Schulung »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur – Schulung von Multiplikator*innen« 

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Die viertägige Multiplikator*innen-Schulung für Stipendiat*innen zielte darauf ab Teilnehmende in das Thema Antisemitismus einzuführen und die Sprechfähigkeit der Teilnehmer*innen sowie ihre methodisch-didaktische Basiskompetenzen zu fördern. Auf Grundlage antisemitismuskritischer Qualitätsmerkmale des KOAS werden die Teilnehmenden dazu befähigt, eigene Haltungen, Positionen, Wissensbestände und Positionierungen (kritisch) zu reflektieren sowie Grundsätze der Antisemitismuskritik einzuüben. Die eingesetzten Methoden orientierten sich am Dialogischen Reflexionsansatz, an einer biografischen und erfahrungsbasierten Selbstverortung, die eigene Eingebundenheit in gesellschaftliche Verhältnisse und eine handlungsbasierte Praxis. In anschließenden Reflexionsrunden werden Seminarthemen und deren pädagogische Ziele auf einer didaktischen Ebene ausgelotet und eingeordnet.  

Das Angebot richtet sich an interessierte Stipendiat*innen unterschiedlichster Studienwerke, die sich dem Einsatz gegen Antisemitismus an Hochschulen und im Studium verschrieben sehen. Die Schulung, die zweiteilig aufgebaut ist und im Herbst aufbauend fortgesetzt wird, findet 2026 bereits zum dritten Mal statt. 

Die Basisschulung des KOAS findet im Rahmen des Projekts »MpAct!« des Aktionsprogramms »Nie wieder!? Gemeinsam gegen Antisemitismus und für eine plurale Gesellschaft« des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks statt. 

Referent*innen: Jana Scheuring (KOAS) und eine Kollegin von OFEK e.V..

​​Workshop »​Antisemitismus als Erfahrung und Struktur«​

Anmeldung: ​Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.​ 

​Antisemitismus tritt als gesamtgesellschaftliches Problem in diversen Sozialräumen auf. Dabei überlagern gewaltförmige Aggressionen gegen Juden_Jüdinnen zunehmend subtilere Formen. Gleichwohl folgen auf antisemitische Handlungen oftmals Bagatellisierungen von Seiten der nichtjüdischen Mehrheit und Interventionen bleiben häufig aus. Auch in Bezug auf die Relevanz des Themas besteht eine Perspektivendivergenz (Antisemitismusbericht 2017) zwischen den Wahrnehmungen jener, die von Antisemitismus betroffen sind, und denjenigen, die es nicht sind. Der Workshop thematisiert Antisemitismus als Struktur und Erfahrung vor dem Hintergrund der Wirkungsgeschichte des Nationalsozialismus und der Schoah, um seine aktuellen Formen in seiner tieferen Struktur begreifbar zu machen.  

​Der Workshop findet im Rahmen einer Exkursion des zweisemestrigen Hochschullehrgangs »Nationalsozialismus, Antisemitismus und Holocaust – Geschichte und Aktualität«  der Pädagogischen Hochschule Tirol statt. Er wurde in Kooperation mit dem OeAD-Programm ERINNERN.AT (Netzwerk Tirol) entwickelt und richtet sich an Lehrpersonen der Mittelschulen, der Berufsschulen und der Polytechnischen Schulen. Der Lehrgang liefert fachdidaktisches und inhaltliches Basiswissen zu den Themen jüdisches Leben in Tirol, Terror und Verfolgung, Widerstand und Erinnerungskultur. Er bietet eigene Lernerfahrungen durch den Besuch historischer Orte, wie der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Auf der dreitägigen Berlin-Exkursion wird unter anderem die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz besucht. Der Hochschullehrgang stellt unterschiedliche Lernmaterialien und Lernsituationen vor, um Möglichkeiten eines zeitgemäßen Unterrichts zu Nationalsozialismus, Holocaust und Antisemitismus aufzuzeigen. ​ 

​Der Workshop findet auf Einladung der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz statt, in Kooperation mit erinnern.at und der Pädagogischen Hochschule Tirol.​ 

Referent*in: ​Romina Wiegemann​ (KOAS)

Workshop »​Antisemitismus in queeren Kontexten« (wird verschoben)

Anmeldung: Wer am Workshop teilnehmen möchte, schreibt bitte eine E-Mail an das Autonomes Schwulenreferat der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: schwuref@uni-oldenburg.de

Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen. Elemente antisemitischer Ideologie prägen so auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume und sind ebenso in queeren Kontexten präsent. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus führt immer wieder zu inadäquaten Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive und werden angegriffen.
Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus in queeren Kontexten setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die Erfahrungen und Perspektiven der Betroffenen einschließt. Der Workshop bietet die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit einzuüben.

Der Workshop wird vom Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und OFEK e.V. in Kooperation mit dem Autonomen Schwulenreferat der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg umgesetzt. 

Referent*innen: Alexander Vasmer und Lea Güse (KOAS)

​​Workshop »​Antisemitismus als Erfahrung und Struktur, im Fokus: Gefühlserbschaften«​

Anmeldung: ​Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.​ 

​Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und stellt für Jüdinnen_Juden eine alltagsprägende Konstante dar. Die fortwährende ›Perspektivendivergenz‹ (vgl. Antisemitismusbericht 2018: 93) in der Wahrnehmung und Einordnung von Antisemitismus in der nichtjüdischen Mehrheitsgesellschaft trägt, zuweilen ungewollt, zur Aufrechterhaltung antisemitischer Strukturen bei. Antisemitismuserfahrungen werden wiederholt bagatellisiert, entideologisiert und umgedeutet, was einem wirksamen antisemitismuskritischen Handeln entgegensteht. Das Bildungsprogramm »Antisemitismus als Erfahrung und Struktur« thematisiert Kontinuitäten, Brüche, Leerstellen, Funktionen und Wirkungen des Gegenwartsantisemitismus. Es sensibilisiert für ein erweitertes Verständnis von Antisemitismus als historisch angelegtes Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und die Traditionslinien des gesellschaftlichen und pädagogischen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Dabei stehen besonders transgenerative Weitergaben im Fokus. Das Programm fördert die (Weiter-)Entwicklung einer antisemitismuskritischen Haltung und Praxis. ​ 

​Der Workshop findet in Kooperation mit dem Projekt AKADAS (Akademie für Antisemitismusprävention) von Bildung in Widerspruch e.V.. AKADAS wird von der Alfred Landecker Foundation gefördert. ​ 

Referent*in: ​Romina Wiegemann​ (KOAS)

​​Workshop »​Antisemitismus in Kunst und Kultur«​

Anmeldung: ​Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.​ 

Antisemitismus ist strukturell in alle gesellschaftlichen Bereiche tief eingelassen und ist auch im universitären Kontext präsent. Tradierte Versatzstücke antisemitischer Ideologie prägen zudem auch progressive und sich als diskriminierungskritisch verstehende Räume wie der Kunst- und Kulturbereich. Ein historisierendes oder anderweitig verkürztes Verständnis von Antisemitismus in Institutionen führt immer wieder zu problematischen Umgangsweisen und der Ausblendung jüdischer Perspektiven. Menschen, die Antisemitismus erfahren oder kritisieren, geraten nicht selten in die Defensive. Ein adäquater Umgang mit Antisemitismus setzt, wie jeder Umgang mit Gewalt- und Diskriminierungsverhältnissen, eine Auseinandersetzung voraus, die die jeweilige Erfahrungsdimension einschließt. Der Workshop bietet interessierten Studierenden der Kulturarbeit die Möglichkeit, sich (selbst-)reflexiv mit Antisemitismus als Erfahrung und Struktur auseinanderzusetzen und den Umgang damit zu professionalisieren.​ 

Der Workshop findet in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Punkt.Punkt.Punkt der Fachhochschule Potsdam statt.​ 

Referent*innen: ​Alexander Vasmer und Lea Güse​ 

Workshop »​Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung und Beratung«

Workshop »​Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung und Beratung« im Rahmen des Fachtag »14. Tagung des Fachnetzwerks gegen Antisemitismus in Sachsen« von Fachnetzwerk gegen Antisemitismus​ ​ 

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​Mit der Formulierung antisemitismuskritischer Perspektiven hat sich der Diskurs um Antisemitismus und Bildung weitgehend aktualisiert. Der Begriff der Antisemitismuskritik ergibt sich aus dem Grundgedanken der Kritischen Theorie und erkennt die Notwendigkeit selbstkritischer Reflexivität im Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit an. Zentral ist die Erkenntnis, dass Antisemitismus als Macht- und Strukturverhältnis das Denken und Handeln der gesamten Gesellschaft durchdringt und das Individuum antisemitisches Wissen als Teil seiner Sozialisierung erlernt. Die Bezeichnung »antisemitismuskritische Bildung« umfasst eine Vielzahl von Bildungsansätzen, die auf einer gemeinsamen Basis beruhen. Der Kritikbegriff problematisiert die Konstanz, aber auch die Abwehr des Antisemitismus, problematisiert seine Externalisierung und geht explizit auf die Bagatellisierung jüdischer Perspektiven ein.    
Der Workshop bietet die Möglichkeit, sich mit den Qualitätsmerkmalen antisemitismuskritischer Bildung und Beratung auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden werden dazu eingeladen, eigene Haltungen, Wissensbestände, Positionierungen sowie Praktiken zu reflektieren und Grundsätze der Antisemitismuskritik in ihren jeweiligen Handlungsfeldern zu beziehen.   

​Der Workshop wird in Kooperation mit OFEK Sachsen durchgeführt und findet im Rahmen der 14. Tagung des Fachnetzwerks gegen Antisemitismus in Görlitz statt. ​ 

Referent*innen: ​Alexander Vasmer (KOAS) und Referent*in von OFEK Sachsen​ 

Fortbildungsreihe »​Antisemitismus professionell begegnen« (Verschoben)​ 

Termine: 
​28.05.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
04.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
11.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
18.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr, 
25.06.2026, 13:00 Uhr – 17:00 Uhr​ 

Ort: ​Volkshochschule Treptow-Köpenick​ 

Anmeldung: ​bitte senden Sie bis zum 26.05.2026 eine Email an: antisemitismuspraevention@ba-tk.berlin.de  ​   ​  ​ 

​1. Was ist Antisemitismus? (28.05.2026):     
Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus. 

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (04.06.2026):     
Was spricht dagegen, Antisemitismus als eine Form von Rassismus zu verstehen? Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.     

3. Israelbezogener Antisemitismus (11.06.2026)  
Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unsere dritte Fortbildung lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.  ​ 

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (18.06.2026)  
Durchgeführt von OFEK Berlin     
Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen? Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.   ​ 

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (25.06.2026)      
Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen und Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.​ 

​Die Fortbildungen werden vom Projekt »ACT gegen Gewalt«​ des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) und von OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Kooperation mit dem Beauftragten für Antisemitismusprävention des Bezirksamts Treptow-Köpenick umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).  ​ 

Referent*innen: ​Beate Klammt, Lior Ahlvers, Dr. Gabriella Valaczkay​ (KOAS)

Fortbildungsreihe »Antisemitismus professionell begegnen«

Termine 

Auftaktveranstaltung: Dienstag, 11. November, 15.00 – 17.00 Uhr    
1. Fortbildungsmodul: Dienstag, 02. Dezember, 15.00 – 18.00 Uhr      
2. Fortbildungsmodul: Dienstag, 20. Januar, 15.00 – 18.00 Uhr       
3. Fortbildungsmodul: Dienstag, 17. Februar, 15.00 – 18.00 Uhr       
4. Fortbildungsmodul: Dienstag, 14. April, 15.00 – 18.00 Uhr  
5. Fortbildungsmodul: Dienstag, 19. Mai, 15.00 – 18.00 Uhr 

Ort: Rathaus Lichtenberg. Der genaue Ort der Workshops wird nach Bestätigung der Anmeldung bekannt gegeben.   

Anmeldung: Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Eine regelmäßige Teilnahme an den Workshops ist aufgrund des aufeinander aufbauenden Charakters der Reihe wichtig. Anmeldung per E-Mail an Lior Ahlvers (KOAS: „ACT gegen Gewalt“): ahlvers@koas-bildungundforschung.de

Zielgruppe: (Insbesondere) Fachkräfte aus der Verwaltung im Bezirk Lichtenberg. Sollten nicht alle Plätze belegt werden, öffnen wir die Anmeldung auch gerne für alle Interessierten außerhalb der Verwaltung – vor allem pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen.

Anerkennung und Freistellung: Es handelt sich um eine vom Senat anerkannte Fortbildung. Mitarbeitende des Bezirks werden freigestellt, um an der Fortbildungsreihe teilzunehmen. Die Teilnehmenden erhalten bei erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsreihe ein Zertifikat.  
Kosten: Die Teilnahme an der Fortbildungsreihe ist kostenfrei. 

„Erkennen Sie Antisemitismus?“, „Nehmen Sie antisemitische Strukturen in Ihrem (Arbeits-)Alltag wahr?“ „Welche Möglichkeiten haben Sie als Verwaltungskraft oder Multiplikator*in, mit Antisemitismus in Ihrem beruflichen Alltag umzugehen?”   

Die Fortbildungsreihe „Antisemitismus professionell begegnen“ thematisiert gegenwärtigen Antisemitismus und sensibilisiert für ein Verständnis von Antisemitismus als Gewalt- und Ungleichheitsverhältnis. Die Teilnehmenden haben die Gelegenheit, ihre Beziehung zu Antisemitismus zu reflektieren und mit den Traditionslinien des gesellschaftlichen Umgangs mit Antisemitismus nach 1945 in Verbindung zu bringen. Die Fortbildungsreihe bietet Unterstützung beim Einüben eines professionellen Umgangs mit Antisemitismus.  

Das Ziel der Fortbildungsreihe ist die Stärkung der Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungskompetenz im Umgang mit Antisemitismus im eigenen (Berufs-)Alltag. Die fünf Module finden immer dienstags von 15.00 – 18.00 Uhr statt und bauen aufeinander auf.   

Beschreibung der Fortbildungsmodule:     

Auftaktveranstaltung: (11.11.2025 15:00-17:00h):  

Gemeinsam wollen wir uns über Herausforderungen im Umgang mit Antisemitismus austauschen. Es wird auch Raum geben, eigene Erfahrungen und Fragen an das Thema einzubringen, persönliche Bezüge zu Antisemitismus zu reflektieren und individuelle Bedarfe zu eruieren. Ferner stellen wir den Aufbau und die Inhalte der Fortbildungsreihe ausführlich vor und besprechen dies gemeinsam.   

1. Was ist Antisemitismus? (02.12.2025):      

Über viele Jahre wurde Antisemitismus in Deutschland als ein historisches und überwundenes Kapitel der Geschichte betrachtet. Jedoch sind antisemitische Strukturen auch heute noch vorhanden und haben reale Auswirkungen. Antisemitismus ist in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen und prägt den Alltag von Jüdinnen_Juden. Im ersten Teil der Fortbildungsreihe ergründen wir gemeinsam, wie sich Antisemitismus aktuell ausdrückt und setzen uns mit dem Verständnis von Antisemitismus auseinander, um seine spezifischen Mechanismen und Wirkungsweisen wahrnehmen und deuten zu können. Dabei richten wir den Blick auch auf uns selbst und reflektieren eigene Bezüge zu und Erfahrungen mit Antisemitismus.   

2. Antisemitismus und Rassismus: Gemeinsamkeiten und Spezifika (20.01.2026):      

Antisemitismus und Rassismus sind historisch gewachsene, gesellschaftliche Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Geschichte und Mechanismen der beiden Strukturen weisen viele Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede auf. Antisemitismus und Rassismus sind zwei Gewaltverhältnisse, die sich täglich in Übergriffen und Diskriminierung niederbrechen. Trotz ihrer historischen Verschränkung lohnt sich der Blick auf die jeweils spezifischen Funktionen und Wirkweisen, die sowohl Antisemitismus als auch Rassismus bedingen und aufrechterhalten. Andernfalls geht mit der Unterordnung von Antisemitismus als eine Form von Rassismus die Gefahr einher, die Struktur des Antisemitismus und die aus ihr hervorgehenden Konstruktionen und Vorstellungen nicht angemessen zu erfassen. Dieser Teil der Fortbildungsreihe bietet Raum für Diskussion und Einordnung und setzt sich mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden der beiden Strukturen auseinander.       

3. Israelbezogener Antisemitismus (17.02.2026)   

Antisemitismus besteht weiterhin, auch seit 1945, als strukturelles Problem und bahnt sich immer wieder mithilfe neu angepasster und sozial breit akzeptierter Ausdrucksformen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft und manifestiert sich in unterschiedlichen Ausprägungen. Auch der israelbezogene Antisemitismus blickt auf eine lange Geschichte zurück. Alte antisemitisch aufgeladene Vorstellungen über Jüdinnen_Juden formen ihn, prägen den Blick auf den jüdischen Staat dabei in erheblicher Weise und äußern sich gewaltvoll. Unser dritter Workshop lädt Teilnehmende dazu ein, sich mit Funktionen und Wirkungen dieser Dimension von Antisemitismus auseinanderzusetzen und eigene Bezüge auszuloten.     

4. Wie reagiere ich in antisemitischen Situationen? (14.04.2026)   
Durchgeführt von OFEK Berlin     

Bei antisemitischen Manifestationen ergibt sich der Umgang mit ihnen nicht von selbst. Auch die Auswirkungen von Antisemitismus auf betroffene Personen führen häufig zu Verunsicherung bei Beteiligten hinsichtlich eines möglichen Handelns. Wie kann ich in antisemitischen Situationen Betroffene in ihren Bedürfnissen und Anliegen unterstützen? Wie kann ich Verbündete*r sein, wie kann ich Solidarität zum Ausdruck bringen? Welche Parameter gilt es hierbei zu beachten und zu berücksichtigen?  Um einen sensiblen und professionellen Umgang mit Antisemitismus zu erlangen, wird sich in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zum Umgang mit Antisemitismus beschäftigt. Dieser Teil der Fortbildungsreihe wird von OFEK Berlin, der Fachberatungsstelle für Betroffene antisemitischer Gewalt durchgeführt.  

5. Wie handle ich gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz? (19.05.2026)      

Wie alle gesellschaftlichen Macht-, Gewalt- und Diskriminierungsverhältnisse spiegelt sich auch Antisemitismus in Institutionen unmittelbar wider. Antisemitismus ist nicht bloß eine Einstellung, sondern Teil der Struktur. Vorfälle in Institutionen sind ein Symptom für die gesellschaftliche Relevanz und Beständigkeit des Antisemitismus auch jenseits konkreter Einrichtungen. Nicht selten kommt es dazu, dass Jüdinnen_Juden aufgrund eines problematischen Umgangs mit Antisemitismus die Schule oder den eigenen Arbeitsplatz verlassen müssen. Um einen professionellen und kritischen Umgang mit Antisemitismus in der eigenen Institution zu erlangen, befassen wir uns in diesem Teil der Fortbildungsreihe mit Handlungsoptionen zur Prävention von und Intervention bei Antisemitismus. Als Fortführung des Themas des vierten Teils werden wir uns in Teil fünf den Handlungsmöglichkeiten und -strategien in Bezug auf Antisemitismus auf individueller und institutioneller Ebene widmen.    

Die Fortbildungsreihe wird vom Bildungsprojekt „ACT gegen Gewalt“ des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) in Kooperation mit OFEK Berlin, der Beratungsstelle bei antisemitischer Gewalt und Diskriminierung sowie dem Antisemitismusbeauftragten des Bezirks Lichtenberg umgesetzt. Ermöglicht wird die Fortbildungsreihe durch die Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung.   

Referent*innen: Berater*innen von OFEK BERLIN und Beate Klammt, Lior Ahlvers und Gabi Valaczkay (KOAS)  

Fortbildung »​Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit« 

Termine:

23.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr,
28.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr

Ort: Digital

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.

Im Rahmen der fortlaufenden Zusammenarbeit mit der Polizeischule Meiningen werden regelmäßig Fortbildungen für Polizeianwärter*innen umgesetzt, die zentrale Fragen demokratischer Professionalität in den Fokus rücken. Die Polizei hat den Auftrag, die Menschenrechte zu garantieren und die freiheitliche demokratische Grundordnung zu schützen. Sie ist dabei sowohl Ansprechpartnerin als auch soziale und politische Akteurin. Vor diesem Hintergrund gehört die Auseinandersetzung mit demokratischen Grundverständnissen ebenso zu ihrem professionellen Selbstverständnis wie die Reflexion von Gewaltverhältnissen, etwa in Bezug auf Antisemitismus. Zentrales Anliegen der Fortbildung ist es, ein fundiertes Wissen über aktuelle Ausdrucksformen antisemitischer Strukturen und Vorfälle für die polizeiliche Praxis bereitzustellen. Die Einschätzung und Erfassung antisemitischer Straftaten sowie ein angemessener Umgang mit Betroffenen bilden dabei weitere Schwerpunkte. Das Format bietet die Möglichkeit, dieses Wissen zu erwerben und zu vertiefen sowie konkrete Bezüge zur polizeilichen Praxis herzustellen und anhand von Fallbeispielen zu erproben.

Das Bildungsangebot ist eine Kooperation des Bildungszentrums der Polizei Thüringen in Meiningen mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS).

Referent*innen: 
1. Termin: Alexander Vasmer und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS);
2. Termin: Dr. Gabriella Valaczkay und Lior Ahlvers (KOAS)

Fortbildung »​Umgang mit aktuellem Antisemitismus in der polizeilichen Arbeit« 

Termine:

23.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr,
28.04.2026, 09:00 – 15:00 Uhr

Anmeldung: Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung.

Im Rahmen der fortlaufenden Zusammenarbeit mit der Polizeischule Meiningen werden regelmäßig Fortbildungen für Polizeianwärter*innen umgesetzt, die zentrale Fragen demokratischer Professionalität in den Fokus rücken. Die Polizei hat den Auftrag, die Menschenrechte zu garantieren und die freiheitliche demokratische Grundordnung zu schützen. Sie ist dabei sowohl Ansprechpartnerin als auch soziale und politische Akteurin. Vor diesem Hintergrund gehört die Auseinandersetzung mit demokratischen Grundverständnissen ebenso zu ihrem professionellen Selbstverständnis wie die Reflexion von Gewaltverhältnissen, etwa in Bezug auf Antisemitismus. Zentrales Anliegen der Fortbildung ist es, ein fundiertes Wissen über aktuelle Ausdrucksformen antisemitischer Strukturen und Vorfälle für die polizeiliche Praxis bereitzustellen. Die Einschätzung und Erfassung antisemitischer Straftaten sowie ein angemessener Umgang mit Betroffenen bilden dabei weitere Schwerpunkte. Das Format bietet die Möglichkeit, dieses Wissen zu erwerben und zu vertiefen sowie konkrete Bezüge zur polizeilichen Praxis herzustellen und anhand von Fallbeispielen zu erproben.

Das Bildungsangebot ist eine Kooperation des Bildungszentrums der Polizei Thüringen in Meiningen mit dem Projekt »Perspektivwechsel – Praxisstelle Thüringen« des Kompetenzzentrums antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS).

Referent*innen: 
1. Termin: Alexander Vasmer und Dr. Gabriella Valaczkay (KOAS);
2. Termin: Dr. Gabriella Valaczkay und Lior Ahlvers (KOAS)