Fortbildung »Antisemitismus professionell begegnen« (4/5)

Daten: 
07.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr, 
14.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
11.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
18.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
25.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr

Ort: Rathaus Tempelhof-Schöneberg

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei. Die Teilnahme an der Veranstaltung wird als reguläre Arbeitszeit angerechnet. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig.

Kosten:
Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenfrei. Nach Abschluss der Reihe wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail bei der Stabsstelle für personelle Vielfalt an: vielfalt_leben@ba-ts.berlin.de. 

Beschreibung der Fortbildungsmodule:    

1. Was ist Antisemitismus? (7.10.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (14.10.2026):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.11.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.11.2026)  – Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.11.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.

Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).

Referent*innen: ​Referent*innen von OFEK Berlin und Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS)

Fortbildung »Antisemitismus professionell begegnen« (3/5)

Daten: 
07.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr, 
14.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
11.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
18.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
25.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr

Ort: Rathaus Tempelhof-Schöneberg

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei. Die Teilnahme an der Veranstaltung wird als reguläre Arbeitszeit angerechnet. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig.

Kosten:
Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenfrei. Nach Abschluss der Reihe wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail bei der Stabsstelle für personelle Vielfalt an: vielfalt_leben@ba-ts.berlin.de. 

Beschreibung der Fortbildungsmodule:    

1. Was ist Antisemitismus? (7.10.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (14.10.2026):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.11.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.11.2026)  – Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.11.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.

Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).

Referent*innen: ​Referent*innen von OFEK Berlin und Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS)

Fortbildung »Antisemitismus professionell begegnen« (2/5)

Daten: 
07.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr, 
14.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
11.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
18.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
25.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr

Ort: Rathaus Tempelhof-Schöneberg

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei. Die Teilnahme an der Veranstaltung wird als reguläre Arbeitszeit angerechnet. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig.

Kosten:
Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenfrei. Nach Abschluss der Reihe wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail bei der Stabsstelle für personelle Vielfalt an: vielfalt_leben@ba-ts.berlin.de. 

Beschreibung der Fortbildungsmodule:    

1. Was ist Antisemitismus? (7.10.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (14.10.2026):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.11.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.11.2026)  – Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.11.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.

Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).

Referent*innen: ​Referent*innen von OFEK Berlin und Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS)

Fortbildung »Antisemitismus professionell begegnen« (1/5)

Daten: 
07.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr, 
14.10.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
11.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
18.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr,
25.11.2026, 9:00 Uhr – 12:00 Uhr

Ort: Rathaus Tempelhof-Schöneberg

Zielgruppe:
Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die Teilnehmendenzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt. Die Teilnahme an der Workshopreihe ist kostenfrei. Die Teilnahme an der Veranstaltung wird als reguläre Arbeitszeit angerechnet. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufbauenden Charakters der Reihe wichtig.

Kosten:
Die Teilnahme an den Fortbildungen ist kostenfrei. Nach Abschluss der Reihe wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Anerkennung und Freistellung:
Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail bei der Stabsstelle für personelle Vielfalt an: vielfalt_leben@ba-ts.berlin.de. 

Beschreibung der Fortbildungsmodule:    

1. Was ist Antisemitismus? (7.10.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.  

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (14.10.2026):     
Was spricht dagegen Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.      

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.11.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.11.2026)  – Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.11.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.

Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).

Referent*innen: ​Referent*innen von OFEK Berlin und Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS)

Bundesweite KOVA-Tagung »​Historische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz – Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus an Gedenkstätten und Erinnerungsorten«​​

Anmeldung

Programm

Flyer

Gedenkstätten der nationalsozialistischen Massenverbrechen sind wichtige Orte historisch-politischer Bildung. Sie bewahren die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und vermitteln Wissen über die Shoa. Doch diese Orte geraten immer wieder in den Fokus antisemitischer Anfeindungen: Relativierungen und Leugnungen der Shoa, gezielte Zerstörungen von Erinnerungsorten zu jüdischem Leben und zur Geschichte Nationalsozialismus oder auch offene Angriffe auf Besucher*innen und Mitarbeitende. Seit dem 7. Oktober 2023 ist eine deutliche Zunahme antisemitischer Vorfälle zu verzeichnen. Auch die Zahl rechtsextremer Angriffe an Gedenkstätten ist stark gestiegen. Wie können Gedenkstätten und Museen mit diesen Entwicklungen umgehen? Welche Handlungsspielräume gibt es für die Institutionen und einzelnen Mitarbeiter*innen?

Die bundesweite Fachtagung bringt Akteur*innen aus Gedenkstättenarbeit, Wissenschaft, Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu analysieren und Perspektiven für den Umgang mit Antisemitismus an Erinnerungsorten zur Geschichte des Nationalsozialismus, aber auch zu jüdischem Leben, zu diskutieren.
In Vorträgen, Workshops und Projektvorstellungen werden antisemitismuskritische Perspektiven sowie aktuelle Entwicklungen antisemitischer Vorfälle und Gewalt an Gedenkstätten und Erinnerungsorten diskutiert. Fokussiert wird insbesondere die Arbeit von NS-Gedenkstätten in NRW, im ländlichen Raum und den jeweiligen spezifischen Herausforderungen, die sich dort im Umgang mit antisemitischen Vorfällen ergeben. Im Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft werden unterschiedliche Ansätze der Analyse, Prävention und Reaktion vorgestellt und gemeinsam weitergedacht.

​​Workshop »​Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«​

 Anmeldung: ​Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.​ 

​Antisemitismus wird von Fachkräften als schwer greifbar wahrgenommen. Häufig fehlt das Wissen zur Erkennung von und die Sicherheit im Umgang mit Vorfällen. Dabei sind antisemitische Ressentiments und Routinen strukturell tief verankert und finden sich in allen gesellschaftlichen Institutionen und Bereichen. Ein reflektierender Umgang mit Antisemitismus setzt die Auseinandersetzung mit Antisemitismusverständnissen voraus – und deren Relevanz für das eigene berufliche Handeln.  

​Diese Fortbildung bietet einen ersten Einblick in gegenwärtige antisemitische Dynamiken, wie sie sich etwa in pädagogischen Räumen und institutionellen Strukturen manifestieren. Anhand praxisnaher Fallbeispiele wird die Wahrnehmung für subtile wie offene Formen von Antisemitismus im pädagogischen Alltag geschärft und der Umgang damit professionalisiert. Ein zentraler Be­standteil der Fortbildung ist die Förderung von Selbst­reflexion und kollegialem Austausch. Die Teilnehmenden werden ermutigt, eigene Erfahrungen und Handlungs­spielräume kritisch zu hinterfragen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln​ 

​Der Workshop findet in Kooperation mit dem Violence Prevention Network (VPN) statt.​ 

Referent*innen: ​Judith Steinkühler und Lea Güse​ (KOAS)

Vorstellung des KOAS »​Vorstellung ausgewählter Partnerprojekte von Yad Vashem«

Datum: ​18.05.2026​ 

Ort: ​Berlin​ 

​Vorstellung des KOAS »​Vorstellung ausgewählter Partnerprojekte von Yad Vashem« im Rahmen des »Yad Vashem-Partnertreffen der Sektion für die deutschsprachigen Länder « der Gedenkstätte Yad Vashem sowie der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz​

Am 18. Mai hatten wir die Gelegenheit, das KOAS im Rahmen des Yad Vashem-Partnertreffens der Sektion für die deutschsprachigen Länder vorzustellen. Der Fachaustausch der Partnerorganisationen und Partnerschulen des German Desk von Yad Vashem fand dieses Jahr an der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz statt. Nachdem Dr. Elke Rajal zur „Schuld der Anderen: Projektion und Erinnerungsabwehr im Antisemitismus nach Auschwitz“ referierte, konnten wir im Rahmen der Vorstellung ausgewählter Partnerprojekte unsere Arbeit präsentieren und mit den Teilnehmer*innen zu antisemitismuskritischer Bildungsarbeit ins Gespräch kommen. Wir danken den Kolleg*innen und insbesondere Yad Vashem und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz für den spannenden und inspirierenden Austausch! ​ 

Die Vorstellung erfolgte im Rahmen des Yad Vashem-Partnertreffens der Sektion für die deutschsprachigen Länder in Kooperation mit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz​ 

Referent*in: ​Alexander Vasmer (KOAS)​ 

Seminar »Diskriminierungskritische Praxis in Schule, Kita, Jugend- und Sozialarbeit« (3/3)

Termine:

Modul 1: 09.05.2026, 12:00 – 19:00 Uhr
Modul 2: 06.06.2026, 12:00 – 19:00 Uhr
Modul 3: 11.07.2026, 12:00 – 19:00 Uhr

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über Friedolin, die Seminarverwaltung der FSU

Seit Längerem beobachten wir eine zunehmende politische und gesellschaftliche Polarisierung. Krisenhafte Entwicklungen verschärfen bestehende Ungleichheiten und führen vermehrt zu Gewalt gegen Minderheiten. Pädagogische Institutionen und Fachkräfte stehen daher in besonderer Verantwortung, sichere Lern- und Erfahrungsräume zu schaffen und Schutz vor Diskriminierung wirksam zu gewährleisten. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Gewaltverhältnissen – insbesondere mit Antisemitismus, Rassismus, Klassismus, Sexismus und weiteren Formen von Ungleichwertigkeitsideologien. Diese Reflexion bildet den Ausgangspunkt für eine zeitgemäße, emanzipatorische pädagogische Praxis, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch strukturelle Bedingungen von Ausschluss und Zugehörigkeit sichtbar macht und bearbeitbar werden lässt. Eine weitere zentrale Prämisse ist die Entwicklung resilienter Institutionen, die in der Lage sind, auf gesellschaftliche Krisen, Polarisierungen und Gewaltverhältnisse nicht nur zu reagieren, sondern ihnen strukturell entgegenzuwirken. Resilienz meint in diesem Zusammenhang nicht bloß Anpassungsfähigkeit, sondern die bewusste Gestaltung von Strukturen, die Schutz, Reflexion und Handlungsfähigkeit langfristig sichern.
Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich vertieft mit den genannten Themenfeldern auseinanderzusetzen. Es zielt auf die Entwicklung und Einübung diskriminierungskritischer Haltungen sowie praxisrelevanter Kompetenzen im Umgang mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und aktuellen politischen Entwicklungen – insbesondere in Schule, anderen pädagogischen Einrichtungen sowie in der Jugend- und Sozialarbeit.
Am Beispiel von Antisemitismus werden zentrale Strukturprinzipien von Diskriminierung  herausgearbeitet und gemeinsam reflektiert. Dies ermöglicht ein vertieftes Verständnis ihrer Wirkungsweisen, Kontinuitäten und Herausforderungen im pädagogischen Alltag und sensibilisiert zugleich für die Erfahrungen der Betroffenen. Auch die Weitergabe historischer Wissensbestände und ihrer Bedeutungszusammenhänge wird dabei als Teil der Wirkungsgeschichte des Nationalsozialismus in individuellen wie gesellschaftlichen Kontexten sichtbar. Im Zentrum stehen stets die Fragen und  Reflexionsbedarfe der Teilnehmenden. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der einzelnen Module ist bedarfsorientiert und gruppenbezogen. Der thematische Fokus bleibt erhalten; zugleich hält sich die Seminarleitung und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen und Anliegen zu folgen und diese in das Curriculum zu integrieren. 

Die Fortbildung findet im Rahmen der Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Referent*in: Judith Steinkühler (KOAS)

Seminar »Diskriminierungskritische Praxis in Schule, Kita, Jugend- und Sozialarbeit« (2/3)

Termine:

Modul 1: 09.05.2026, 12:00 – 19:00 Uhr
Modul 2: 06.06.2026, 12:00 – 19:00 Uhr
Modul 3: 11.07.2026, 12:00 – 19:00 Uhr

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt über Friedolin, die Seminarverwaltung der FSU

Seit Längerem beobachten wir eine zunehmende politische und gesellschaftliche Polarisierung. Krisenhafte Entwicklungen verschärfen bestehende Ungleichheiten und führen vermehrt zu Gewalt gegen Minderheiten. Pädagogische Institutionen und Fachkräfte stehen daher in besonderer Verantwortung, sichere Lern- und Erfahrungsräume zu schaffen und Schutz vor Diskriminierung wirksam zu gewährleisten. Eine zentrale Voraussetzung dafür ist die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Gewaltverhältnissen – insbesondere mit Antisemitismus, Rassismus, Klassismus, Sexismus und weiteren Formen von Ungleichwertigkeitsideologien. Diese Reflexion bildet den Ausgangspunkt für eine zeitgemäße, emanzipatorische pädagogische Praxis, die nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch strukturelle Bedingungen von Ausschluss und Zugehörigkeit sichtbar macht und bearbeitbar werden lässt. Eine weitere zentrale Prämisse ist die Entwicklung resilienter Institutionen, die in der Lage sind, auf gesellschaftliche Krisen, Polarisierungen und Gewaltverhältnisse nicht nur zu reagieren, sondern ihnen strukturell entgegenzuwirken. Resilienz meint in diesem Zusammenhang nicht bloß Anpassungsfähigkeit, sondern die bewusste Gestaltung von Strukturen, die Schutz, Reflexion und Handlungsfähigkeit langfristig sichern.
Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich vertieft mit den genannten Themenfeldern auseinanderzusetzen. Es zielt auf die Entwicklung und Einübung diskriminierungskritischer Haltungen sowie praxisrelevanter Kompetenzen im Umgang mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und aktuellen politischen Entwicklungen – insbesondere in Schule, anderen pädagogischen Einrichtungen sowie in der Jugend- und Sozialarbeit.
Am Beispiel von Antisemitismus werden zentrale Strukturprinzipien von Diskriminierung  herausgearbeitet und gemeinsam reflektiert. Dies ermöglicht ein vertieftes Verständnis ihrer Wirkungsweisen, Kontinuitäten und Herausforderungen im pädagogischen Alltag und sensibilisiert zugleich für die Erfahrungen der Betroffenen. Auch die Weitergabe historischer Wissensbestände und ihrer Bedeutungszusammenhänge wird dabei als Teil der Wirkungsgeschichte des Nationalsozialismus in individuellen wie gesellschaftlichen Kontexten sichtbar. Im Zentrum stehen stets die Fragen und  Reflexionsbedarfe der Teilnehmenden. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der einzelnen Module ist bedarfsorientiert und gruppenbezogen. Der thematische Fokus bleibt erhalten; zugleich hält sich die Seminarleitung und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen und Anliegen zu folgen und diese in das Curriculum zu integrieren. 

Die Fortbildung findet im Rahmen der Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Referent*in: Judith Steinkühler (KOAS)

Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen«​ (5/5) (Verschoben) 

Termine: 
​28.05.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
04.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
11.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
18.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
25.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr​ 

Ort: ​Volkshochschule Treptow-Köpenick​ 

Anmeldung: ​bitte senden Sie bis zum 26.05.2026 eine Email an: antisemitismuspraevention@ba-tk.berlin.de  ​   ​  ​ 

​1. Was ist Antisemitismus? (28.05.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus. 

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (04.06.2026):     
Was spricht dagegen, Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.     

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.06.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  ​ 

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.06.2026)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen? Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   ​ 

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.06.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.​ 

​Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt«​ des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirksamts Treptow-Köpenick umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay​ (KOAS)