Fachveranstaltung »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita? Fachveranstaltung für Kitaleitungen« inkl. Workshop »Antisemitismus in Kindertagesstätten«

Anmeldung: Aufgrund der großen Nachfrage findet diese Veranstaltung für Kita-Leitungen mit unserem Workshop »Antisemitismus in Kindertagesstätten« im Mai zum zweiten Mal statt. Für eventuelle Restplätze für diesen Termin kontaktieren Sie bitte: veranstaltungen@annefrank.de
Eine dritte Veranstaltung in der zweiten Jahreshälfte ist in Planung.

Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich speziell an Kitaleitungen. Sie bietet Raum für Impulse zur antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Praxis, die Entwicklung neuer Perspektiven und den Austausch über pädagogische und institutionelle Handlungsspielräume. 

Zur Fachveranstaltung: Die frühe Bildung folgt in ihrer Ausrichtung unter anderem den Kinderechten und dem Anspruch des diskriminierungsfreien Aufwachsens aller Kinder. So ist es wichtig, dass Fachkräfte auch den Umgang mit Antisemitismus in ihr Professionsverständnis integrieren, damit Kitas auch für jüdische Kinder und ihre Familie sicherer werden.  

Allerdings erschließt sich die Notwendigkeit Antisemitismus als Herausforderung für die Arbeit in Kindertagesstätten zu betrachten, oftmals nicht auf den ersten Blick. Antisemitismus wird gesellschaftlich oft übersehen, als unbedeutend abgetan oder von einer nicht-jüdischen Mehrheit ausschließlich mit dem Nationalsozialismus und der Shoah in Verbindung gebracht. Diese Perspektive blendet jedoch aus, dass Antisemitismus – bewusst oder unbewusst – auch in der Gegenwart wirkt und alle an und in Kita Beteiligte darin involviert sind.   

Zum Workshop

Der Workshop des Kompetenzzentrums orientiert sich am Bildungsprogramm  „Antisemitismus in Kindertagesstätten“ des Kompetenzzentrums, dem folgende Überlegungen zugrunde liegen:
Antisemitismus in Kindertagesstätten ist eine vielschichtige Herausforderung, der noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Erfahrungen aus der Bildungsarbeit und der Beratung von betroffenen Familien weisen darauf hin, dass ein antisemitismus- und diskriminierungskritischer Blickwinkel auf die Einrichtungen frühkindlicher Bildung, der alle daran Beteiligten (Kita- und Trägerleitungen, Erzieher*innen, Eltern und Kinder) miteinschließt, dringend erforderlich ist.  

Antisemitismus zeigt sich in der Kita nicht nur in Form institutioneller Ein- und Ausschlusspraktiken, sondern tritt auch als bewusst und unbewusst wirkendes Gewaltverhältnis zu Tage. In der Identitätsentwicklung jüdischer Kinder spielen diese frühen Lebensjahre, in denen sie sich erstmalig Fragen nach Repräsentation, Differenz, Zugehörigkeit und Sicherheit stellen, eine entscheidende Rolle. 

Das Angebot bietet die Gelegenheit einer antisemitismuskritischen Reflexion der bisherigen Arbeitsformen, mit dem Ziel, die pädagogischen und institutionellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln und Perspektiven der von Antisemitismus betroffenen Kinder und Familien in den Mittelpunkt zu stellen.

Zu der Fachveranstaltung »Antisemitismus – eine Herausforderung für die Kita?« lädt das Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Anne Frank Zentrum, dem ANOHA – die Kinderwelt des Jüdischen Museums Berlin, dem Institut Kinderwelten, dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB) und der Beratungsstelle OFEK e. V. alle interessierten Kitaleitungen ein. 

Referent*innen: Romina Wiegemann und Lea Güse (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung. Eine Anmeldung ist nicht möglich.

Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen_Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Die fortwährende ›Perspektivendivergenz‹ (vgl. Antisemitismusbericht 2017) in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft trägt, zuweilen ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Antisemitismuserfahrungen werden wiederholt bagatellisiert, entideologisiert und umgedeutet, was einem wirksamen antisemitismuskritischen Handeln entgegensteht. 

Das Bildungsprogramm »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur« thematisiert Kontinuitäten, Brüche, Leerstellen, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus. Es sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und die Traditionslinien des gesellschaftlichen und pädagogischen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Das Programm fördert die (Weiter-)Entwicklung einer antisemitismuskritischen Haltung und Praxis. 

Der Workshop findet auf Einladung der Akademie am Tönsberg e.V. statt. 

Referent*in: Lea Güse (Kompetenzzentrum)  

Workshop »Antisemitismus in Kunst und Kultur«

Anmeldung: Eine Anmeldung ist leider nicht möglich.

Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen, so auch in Kunst und Kultur. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologie prägen daher auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus in Institutionen führt immer wieder zu problematischen Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive. 

Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einschließt. Das Bildungsprogramm »Antisemitismus in Kunst und Kultur« bietet Interessierten aus dem Tätigkeitsfeld die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit zu professionalisieren. 

Der Workshop findet auf Einladung der Anette von Droste zu Hülshoff-Stiftung statt. 

Referent*in: Lea Güse (Kompetenzzentrum) 

Beitrag »Möglichkeiten der Extremismusprävention durch örtliche Vorstandsmitglieder und Fachvortrag ,Neue Rechte‘«

Anmeldung: Zielgruppe sind Vorstandsmitglieder der THW-Landes(helfer)vereinigungen. Die Anmeldefrist ist am 24.03.2025 abgelaufen.

Am 26. April ist das Kompetenzzentrum Teil des Präsenzseminars »Prävention im Bereich Extremismus und Rechtspopulismus für THW-Helfervereinigungen« mit einem Beitrag zur Rolle antisemitischer Ideologie und Praxis in der Neuen Rechten sowie Möglichkeiten des Umgangs der THW-Landesvereinigungen mit Rechtspopulismus und Antisemitismus.

Das Präsenzseminar ist Teil des Bildungsangebots der THW-Bundesvereinigung.

Referent: Alexander Vasmer (Kompetenzzentrum)

Blockseminar »Diversitätsorientierung in Schule, Kita, Jugend- und Sozialarbeit«

Zeiten: Freitag 12 – 19 Uhr, Samstag 10 – 18 Uhr (bei allen Modulen) 

1. Modul: 11./12.04.2025
2. Modul: 16./17.05.2025
3. Modul: 23.05./24.05.2025
4. Modul: 20./21.06.2025  
5. Modul: 11./12.07.2025

Anmeldung:  Das Angebot richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften, sowie Studierende mit Lehramtsoption. Die Anmeldung erfolgt über Friedolin, die Seminarverwaltung der FSU. 

Wir leben in einer Post-Migrationsgesellschaft mit einer großen Bandbreite an Religionen, Weltanschauungen, Sprachen, Identitäten und soziokulturellen Hintergründen. Diese Diversität geht mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und Spannungsfeldern einher, die sich bis hin zu offenen Diskriminierungen und sogar Gewalt gegen Minderheiten verschärfen können. Das haben u.a. der antisemitische Terroranschlag von Halle im Oktober 2019 und die rassistischen Morde von Hanau im Februar 2020 mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt.    

Diese Situation stellt auch Professionelle in pädagogischen Berufen sowie in der Jugend- und Sozialarbeit vor die Herausforderung, Diskriminierung vorzubeugen bzw. auf diskriminierende Vorkommnisse in ihrer Praxis kompetent zu reagieren. Zentrales Ziel ist dabei die Etablierung eines diskriminierungskritischen, differenzsensiblen und bestärkenden Lern- und Lebensumfeldes für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen unabhängig von Religion, Herkunft, ökonomischen Ressourcen, psychischer und körperlicher Verfassung, Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung. In dem Kontext spielen auch Themen wie Integration und Inklusion im Sinne einer Teilhabekultur eine zentrale Rolle.   

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich intensiv und umfassend mit den genannten Themenfeldern auseinanderzusetzen und zielt auf die Entwicklung und Einübung diskriminierungskritischer Haltungen sowie praxisrelevanter Kompetenzen im Umgang mit Diversität und politisch veränderten Realitäten in der Schule, anderen pädagogischen Einrichtungen sowie der Jugend- und Sozialarbeit. Die daraus resultierenden Fragen, Anliegen und Bedarfslagen der Teilnehmenden stehen dabei im Mittelpunkt.    

DIE SEMINARMODULE   

  • leiten individuelle Reflexionsprozesse an,   
  • bieten Raum für Austausch und Praxisanalyse,    
  • geben Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung und Praxis zu Diskriminierungskritik und diversitätsorientierter Bildung und Erziehung   
  • befähigen zum kritischen Umgang mit gesellschaftlichen Ungleichwertigkeitsstrukturen, insbesondere zum Erkennen aktueller Formen von Rassismus und Antisemitismus   
  • geben Orientierung bei aktuellen Diskursen,   
  • begleiten bei der Entwicklung von tragfähigen Handlungskonzepten und Antidiskriminierungsstrategien für die pädagogische und erzieherische Praxis.   

Die Veranstaltung versteht sich nicht als Empowerment-Angebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen.   

CURRICULUM   

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung der einzelnen Module ist bedarfsorientiert und gruppenbezogen. Der thematische Fokus bleibt erhalten, aber die Seminarleitung hält sich und den Teilnehmenden die Möglichkeit offen, dringenden Praxisfragen und Anliegen zu folgen und sie ins Curriculum zu integrieren.    

  1. Modul: Was ist Diversität? Dimensionen von Diversität   
  2. Modul: Was ist Diskriminierung? Mechanismen, Funktionen, Umgangsstrategien   
  3. Modul: Ungleichheitsverhältnisse sowie gruppenbezogene Abwertung, u.a. diskriminierende Sprache   
  4. Modul: Hass- und Strukturphänomene am Beispiel von aktuellem Antisemitismus   
  5. Modul: Leitfaden für Diversitätsorientierung im schulischen Kontext, Prävention und Intervention   

ANSATZ    

Das Seminar basiert auf zwei einschlägigen Ansätzen. Der projekteigene Dialogische Reflexionsansatz (Chernivsky, Perspektivwechsel 2014) sowie der Anti-Bias-Ansatz (Derman-Sparks 1980) stellen hierfür die inhaltliche und methodische Grundlage dar. Die dialogische Ausrichtung der Fortbildungsmodule macht diese zu einem innovativen und wirkungsvollen Analyse- und Handlungskonzept. Überlegungen zu spezifischer Prävention sowie reaktive Interventionsverfahren und Krisenmanagement nach Vorfällen sind ebenfalls Teil des Programms. Gruppendynamische Interaktionsformen im Seminarraum haben einen hohen Stellenwert und beinhalten zum Teil Elemente der Beratung und Supervision entlang der Fragen und Anliegen der Teilnehmenden. Im Seminar kommen u.a. folgende Methoden zum Einsatz: Gruppenarbeit, Aufstellungen, Thesendiskussionen, kollegiale Fallberatung, systemische Praxisanalyse(n).  

Die Seminarreihe ist eine Kooperation der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung & Forschung. 

Referent*innen: Judith Steinkühler und Henning Gutfleisch (Kompetenzzentrum)

Fünfteilige offene Alumni-Reihe »Antisemitismus professionell begegnen«

Daten:  

1. Workshop: Mittwoch, den 26. Februar 2025, 15.00 – 18.00 Uhr  
2. Workshop: Mittwoch, den 2. April 2025, 15.00 – 18.00 Uhr 
3. Workshop: Mittwoch, den 4. Juni 2025, 15.00 – 18.00 Uhr       
4. Workshop: Mittwoch, den 10. September 2025, 15.00 – 18.00 Uhr  
5. Workshop: Mittwoch, den 26. November 2025, 15.00 – 18.00 Uhr

Anmeldung: per Mail an Lior Ahlvers: ahlvers@zwst-kompetenzzentrum.de. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.   

Das neue Format des Berliner Bildungsprojekts des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung: »ACT gegen Gewalt« richtet sich an Alumni unserer Fortbildungsreihen »Antisemitismus professionell begegnen«, die in den Jahren 2022, 2023 und 2024 für pädagogische Fachkräfte und Verwaltungsmitarbeitende aus Lichtenberg stattgefunden haben. 
Wie wir bereits in unserem letzten Workshop der Fortbildungsreihe 2024 angekündigt haben, starten wir 2025 eine neue Reihe, um Fachkräfte des Bezirks (und eventuell andere Berliner*innen) noch nachhaltiger im Umgang mit Antisemitismus zu unterstützen. Wir laden alle dazu ein, an unserer vierteiligen Intervisions- und kollegialen Fachberatungsreihe teilzunehmen und Situationen aus ihrem privaten oder beruflichen Alltag, in denen sie adäquat auf antisemitische (Sprach-)Handlungen reagieren wollten oder wollen, mit uns und untereinander zu teilen.  

In den einzelnen Sitzungen bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, mit Unterstützung der Bildungsreferent*innen des Bildungsprojekts »ACT gegen Gewalt« folgende Fragen zu klären: 

  • Hatte eine bestimmte Situation einen antisemitischen Gehalt? 
  • Welche Motivation könnte hinter der antisemitischen Äußerung oder auch Handlung stehen? 
  • Welche Auswirkungen könnte die Situation auf Personen haben, die direkt oder indirekt von Antisemitismus betroffen sind? 
  • Welche möglichen Handlungsoptionen gibt es in einer solchen Situation?  

Die Workshops werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt« des Kompetenzzentrums für antisemitismuskritische Bildung und Forschung in Kooperation mit der Beratungsstelle OFEK Berlin sowie dem Antisemitismusbeauftragten des Bezirks Lichtenberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Workshopsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.  

Referent*innen: Beate Klammt, Gabi Valaczkay und Lior Ahlvers (Kompetenzzentrum)

Workshop »Gegenwärtiger Antisemitismus: Herausforderungen und Perspektiven«

Termine: 27.01., 29.01. und 10.02.2025, 09:00 – 13:00 Uhr

Anmeldung: Die Veranstaltung ist nicht öffentlich/Anmeldung abgeschlossen.

Im Mittelpunkt des Workshops steht die Auseinandersetzung mit aktuellen antisemitischen Narrativen, wie sie sich in digitalen Räumen und institutionellen Strukturen manifestieren. Anhand praxisnaher Fallbeispiele und interaktiver Methoden wird die Wahrnehmung für subtile und offene Formen des Antisemitismus im Verwaltungsalltag geschärft. Ein wesentlicher Bestandteil des Ansatzes ist die Förderung von Selbstreflexion und kollegialem Austausch. Die Teilnehmenden werden ermutigt, ihre eigenen Erfahrungen und Handlungsspielräume kritisch zu hinterfragen und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Das Ziel des Workshops ist es, Verwaltungsangestellte zu empowern, aktiv gegen Antisemitismus einzutreten und ein Arbeitsumfeld zu gestalten, das von Respekt und Anerkennung geprägt ist. Dafür werden konkrete Handlungsstrategien erarbeitet und Ressourcen vorgestellt, die eine nachhaltige Umsetzung im beruflichen Kontext ermöglichen.

Der Workshop findet in Kooperation mit dem Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Köln statt.

Referent*in: Vera Katona (Kompetenzzentrum)

Workshop »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«

Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen_Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Die fortwährende »Perspektivendivergenz« (vgl. Antisemitismusbericht 2018: 93) in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft trägt, zuweilen ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Antisemitismuserfahrungen werden wiederholt bagatellisiert, entideologisiert und umgedeutet, was einem wirksamen antisemitismuskritischen Handeln entgegensteht. 

Das Bildungsprogramm »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur« thematisiert Kontinuitäten, Brüche, Leerstellen, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus. Es sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. 

Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und die Traditionslinien des gesellschaftlichen und pädagogischen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Das Programm fördert die (Weiter-)Entwicklung einer antisemitismuskritischen Haltung und Praxis. 

Der Workshop fand in Kooperation mit dem digitalen Projekt »Stolpersteine NRW – Gegen das Vergessen« des Westdeutschen Rundfunks statt.  

Referent*in: Lea Güse (Kompetenzzentrum) 

Schulung »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur – Schulung von Multiplikator*innen«

Anmeldung: Eine Anmeldung ist leider nicht möglich.      

Die viertägige Multiplikator*innen-Schulung für Stipendiat*innen zielt darauf ab Teilnehmende in das Thema Antisemitismus einzuführen und die Sprechfähigkeit der Teilnehmer*innen sowie ihre methodisch-didaktische Basiskompetenzen zu fördern. Auf Grundlage antisemitismuskritischer Qualitätsmerkmale des Kompetenzzentrums werden die Teilnehmenden dazu befähigt, eigene Haltungen, Positionen, Wissensbestände, Positionierungen (kritisch) zu reflektieren und Grundsätze der Antisemitismuskritik einzuüben. Die eingesetzten Methoden orientierten sich am Dialogischen Reflexionsansatz, an einer biografischen und erfahrungsbasierten Selbstverortung, die eigene Eingebundenheit in gesellschaftliche Verhältnisse und eine handlungsbasierte Praxis. In anschließenden Reflexionsrunden werden Seminarthemen und deren pädagogische Ziele auf einer didaktischen Ebene ausgelotet und eingeordnet.

Das Angebot richtet sich an interessierte Stipendiat*innen unterschiedlichster Studienwerke, die sich dem Einsatz gegen Antisemitismus an Hochschulen und im Studium verschrieben sehen. 

Die Basisschulung findet im Rahmen des Projekts »MpAct!« im Rahmen des Aktionsprogramms »Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus und für eine plurale Gesellschaft« des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks statt.

Referent*innen: Jana Scheuring, Lea Güse (Kompetenzzentrum) und eine Kollegin von OFEK e.V.

Seminar »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«

Daten:  

Di., 01.04.2025, 09-17 Uhr 
Mi., 02.04.2025, 09-17 Uhr 
Do., 03.04.2025, 09-14 Uhr  

Anmeldung: Studierende der Universität Bamberg können sich für die Veranstaltung ab dem 17.02. über FlexNow anmelden. Weitere Informationen hier  

Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen_Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Die vom Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus 2018 festgestellte Perspektivendivergenz in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus ist von zentraler Bedeutung. So trägt die nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft, zumeist ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Antisemitismuserfahrungen werden wiederholt bagatellisiert, entideologisiert und umgedeutet, was einem wirksamen antisemitismuskritischen Handeln entgegensteht.   

Die Veranstaltung thematisiert Kontinuitäten, Brüche, Leerstellen, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus. Sie sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis.    

Leitend für die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Veranstaltung sind dabei Grundsätze und Qualitätskriterien antisemitismuskritischer Bildung. Die Teilnehmenden  haben die Gelegenheit, das eigene Verhältnis zu Antisemitismus zu reflektieren und sich mit eigenen Wissensbeständen und Positionierungen auseinanderzusetzen. Zugleich bietet das Seminar die Gelegenheit, konkrete institutionelle Ausformungen des Antisemitismus in den Blick zu nehmen. 

Das Seminar wird innerhalb des Zusatzstudiums Antisemitismuskritische Bildung im Grundlagenmodul Antisemitismuskritische Bildung der Universität Bamberg umgesetzt.  

Referent*innen: Romina Wiegemann und Alexander Vasmer (Kompetenzzentrum)