt. Der genaue Raum wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben. ​

Zielgruppe: Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Pankow.

Anmeldung: ​Eine Anmeldung ist über die Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragte des Bezirksamtes Pankow von Berlin, Frau Monika Flores, möglich. Die Teilnehmendenzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungen ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Sie können sich bis zum 09.01.2027 per Mail anmelden:  monika.flores@ba-pankow.berlin.de. ​ 

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.

​»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«.  
 
Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe unterstützt bei der Entwicklung eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus. 
 
Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 09:00 – 12:00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.  
 
Beschreibung der Fortbildungsmodule:    
1. Was ist Antisemitismus? (19.01.2027):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  
 
2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (16.02.2027):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      
 
3. Israelbezogener Antisemitismus (16.03.2027)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  
 
4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (13.04.2027)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   
 
5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (11.05.2027)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.  
​
​Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums  antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit der Antisemitismus- und Antidiskriminierungsbeauftragten des Bezirksamts Pankow umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS) sowie Berater*innen von OFEK Berlin.​ 

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​​Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (5/5)

Daten: 
​08.12.2026, 15:00 – 18:00 Uhr, 
12.01.2027, 15:00 – 18:00 Uhr, 
26.01.2027, 15:00 – 18:00 Uhr, 
09.02.2027, 15:00 – 18:00 Uhr, 
23.02.2027, 15:00 – 18:00 Uhr​ 

Ort: ​Rathaus Lichtenberg​ 

Zielgruppe: (Insbesondere) Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Lichtenberg. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, öffnen wir die Anmeldung auch gerne für alle Interessierten außerhalb der Verwaltung – vor allem pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen. 

Anmeldung: ​Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Fortbildungsmodulen ist aufgrund des aufeinander aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Anmeldung per E-Mail bis zum 27.11.2026 an Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS »ACT gegen Gewalt«): valaczkay@koas-bildungundforschung.de. ​ 

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.

»Erkennen Sie Antisemitismus?«, »Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?«, »Welche Möglichkeiten haben Sie, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?«.  
 
Die Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen« thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe bietet Unterstützung beim Einüben eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus. 
 
Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 15:00 – 18:00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.  
 
Beschreibung der Fortbildungsmodule:    
1. Was ist Antisemitismus? (08.12.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  
   
2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (12.01.2027):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      
 
3. Israelbezogener Antisemitismus (26.01.2027):  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  
 
4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (09.02.2027)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   
 
5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (23.02.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen. 
​
​Die Fortbildungsreihe wird vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) in Kooperation mit OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung sowie dem Antisemitismusbeauftragten des Bezirks Lichtenberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS) sowie Berater*innen von OFEK Berlin.​